Samstag, 30. Oktober 2021

Ostern als Ursprung von Allerheiligen


Ab dem 4. Jahrhundert ist ein Fest für alle Heiligen überliefert. Die frühen Christen gedachten am Sonntag nach Pfingsten aller Heiligen, denn sie waren vom Osterfest lange nicht wegzudenken. Dieser "Herrentag aller Heiligen" geht auf Johannes Chrysostomus zurück und wurde damals am Oktavtag von Pfingsten gefeiert. In der griechisch-orthodoxen Kirche hat sich dieser Festtermin bis heute erhalten.

Das Leben der Heiligen wurde als Spiegel des Heilsgeschehens an Ostern verstanden. In dieser Wiese versteht es auch der Apostel Paulus im 1. Korintherbrief, wenn er von der Auferstehung spricht (vgl. 1 Kor 15,23).

Liturgiegeschichtlicher Ursprung in Rom

Liturgiegeschichtlich liegt der Ursprung des Allerheiligenfestes in der Weihe eines heidnischen Tempels in Rom, der allen Göttern des Heidentums geweiht war und nun zu einer christlichen Kirche wurde. Diese Kirchweihe fand wahrscheinlich im Jahr 609 statt. Dieser heidnische Tempel ist in Rom bis heute erhalten und trägt den Namen „Pantheon“, also gebaut und gewidmet allen Göttern des Heidentums zur Ehre. Er wurde nun geweiht auf den Titel: „Maria, Königin aller Märtyrer“.

Hochfest Allerheiligen im „Totenmonat“ November

Ab dem 8. Jahrhundert verblasst der Zusammenhang von Ostern und dem „Herrentag aller Heiligen“ allmählich, sodass er zunächst in Irland am 1. November gefeiert wurde. Im Vordergrund stand nicht mehr das Osterfest, sondern die vergehende Natur: Anfang November begann in Irland der Winter und das neue Jahr. Irische Missionare brachten das neue Allerheiligenfest im 9. Jahrhundert auf den Kontinent. Der Termin von Allerheiligen passt auch deshalb in den Totenmonat November, weil sich der lebende Christ durch Jesus Christus mit den Toten verbunden weiß.

Die sichtbare Vergänglichkeit in der umgebenden Natur sensibilisiert den Menschen für die Vergänglichkeit der irdischen Welt. Dadurch öffnet sich der Blick auf das Leben nach dem Tod und die Vorbilder dorthin: alle Heiligen.

Papst Gregor IV. setzt Fest Allerheiligen 835 ein

Im Jahr 835 setzt Papst Gregor IV. das Fest offiziell im Kalender fest. Die Kirche gedenkt an diesem Tag nicht nur der vom Papst heiliggesprochenen Frauen und Männer. An Allerheiligen wird auch jener Menschen gedacht, die ihren Glauben still gelebt und ihr Christsein konsequent verwirklicht haben.

Daraus ergibt sich eine erweiterte Definition des Heiligenbegriffs, die an das Verständnis der Paulusbriefe anknüpft. Auch Papst Franziskus nimmt in seinem Dokument "Gaudete et exultate“ (Freut euch und jubelt) dieses weite Verständnis des Heilig-Seins auf.

Allerseelen: Allerheiligen wird Doppelfest

Dazu passt die Einführung des Festes Allerseelen. Von Abt Odilo von Cluny zunächst im Jahr 998 in den ihm unterstellten Klöstern eingeführt, dient der Allerseelentag heute in der ganzen katholischen Kirche der Fürbitte nach Vollendung der Verstorbenen bei Gott.

Über viele Jahrhunderte haben sich die Gläubigen damit befasst, wie sie den Verstorbenen bei der endgültigen Erlösung helfen können. Vor allem durch „gute Werke“ an den armen Menschen im Diesseits wollte man den Seelen im Jenseits helfen.

Mittwoch, 27. Oktober 2021


 

Samstag, 23. Oktober 2021

Spenden am Weltmissionssonntag 2021

 


Die Kollekte am Weltmissionssonntag ist die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. Mehr als 100 päpstliche Missionswerke auf allen Kontinenten sammeln an diesem Sonntag für die pastorale und soziale Arbeit der Kirche in den 1.100 ärmsten Diözesen. Gläubige weltweit setzen damit ein Zeichen der Hoffnung für die Ärmsten und Bedürftigsten in Afrika und Asien.

Ihre Spende zum Weltmissionssonntag wirkt, weil sie dort ankommt, wo die Not am größten ist.

