Freitag, 31. Dezember 2021


 

Donnerstag, 30. Dezember 2021

Sternsingen für Amazonien - Projekte Landrechte

 

Indigene brauchen Verbündete

Landrechte und Überleben sichern

Unsere Partnerorganisation CIMI hilft den indigenen Völkern, ihr Recht auf ihr Land zu verteidigen. Die Mitarbeiter*innen dieses Indigenenrats fahren zwei Mal im Jahr für rund zwei Monate in die indigenen Dörfer im Regenwald. Während dieser Aufenthalte klären sie die indigenen Völker über ihre Rechte auf, wer für die Einhaltung ihrer Rechte zuständig ist, und wie sie diese selbst einfordern können. Sie unterstützen sie darin, sich selbst zu organisieren, sich zu vernetzen und gemeinsame Lösungen zu entwickeln. Außerdem begleiten CIMI-­Mitarbeiter*innen Indigenen-Vertreter*innen zu Behörden, aber auch zu Demonstrationen, bei denen mehrere indigene Völker gemeinsam ihre Rechte einfordern und verteidigen.

Mithilfe des Indigenenrats halten die indigenen Völker der Vertreibung stand. Formal schon zugesicherte Gebiete müssen in den vorhandenen Grenzen bestehen bleiben, noch ausstehende Anerkennung von indigenen Territorien rechtlich verankert werden. Nur mit diesem Rechtstitel auf indigenes Land ist es möglich, sich gegen Vertreibungen und Willkür zu wehren und die Rechte auf Bildung und Gesundheitsversorgung geltend zu machen.

 

Die Zerstörung des Regenwaldes bedroht das Überleben der indigenen Völker und beschleunigt die weltweite Klimakrise. Deine Sternsingerspende gibt ihnen den Mut, sich zu verteidigen und ist ein wichtiger Beitrag, die „grüne Lunge der Erde“ zu erhalten. 

Herzlichen Dank!



Dienstag, 28. Dezember 2021

Sternsingen für Amazonien - Projekte

Indigene brauchen Verbündete

Amazonien brennt!

Wer den Regenwald zerstört, der raubt den indigenen Völkern die Lebensgrundlage und missachtet Rechte, die ihnen von der Verfassung her zustehen. Aggressives Profitstreben ohne Rücksicht auf Menschen und natürliche Mitwelt hat zur Folge, dass die indigenen Völker mit brutalen Mitteln gezwungen werden, ihr Land zu verlassen. Immer wieder kommt es illegalem Eindringen und zu Gewalt bis hin zu Morden, oft mit Rückendeckung durch die staatlichen Stellen. Und mit jedem weiteren Verlust an Regenwald nähern wir uns der Klimakatastrophe für die ganze Menschheit.

 

Die Zerstörung des Regenwaldes bedroht das Überleben der indigenen Völker und beschleunigt die weltweite Klimakrise. Deine Sternsingerspende gibt ihnen den Mut, sich zu verteidigen und ist ein wichtiger Beitrag, die „grüne Lunge der Erde“ zu erhalten. 

Herzlichen Dank!


Mittwoch, 22. Dezember 2021

 


Sonntag, 19. Dezember 2021

21. Dezember - Der heilige Apostel Thomas Märtyrer


Sinnig und bedeutungsvoll feiert die Kirche das dankbare Andenken an den hl. Thomas in den letzten Tagen der Vorbereitung auf das heilige Weihnachtsfest; denn er soll den Gläubigen helfen, dass sie glauben und hoffen auf den Gott, den sie noch nicht sehen, der ohne Prachtentfaltung ganz in der Stille zu ihnen kommt. Er ist unter den heiligen Aposteln derjenige, welcher mit fast eigensinniger Besonnenheit und Vorsicht nach den Gründen der Glaubwürdigkeit forschte, bevor er Geist und Herz den Glaubens-Wahrheiten unterwarf, – aber dann auch ganz unterwarf. Es ist daher billig, dass er, der die Gnade und Pflicht des beseligenden Glaubens erst recht erkannte, nachdem er durch peinliche Dunkel der Ungläubigkeit gewandelt, jetzt den Kindern der Kirche zu Hilfe kommen und sie gegen die Versuchungen stärke, welche von Seiten der stolzen Vernunft an sie herantraten.