Machen auch Sie mit und schenken Sie Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Mittwoch, 20. Oktober 2021

 


Gebückt und eingehüllt in Staub schuftet Mehnaz seit sie klein ist in einer Ziegelfabrik in Pakistan. Mit der Covid19-Pandemie schrumpft der zuvor schon karge Lohn der Hunderten Menschen dort weiter. Um zu überleben, brauchen sie rasche Hilfe.

Mit bloßen Händen formen Mehnaz und ihr Mann die Ziegelsteine aus Ton und Lehm. Die Luft ist stickig und voller Staub. Dichter schwarzer Rauch dringt aus den Schloten der Fabriken. Die zwei kleinen Kinder des Paares müssen mithelfen und 16 Stunden am Tag die schweren Steine schleppen. Schule gibt es am Rande der Stadt Multan in Pakistan keine. Und Geld, sie woanders hinzuschicken, erst recht nicht.

Christinnen und Christen in der Schuldenspirale

Mehnaz und ihr Mann sind so wie Hunderte andere hier Christen. Im mehrheitlich muslimischen Pakistan bleibt ihnen als Arbeit oft nur das, was sonst niemand machen will. So verdingen sich seit Generationen viele in den Ziegelfabriken. Umgerechnet drei Euro Lohn erhält Mehnaz am Tag. Das reicht nicht zum Leben. Die Arbeiterinnen und Arbeiter sind gezwungen, sich vom Fabrikchef einen Vorschuss ausbezahlen zu lassen. Monat für Monat steigen so ihre Schulden bei ihm weiter. „Wir sind ihm völlig ausgeliefert“, sagt Mehnaz, „und kommen aus dieser Spirale nicht raus.“

Hungern wegen Covid19

Das Leben von Mehnaz, ihrem Mann und etwa 200 weiteren Familien ist das von modernen Sklaven. Sie hausen in brüchigen Baracken aus Lehm, ohne fließendes Wasser und nur stundenweise mit Strom. Um die Luftqualität in der Corona-Pandemie zu verbessern, ordnete der pakistanische Staat die zeitweise Schließung der Ziegelfabriken an. Eine Katastrophe für Mehnaz und die anderen – plötzlich verloren sie den Rest ihres kargen Lohnes. Hunger zog in die Hütten. „Ich weiß nicht mehr, wann ich das letzte Mal gegessen habe“, klagt Habib, ein Nachbar von Mehnaz.

Hilfe ist möglich

„Wir hatten schon keine Hoffnung mehr“, sagt Mehnaz: Keine Arbeit, kein Lohn, dazu hohe Schulden und Kinder, die Hunger haben. Nun versucht Missio Österreich mit der örtlichen Caritas das Leid zu lindern. Solange die Fabriken geschlossen bleiben, bekommen 1.400 Menschen auf dem Gelände der Fabriken Essenspakete. Sie enthalten Mehl, Reis, Linsen und Öl sowie Milch, Zucker und Früchte. Damit die Menschen in den kalten Nächten nicht länger auf dem Boden schlafen müssen, erhalten sie Decken und Matratzen. Spenden Sie diesen geschundenen Menschen Hoffnung. Ihre Hilfe rettet Leben!

Verändern Sie mit uns die Welt!

  • Mit 35 Euro versorgen Sie eine ganze Familie zwei Monate lang mit Nahrung.
  • Für 70 Euro lassen sich 60 Kilo Linsen für die Kleinsten kaufen.
  • Mit 90 Euro bekommen zwei Familien Essen und wärmende Decken sowie Matratzen.
  •  IBAN: AT96 6000 0000 0701 5500 BIC: BAWAATWW

Sonntag, 17. Oktober 2021

Corona-Katastrophe in Indien

 


Überfüllte Spitäler, kaum Medikamente und zu wenig Sauerstoff. Mit bis zu 400.000 neuen Covid-Fällen pro Tag kollabiert Indiens Gesundheitssystem. Die Schwächsten trifft die Tragödie am härtesten. Die Missio-Partner vor Ort tun alles, um jetzt ihr Leid zu lindern – und sie brauchen dafür dringend Ihre Unterstützung.

Wer hat sie nicht gesehen, die Bilder der nächtlichen Rauchschwaden über improvisierten Krematorien inmitten von Indiens Hauptstadt Delhi. Es sind apokalyptische Szenen die dem „Inferno“ von Dante gleichen, wie eine Zeitung festhält. Und sie verdecken doch das Drama, das sich unten, in den Städten und Dörfern von Indien, gerade entfaltet.