Thomas, griechisch Didymus (der Zwilling) genannt, war sehr wahrscheinlich ein armer Fischer aus Galiläa und wurde von Jesus in die auserwählte Zahl der Zwölfe aufgenommen. Nach dem Zeugnis des Evangelisten war er ein anhänglicher, lernbegieriger Schüler des göttlichen Meisters und bewies ein rühmliches Streben nach klarer Erkenntnis und fester Überzeugung.

Als Jesus zu Lazarus eingeladen wurde mit der denkwürdigen Bitte: „Herr, den Du lieb hast, der ist krank“, und Er zu den Aposteln sprach: „“Lasset uns nach Judäa gehen“, mahnten sie Ihn davon ab, weil die Juden Ihn noch vor kurzen steinigen wollten; aber Thomas rief: „Ja, lasset uns mit Ihm gehen, dass auch wir mit Ihm sterben.“ Beim letzten Abendmahl redete Jesus von seinem Heimgang zum Vater, von den vielen Wohnungen im Hause Desselben und von seiner Absicht. „Ich gehe hin, für euch einen Ort zu bereiten. Und wenn Ich werde hingegangen sein und einen Ort für euch bereitet habe, so will Ich wieder kommen und euch zu Mir nehmen, damit auch ihr seid, wo Ich bin. Wohin Ich aber gehe, das wisset ihr, auch den Weg wisset ihr.“ Da sprach Thomas zu Ihm: „Herr, wir wissen nicht, wohin Du gehst, und wie können wir den Weg wissen?“ Jesus sprach zu ihm: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch Mich.“ (Joh. 14)

Obgleich Thomas sich bereit erklärt hatte, mit Jesus zu sterben, wurde er durch die Gefangennehmung und Kreuzigung seines Meisters so sehr entmutigt, verwirrt und bestürzt, dass er an die Auferstehung Desselben gar nicht glauben wollte, ungeachtet die Mitapostel ihm voll Freude erzählten, dass sie den Herrn leibhaft, wirklich und lebendig gesehen. Thomas misstraute nicht ihrer Redlichkeit, sondern nur ihren Sinnen und meinte, sie hätten die gehabte Erscheinung nicht genugsam geprüft, sich getäuscht und das Schattenbild für lebendige Wirklichkeit angesehen; deshalb erklärte er für seine Person: „Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe und meine Finger darein lege und meine Hand in seine Seitenwunde, so glaube ich nicht.“ Und acht Tage darauf erfüllte Jesus dem Thomas seine Bedingung, indem Er zu ihm in Gegenwart der übrigen Apostel sprach: „Lege deine Finger herein und siehe meine Hände, und reiche her deine Hand, lege sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“ (Joh. 20) Thomas hatte nun volle Gewissheit, jedes Bedenken schwand vor der Sonne des Auferstandenen, dessen Gnadenstrahl seine Seele durchleuchtete, und er bekannte voll Demut, Glauben und Liebe: „Mein Herr und mein Gott!“ Dies waren nicht leere Worte einer augenblicklichen frommen Aufregung, sondern die Weihe und der Stempel seines ganzen künftigen Lebens. Jesus lobte ihn: „Weil du Mich gesehen hast, Thomas, hast du geglaubt: selig (seliger) die, welche nicht sehen und doch glauben.“

Über diese Begebenheit schreibt schön der heilige Papst Gregor der Große: „Dass Thomas nicht glaubte und Jesus seine Wunden von ihm berühren ließ, geschah nicht aus Zufall, sondern aus göttlicher Fügung. Der zweifelnde Jünger berührte die Wunden am Leibe seines Meisters und heilte dadurch die Wunden des Unglaubens (an unserer Seele). Der Unglaube des Thomas hat unserer Seele mehr genützt, als der Glaube der übrigen Apostel; denn indem jener durch Berührung gläubig wurde, hat er unsern Glauben über jeden Zweifel befestigt.“ Der hl. Augustin sagt: „Thomas, der heilig, treu und gerecht war, hat dies Alles so sorgfältig verlangt, nicht, weil er zweifelte, sondern um jeden Verdacht der Leichtgläubigkeit auszuschließen. Es genügte ihm ja, um zu glauben, Den zu sehen, Den er kannte; aber für uns war es notwendig, dass er Den, welchen er sah, auch berührte, damit wir, wenn wir etwa sagen möchten, seine Augen haben ihn getäuscht, doch nicht sagen können, seine Hände haben ihn betrogen. Das Sehen des Auferstandenen kann man bezweifeln, nicht aber das Berühren Desselben.“