Augenzeuge der Katastrophe

Langjährige kirchliche Partner wenden sich in diesen Tagen verzweifelt an Missio Österreich. Sie sind krisenerprobte Profis, die es gewohnt sind, schwierige Situationen zu meistern und die nun doch kaum mehr weiterwissen angesichts des Ausmaßes der Katastrophe.

Franklin Menezes ist Direktor der Caritas in Kalkutta und er hat Tränen in den Augen, wenn er verfolgt, wie Indien mit offiziell bis zu 400.000 neuen Covid-Fällen pro Tag immer tiefer in die Katastrophe abgleitet: „Vor den Spitälern stehen die Rettungswägen Schlange. Darin liegen Menschen, die in Betten aufgenommen werden sollen, die es längst nicht mehr gibt. Die Sauerstoff erhalten sollen, der gar nicht mehr vorhanden ist. Die von Schwestern und Ärzten behandelt werden sollen, die selbst am Ende ihrer Kräfte sind und von denen sich etliche bereits infiziert haben.“ Erst der Leichtsinn und die Ignoranz der Regierenden hätten nach einem vergleichsweise milden Verlauf der Pandemie im vergangenen Jahr die nunmehrige Eskalation ermöglicht.

Ein Appell aus Kalkutta

Wie schlimm die Lage ist, verdeutlicht Caritas-Direktor Menezes in seiner Nachricht an Missio Österreich. Er berichtet von Menschen, die hilflos auf der Straße sterben müssen. Die ersticken, weil der Sauerstoff fehlt, um sie zu beatmen. Aber auch er bekräftigt seinen Willen, gerade jetzt die Menschen nicht im Stich zu lassen. Als langjähriger Partner von Missio weiß er, was es braucht, damit durch Prävention Menschenleben gerettet werden können. Und so wendet er sich direkt an die Spenderinnen und Spender in Österreich. „Wir appellieren an euer mitfühlendes Herz und eure großzügigen Hände, uns jetzt zu helfen, um wertvolle Leben zu retten. Wir brauchen euch.“ Den letzten Satz seiner Botschaft formuliert er auf Deutsch: „Ich bin, weil Du da bist.“

Unterstützen Sie bitte die Nothilfe-Maßnahmen, die Missio Österreich gemeinsam mit seinen kirchlichen Partnern in Indien ins Leben gerufen hat. Sie retten damit Menschenleben!

„Wir appellieren an euer mitfühlendes Herz und eure großzügigen Hände, uns jetzt zu helfen, um Leben zu retten. Wir brauchen euch!“

Franklin Menezes, Direktor der Caritas in Kalkutta

 IBAN: AT96 6000 0000 0701 5500 BIC: BAWAATWW 

Mittwoch, 13. Oktober 2021

Marienandacht


 Mit diesen Worten bat Papst Franziskus die Gottesmutter um Beistand angesichts der
Corona-Pandemie.


 



 






 

"O Maria,
Du erleuchtest immer unseren Weg
als ein Zeichen der Erlösung und Hoffnung.
Wir vertrauen uns Dir an, Du Gesundheit der Kranken,
die Du am Kreuz an den Schmerzen Jesu teilhattest
und Deinen Glauben bewahrt hast.

Du, Heil des Volkes,
weißt, was wir brauchen.
Und wir sind sicher, dass du dafür sorgen wirst,
dass so wie in Kana in Galiläa
die Freude und das Fest zurückkehren werden
nach der gegenwärtigen Prüfung.
Hilf uns, Mutter der göttlichen Liebe,
dem Willen des Vaters nachzukommen
und das zu tun, was Jesus uns sagt,
der unsere Sorgen
und unser Leid auf sich genommen hat,
um uns durch das Kreuz
zur Freude der Auferstehung zu führen. Amen.

Unter Deinem Schutz suchen wir Zuflucht, Heilige Mutter Gottes.
Verachte nicht die Bitten von uns in diesen Zeiten der Prüfung,
und erlöse uns von aller Gefahr, o glorreiche und gesegnete Jungfrau."
(Papst Franziskus)

 

Kardinal De Donatis sagte in seiner Predigt: „Maria ist bei uns und wir bitten sie um ihre mächtige Fürsprache”. 

In diesem Sinne möchten wir mit der folgenden Marienandacht einladen, Papst Franziskus Beispiel zu folgen.


Zur Marienandacht

Samstag, 9. Oktober 2021

Save-the-Date: Was brauchst du, Kirche? Was brauchst du, Burgenland?