Nach dem Pfingstfest, als die Apostel sich trennten, um in den verschiedenen Ländern das Evangelium zu verkündigen, zog Thomas gen Osten zu den Parthern, einem Volk, das ganz Persien innehatte und vor der römischen Weltmacht sich nicht beugte. Sehr glaubwürdig ist, dass er in seinem beflügelten Eifer bis nach Indien vordrang, dort eine sehr große Herde dem ewigen guten Hirten zuführte, und dass der Hass der Götzenpriester, welche das kostbare Leben dieses durch die Größe seiner Wunder und die Menge seiner Bekehrungen außerordentlichen Mannes mit Lanzenstichen zerstörten, die Würde seines Apostelamtes mit der Märtyrerkrone verherrlichte.

Abgebildet wird der hl. Thomas gewöhnlich mit einer Lanze, die ihn mit seinem Herrn im Himmel auf ewig vereinigte, in dessen von einer Lanze geöffnete Seite er auf Erden seine Hand gelegt hatte; oft auch mit einem Winkelmaß in der Hand, als dem Sinnbild eines messenden, nach voller Bestimmtheit und Überzeugung ringenden Geistes. 

Mittwoch, 15. Dezember 2021

Rorate

  Ein Licht-Blick am Tag


Entzünde ein Licht.

Es ist ein Zeichen der Gemeinschaft in dieser Zeit.

Nehmen wir die Menschen um uns herum und die Gesellschaft in den Blick.

Stellen wir alle Unsicherheiten und Ängste, Schuldzuweisungen und Schuldgefühle in das Licht Gottes.

 

Beten wir für alle, die sich nach einem Licht-Blick sehnen ...

Entzünde ein Teelicht.

 

 

Ein Augen-Blick mit Gott

 

Einen Augen-Blick mit Gott erleben,

einfach da sein

atmen

ihn in meinem Herzen spüren …

als strahlendes Licht oder sprudelnde Quelle

als aufkeimenden Samen oder sichere Geborgenheit

in der Stille

im Gespräch mit ihm

sagen was mir am Herzen liegt …

 


Ein-Blick in die Welt

 

Die Bezeichnung Rorate hat ihren Ursprung beim Propheten Jesaja -

„Taut, ihr Himmel, von oben, ihr Wolken, lasst Gerechtigkeit regnen! Die Erde tue sich auf und bringe das Heil hervor, sie lasse Gerechtigkeit sprießen.“ (Jes 45,8)

 

Blicken wir in die Welt …

Wir brauchen Gerechtigkeit und Solidarität,

nicht Schuldzuweisungen und Misstrauen …

 

Beten wir für Solidarität und Gerechtigkeit in der Welt, in Österreich, im Burgenland, in meinem Umfeld, ...

Lege ein Symbol für dein Gebet oder dein Anliegen auf den

 dafür vorgesehenen Platz.

 

Lied

Tauet Himmel den Gerechten     GL 791

 

© chrisgarz

Dienstag, 7. Dezember 2021

8. Dezember - Hochfest Mariä Empfängnis

 


Am 8. Dezember feiern wir Katholiken das „Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria“ („Mariä Empfängnis“). Dabei wird nicht – wie irrtümlich oft angenommen – die Jungfräulichkeit Mariens gefeiert, sondern die Überzeugung der Kirche, dass Maria ähnlich wie Jesus Christus seit Beginn ihrer leiblichen Existenz ohne Sünde gewesen ist.

 

In Österreich hat der Feiertag eine jahrhundertealte Tradition, die bis in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges zurück reicht. In der NS-Zeit wurde der Feiertag abgeschafft. Der Nationalrat beschloss im Jahr 1955 dessen Wiedereinführung als Dank für die wiedererlangte Freiheit Österreichs.

 

An diesem Tag findet in der Wiener Innenstadt traditionell der Marien-Umzug statt, den unser Kardinal Christoph Schönborn leitet. Dieser beginnt bei der Mariensäule vor der Kirche Am Hof, ehe die Mitfeiernden – darunter mehrere hundert Ministranten und Fackelträger aus der ganzen Erzdiözese Wien – mit Blasmusik-Begleitung über den Graben zum Stephansdom ziehen. Nach dem Einzug in den Dom mit der Maria-Pocs-Ikone folgt eine Marienvesper mit abschließendem Pontifikalsegen.


PATROZINIEN

Maria Unbefleckte Empfängnis (8. Dezember)

„Concepcion“, das Fest der Empfängnis der Gottesmutter Maria, bezieht sich auf die Empfängnis der Maria durch ihre Mutter Anna.

 

Neun Monate vor Mariä Geburt feiert die Kirche damit die Empfängnis der Gottesmutter.

 

1854 verkündete Papst Pius IX. das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis nicht nur des Gottessohnes Jesus durch Maria, sondern auch der Maria durch Anna. Bei der Empfängnis Christi ist nach katholischer Lehre das Entscheidende die Empfängnis durch die Kraft des Heiligen Geistes und die unversehrte Jungfrauschaft der Gottesmutter Maria vor, während und nach der Geburt.

 

Bei der Empfängnis der Maria durch Anna steht die Mitwirkung von Joachim außer Frage, die Besonderheit ist jedoch, dass Gott Maria vom ersten Augenblick ihres Daseins von der Erbsünde bewahrte. Das neue päpstliche Dogma stieß damals wie heute sowohl in der protestantischen wie in der orthodoxen Kirche auf Ablehnung.

 

Verehrung/Brauchtum

Die Ostkirchen feierten das Fest an manchen Orten schon seit dem 10. Bis 12. Jahrhundert als „Tag der Empfängnis der Allerheiligsten Gottesmutter durch Anna“, im Westen führte es Anselm von Canterbury um 1100 für seine Diözese ein. 1477 führte Papst Sixtus IV. das Fest in Rom ein, seitdem wird es am 8. Dezember mit Messe und Hochamt zelebriert. Unter Clemens XI. weitere sich das Fest als „Mariä Empfängnis“ 1708 auf die gesamte katholische Kirche aus.

 

Früher sollten an diesem Tag die Frauen nicht arbeiten, trotzdem war er nach alter Sitte der Tag des Beginns der weihnachtlichen Bäckereien.

 

Marien-Gebet

Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin.
Verschmähe nicht unser Gebet in unsern Nöten, sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren, o du glorreiche und gebenedeite Jungfrau.
Unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin.
Versöhne uns mit deinem Sohne,
empfiehl uns deinem Sohne,
stelle uns vor deinem Sohne.
Amen.

Montag, 6. Dezember 2021

Hl. Nikolaus

Nikolaus von Myra, den wir am 6. Dezember feiern, zählt neben Martin von Tours sicher zu den bekanntesten und beliebtesten Heiligen – nicht nur bei Kindern.


Kein Wunder: Denn wer für viele Lebenslagen zuständig ist, wird auch oft angerufen. Und das obwohl man gar nicht so viel über den Heiligen Nikolaus weiß.

 

Am 6. Dezember feiert die katholische Kirche den Heiligen Nikolaus, den Bischof von Myra (heute: Demre) in Kleinasien in der heutigen Türkei. Die Bräuche rund um den Nikolaustag sind allseits bekannt: Der Nikolaus besucht mit seinem weißen Bart die artigen Kinder und beschenkt sie. Manch einer stellt auch den Nikolausstiefel vor die Tür und – siehe da – am nächsten Tag ist der Stiefel mit reichlich Süßigkeiten gefüllt. 

 

Teilen und Schenken

 

Die Legendenerzählungen rund um den Heiligen Nikolaus sind vielfältig und haben alle das Teilen und Schenken zum Inhalt – das erklärt auch die Bräuche rund um das Heiligenfest. Das Teilen als grundlegender Akt, Not zu lindern und faire Lebenschancen für alle bereitzustellen, wird mit dem Heiligen eng verbunden.

 

Nikolaus von Myra wird mit einem Buch – der Bibel – und drei goldenen Kugeln oder goldenen Säckchen dargestellt. Diese verweisen auf eine Legende, nach der Bischof Nikolaus mit Geldspenden in drei Säckchen eine Familie mit drei Töchtern aus der Armut gerettet habe.

 

Alte Wurzeln des Brauchtums

 

Der Brauch des Nikolausganges und Schenkens geht bis ins Mittelalter zurück. So durfte damals am Nikolaustag ein Schüler die Rolle des Bischofs spielen. Der Nikolaustag entwickelte sich auch zum Tag der Geschenke für Kinder. Erst nach der Reformation im 16. Jahrhundert wurde dieses Schenken vermehrt auf das Weihnachtsfest gelegt.

 

Myra oder Pinora?