Am 17. Oktober um 15 Uhr findet in Oberwart die diözesane Auftaktveranstaltung zu dem von Papst Franziskus initiierten weltkirchlichen synodalen Weg statt, der im Oktober 2023 in der finalen Generalversammlung der         16. Bischofssynode gipfelt.  
Zum Thema "Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Partizipation und Mission" sind alle Katholiken eingeladen hinzusehen, hinzuhören, mitzureden und zu Veränderungen in der Kirche beizutragen.

Eisenstadt/Oberwart – Im Mai 2021 initiierte Papst Franziskus einen weltkirchlichen synodalen Prozess. Durch neuartige Änderungen im Verfahren einer Bischofssynode sind erstmals in der Geschichte alle eingeladen, die eigene Stimme und Erfahrung zu nutzen, zu teilen und sich am Prozess der Veränderung und Entwicklung in der Kirche direkt zu beteiligen. Den "gemeinsamen Weg" eröffnet Papst Franziskus feierlich am 9. und 10. Oktober in Rom. Am 17. Oktober um 15 Uhr findet dann in der Informhalle Oberwart mit Bischof Zsifkovics die diözesane Auftaktveranstaltung statt.

Was brauchst du...?
"Wir wollen hinhören und hinsehen, wir wollen die Meinungen der Menschen ernstnehmen und mit ihnen an einer lebendigen Kirche der Zukunft arbeiten. Wir wollen gemeinsam ein starkes Zeichen für die Entwicklung der Weltkirche und der Kirche im Burgenland setzen", so Michael Wüger, designierter Generalvikar der Diözese Eisenstadt.
Frei nach dem Bibelzitat "Was willst du, dass ich dir tue?" (Lk 18,41) sind alle Menschen des Burgenlandes dazu aufgerufen gemeinsam mit der Kirche am Weg der Entwicklung mitzuwirken und sich Gedanken zu machen über die Fragen:

  • Was brauchst du, Burgenland?
  • Was kann die Kirche dazu beitragen?
  • Warum könnte das Burgenland derzeit auch gut ohne die Kirche leben?

In Konsultationen auf verschiedenen diözesanen Ebenen sollen alle Getauften gehört und in ihrer Meinung ernst genommen werden. Ziel ist es, allen Menschen die Gelegenheit zu bieten "aufeinander und auf den Heiligen Geist zu hören", so Papst Franziskus.

Die 16. Ordentliche Bischofssynode – Zentrale Neuheiten
Das Generalsekretariat der Bischöflichen Synode im Vatikan, geleitet von Kardinal Mario Grech, veröffentlichte ein sieben Seiten langes Dokument mit Einzelheiten zu dem neuen Verfahren. Die zentrale Neuheit liegt darin, dass die Synode nicht nur im Vatikan stattfindet, sondern vorab einen synodalen Weg zurücklegt, der aber bereits selbst Teil der Bischofssynode ist. Auf diese Weise wird die Bischofsversammlung jede Teilkirche der fünf Kontinente mit einbeziehen und sich im Dreischritt diözesan, kontinental und weltkirchlich entwickeln. Die 16. Ordentliche Bischofssynode war ursprünglich für Oktober 2022 einberufen und findet jetzt, gestreckt auf zwei Jahre, von Herbst 2021 bis Herbst 2023 statt. Damit ist die kommende Synode die erste, die dezentral und in Form eines Weges stattfindet. Papst Paul VI. hatte das Instrument der Bischofssynode 1965 ins Leben gerufen, um die kollegiale Erfahrung des Zweiten Vatikanischen Konzils fortzusetzen.


Mittwoch, 6. Oktober 2021

Marienandacht

 

Maria ist eine faszinierende Frau. Verschiedene Feste, die wir im Laufe des Jahres feiern, schaffen unterschiedliche Zugänge zu dieser Person und zeigen ihre Bedeutung in der Frömmigkeit auf. Ihr Vertrauen auf Gottes Anruf macht sie zu einer Fürsprecherin und „Mutter aller Glaubenden“.

In Maria begegnen wir einer bodenständigen Frau, die ein klares Ja zu Gottes Willen ausgesprochen hat. Maria zeichnet Hingabe, Treue, Vertrauen und Hilfsbereitschaft aus. Diese Haltung lässt sich mit Demut („humilitas“) beschreiben, was zusammenhängt mit „humus“, Erdboden, mit dem, was ganz unten ist. Als „Frau aus dem Volk“ erscheint Maria populär und bietet eine Vielzahl von Berührungspunkten an: als Tochter, Mutter, Schwester, Arbeiterin, Fürsprecherin und Wegweiserin. Das Bild der Knotenlöserin wird uns in dieser Maiandacht begleiten.

Maria Knotenlöserin


Sonntag, 3. Oktober 2021

Freitag, 1. Oktober 2021