 

Was aber hat es mit der realen Gestalt des Nikolaus auf sich? Man weiß nicht viel: Nikolaus von Myra wurde zwischen 280 und 286 in Patara (heutige Türkei) geboren. Der Überlieferung nach soll er mit 19 Jahren zum Priester geweiht worden und anschließend als Abt im Kloster von Sion in der Nähe seiner Heimat eingesetzt worden sein. Schließlich wurde Nikolaus nach dem Tod seines Onkels Bischof von Myra. Bald jedoch setzten die Christenverfolgungen ein, bei denen auch Nikolaus in Gefangenschaft geriet und schwer misshandelt wurde.

 

Schließlich soll Nikolaus 325 beim Konzil von Nicäa kämpferisch gegen die Lehre des Arianismus aufgetreten sein – von dort gibt es Überlieferungen, die seine Handschrift tragen. Damit neigt sich das Wissen über den Heiligen aber auch schon seinem Ende zu. Auch das Todesdatum ist nicht exakt bestimmbar: Er starb an einem 6. Dezember – irgendwann zwischen 345 und 351. Durch historische Forschungen weiß man heute, dass die Heiligenfigur auf Geschichten, Legenden und Brauchtum von zwei Personen zurückgeht, auf den Bischof von Myra, der im 4. Jahrhundert lebte, und den gleichnamigen Bischof von Pinora in Kleinasien, der 564 starb.

 

Patron für alle

 

Die starke Heiligenverehrung setzt mit dem sechsten Jahrhundert ein – ausgehend von Griechenland über die osteuropäischen Länder bis nach Russland (Nikolaus ist auch Patron von Russland). Etwas zaghafter war der Siegeszug in den west- und mitteleuropäischen Ländern, etwa ab dem zehnten Jahrhundert wird der Nikolaus auch in England, Frankreich und Deutschland verehrt. 

 

Der beliebte Bischof ist übrigens Patron für ganz schön viele Dinge, um nur einige zu nennen: Er ist Patron der Kinder, Schüler, Ministranten, Pilger und Reisenden, Seeleute und Brückenbauer, Kerzenzieher und Knopfmacher, Eigentümer und Bettler sowie der Gefangenen, Diebe und Verbrecher.


Gebet zum heiligen Nikolaus von Myra

Heiliger Vater Nikolaus, bitte Gott für uns.
Heiliger Nikolaus, vertrauter Diener des Herrn, unser freundlicher Beschützer, rascher Helfer in aller Trübsal. Hilf mir verzagtem Sünder im gegenwärtigen Leben, bitte den Herrn, unseren Gott, er möge mir Verzeihung aller meiner Sünden schenken, die ich in meinem ganzen Leben seit meiner Jugend begangen habe, in Gedanken, Worten, Werken und mit allen meinen Sinnen, und hilf mir Elenden am Lebensende, bitte den Herrn, unseren Gott, den Schöpfer des Alls, er möge mich erlösen von Seelenqual und ewiger Pein, damit ich auf immer den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist rühme sowie Deine gütige Fürsprache, jetzt und allezeit und von Ewigkeit zu Ewigkeit. 

Amen.

Sonntag, 5. Dezember 2021

Gedanken zum 2. Advent

 

Hilfe, Rettung und Heil




Maria ist schwanger! – Für Joseph muss das ein Schock sein! Lange war er mit ihr verlobt. Er liebt sie sehr, sie wollten heiraten, doch geschlafen hat er nicht mit ihr. Nicht er. Noch nicht. Aber sie ist schwanger! Wie konnte das geschehen? Wer ist der Vater? 

Was geht nun in Joseph vor? Wut, Zorn, Enttäuschung, Furcht, Angst? Ganz sicher! Doch das alles tötet die Liebe nicht, die er für Maria empfindet. 

Er könnte sie bloßstellen, womöglich anklagen, der Unzucht bezichtigen, sie mindestens aber in Schimpf und Schande aus dem Haus jagen – es fände sich wohl niemand, der Maria verteidigen und freisprechen würde. 

Und sich scheiden lassen? Scheiden lässt sich man sich meist schon aus weniger gewichtigen Gründen. Aber noch waren sie gar nicht verheiratet. Trennung also? Still und heimlich vielleicht? Ohne viel Aufhebens. Man könne ja erklären, dass es eben schon länger aus ist. Jetzt würde es offiziell. Man trennt sich. Maria zieht aus. Niemand würde Fragen stellen. Man nimmt es zur Kenntnis.

Ihn ihm brodelt es. Er kämpft mit sich selbst. Der Grund dafür ist einfach: Er liebt sie!

Er durchlebt schwere Tage und ganz sicher ebenso schwere Nächte. Er kann nicht einschlafen, und wenn die Müdigkeit endlich seine Augen schließen lässt, schütteln ihn schwere Träume. Es lässt ihn nicht los.

Doch dann, eines Nachts, als er sich wieder schweißgebadet hin und her wälzt, erscheint ihm im Traum ein Engel. Also jemand, der zu ihm steht. Der seine wahren Wünsche kennt und ihm seine Ängste nehmen will. Und das, was der Engel ihm sagt, ist gut! Tut gut! Er versteht es zwar nicht, aber es bestärkt ihn. Und Kraft würde er brauchen. Viel Kraft. 

Sie würde ein Kind bekommen, jedoch nicht von ihm. Niemand wird es wissen, nur sie beide. Die anderen werden sich über den frühen Geburtstermin die Mäuler zerreißen: »Die mussten heiraten!«, werden sie sagen, »Sie schliefen miteinander, noch vor der Ehe!«, werden sie tuscheln. 

Ob er das Kind so lieben können wird, wie sein eigenes? Doch! Da ist er sich sicher. Er legte es in Gottes Hände und gibt dem Kind sehr bewusst den Namen Jesus – es bedeutet »Gott ist Hilfe, Rettung und Heil!« . Das ist genau das, was er jetzt und in Zukunft braucht, um das alles durchzustehen. Hilfe, Rettung und Heil. Und genau das hat er gefunden. In sich selbst. Im Traum. Das Kind wird diesen Namen tragen. Damit sie es nie vergessen.

Seine Entscheidung war gefallen: Maria und Joseph – nur einfach verliebt, nun verlobt und irgendwann verheiratet. Er steht zu ihr und zu dem Kind. Nun warten sie gemeinsam auf das, was kommen mag. 

Sich geborgen fühlen 

Getrost erwarten, was kommen mag! Das erinnert mich an Dietrich Bonhoeffer, der im Dezember 1944, nur wenige Monate vor seiner Hinrichtung am 9. April 1945, einige Verse als Weihnachtsgruß an seine Verlobte schrieb. Der letzte Vers lautet:

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Hilfe, Rettung und Heil. In sich finden. Auch das meint Advent.

Freitag, 3. Dezember 2021

4. Dezember: Fest der Heiligen Barbara

 

Die Heilige  Barbara  stammte aus Kleinasien. Im Jahr 306 starb sie den Märtyrertod, weil sie Christin war. Am Tag ihres Todes soll ein Kirschzweig, den sie zuvor ins Wasser gestellt hatte, zu blühen begonnen haben. An ihrem Festtag, dem 4. Dezember, werden heute vielerorts Kirschzweige abgeschnitten und in eine Vase gestellt, damit sie zu Weihnachten blühen. Die Blüten dieser „Barbarazweige“ symbolisieren dabei die Geburt Jesu.

 

Für uns Christen ist Jesus das „neue Leben“. Die Heilige Barbara wird aber auch als eine der vierzehn Nothelfer und als Patronin der Bergleute und Architekten verehrt. In vielen Tunnel stehen heute Barbara-Statuen zum Dank für unfallfreie Arbeiten beim Bau der Strecke. Auch im Wiener U-Bahn-Netz. In Matzen im Nordvikariat hat seit vielen Jahrzehnten die Barbarafeier der OMV-Mitarbeiter Tradition.


Gebet Hl. Barbara

 

Lebensspendender Gott,

du hast Barbara in ihrer dunkelsten Zeit

des Eingesperrtseins und Verurteiltseins,

Hoffnung geschenkt.

Barbara hat in deiner Zusage

"Ich bin bei euch"

neue Kraft gefunden.

Sichtbar wurde das im Zweig,

der im Winter erblühte

und uns bis heute an diese mutige Frau erinnert.

Auch wir erleben in diesen Tagen ein Eingesperrtsein,

vielfach auch Einsamkeit und Mutlosigkeit.

 

Wenn wir diese Zweige jetzt ins Wasser stellen,

sollen sie uns jeden Tag daran erinnern,

dass du da bist.

 

So bitten wir -

Schenke du das lebendige Wasser, das uns belebt.

Gieße Wasser in die vorbereitete Vase.

Schenke du Licht in der Dunkelheit.

Steck den Zweig in die Vase mit Wasser.

Schenke du ein Aufblühen und Neuwerden, Freude und Zuversicht.

Stell die Vase an einen passenden Ort.