Mittwoch, 29. September 2021

­ ­ Dreikönigsaktion, Hilfswerk der Katholischen Jungschar - Südwind-Buchtipp

"Wer ernährt die Welt wirklich?"

Neue Erde; Feltrinelli Editore (2021)
256 Seiten - 18,60€



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Hauptbeschreibung
In dieser Abrechnung der Aktivistin Vandana Shiva wird eindrucksvoll dargelegt, wie die Agrargroßindustrie mit Chemie und Gentechnik den Planeten plündert, die Lebenswelt zugrunde richtet und unsere Gesundheit untergräbt. Und sie zeigt faktenreich und sachkundig auf, wer wirklich unsere Nahrungsgrundlage sicherstellt und wie wir den Hunger besiegen und unsere Nahrungssicherheit wieder herstellen können.

Nur 30 Prozent der von den Menschen verzehrten Lebensmittel stammen aus industriellen Großbetrieben, 70 Prozent aus kleinen, biologisch vielfältigen Betrieben. Dafür werden 75 Prozent der ökologischen Zerstörung unseres Bodens, unseres Wassers und unserer biologischen Vielfalt durch industrielle Anbaumethoden verursacht, und 40 Prozent der Klimaverwüstung, die wir heute erleben, ist auf die industrielle globalisierte Landwirtschaft zurückzuführen.

Das heißt: Die industrielle Landwirtschaft wird, bis sie auch nur 40 Prozent unserer Nahrungsmittelversorgung bereitstellen kann, 100 Prozent unserer ökologischen Lebensgrundlage zerstört haben. Dies ist ein Rezept für unser Aussterben, nicht für die Ernährung der Welt.

Der biologische Anbau in landwirtschaftlichen Betrieben und Gärten überall muss zur planetarischen Mission werden. Wir müssen für ein Ernährungs- und Landwirtschaftssystem innovativ tätig werden, das die Erde, unsere Gemeinschaften, unsere Städte und unsere Gesundheit regeneriert. Das ist Agrarökologie.

Hier erhältlich: Südwind-Buchwelt

Sonntag, 26. September 2021

Freitag, 24. September 2021

Dienstag, 21. September 2021

Corona ist uns passiert


 A paar Gedanken

 

Unfreiwillig,

Der Politik.

Den Religionsgemeinschaften.

Der Wirtschaft.

Den pädagogischen Institutionen.

Den sozialen Dienstleistungen.

Den Gesundheitseinrichtungen.

Unserer freien Gesellschaft.

Jedem und jeder einzelnen.

Den Jüngeren und Älteren.

 

Ein kleiner Virus legt Systeme lahm.

Schau auf dich, schau auf mich.

Nur ja niemanden anstecken, schon gar nicht jemanden von den Risikogruppen.

Oma und Opa gehören da dazu und ein paar Leute aus dem Freundeskreis auch.

Die Menschen und das Gesundheitssystem vor einer Überlastung schützen.

Eine gar nicht so kleine Verantwortung.

Corona hat uns verunsichert in bisher sicheren Lebensabläufen.

Und wir verzichten auf Vieles, was unser Leben lebenswert macht.

Vielleicht ist das alles ja doch eine Verschwörung gegen die Freiheitsrechte?

 

Wer ist jetzt schuld an was?

In der Ohnmacht, im Zorn und in der Verzweiflung suchen wir nach Schuldigen …

am Lockdown – weil´s Party gemacht haben oder einkaufen waren.

Wir suchen nach Schuldigen, weil ich oder ein mir nahestehender Mensch an Corona erkrankt ist und der Verlauf nicht so ein leichter ist, wie gehofft.

Bin ich schuld, weil jemand krank geworden ist? Hab ich mich doch ein Mal zu wenig desinfiziert oder falsch gehustet?

 

Alles hat seine Berechtigung: die Ohnmacht, der Zorn, der Überdruss, die Verzweiflung.

Verantwortung übernehmen für mein Denken, Fühlen und Handeln fängt bei mir an.

Und Schuldzuweisungen lenken davon ab, eigenverantwortlich mit der Situation, die ist, wie sie ist, umzugehen.

Wir alle geben unser Bestes – so gut wir können.

Wir sind keine Richter*innen und müssen auch keine sein.

Und miteinander leben ohne Barmherzigkeit und gegenseitiges Verzeihen funktioniert einfach generell nicht.

Sonntag, 19. September 2021

Freitag, 17. September 2021

Wer ist Jesus?

  Der Messias? Gottes Sohn? 

Was ist das Besondere an ihm?


Keine Märchenfigur

Jesus von Nazaret hat wirklich gelebt. Das bezweifelt heute kein ernst zu nehmender Historiker mehr. Zu den sicheren Fakten gehören: Jesus wird irgendwann zwischen 7 und 4 vor unserer Zeitrechnung geboren, wächst in einer jüdischen Familie in Galiläa auf, arbeitet vermutlich als Zimmermann, tritt mit ca. 30 Jahren an die Öffentlichkeit, sammelt eine Jüngerschaft aus Männern und Frauen um sich und gerät durch unkonventionelle Worte und Taten in Konflikt mit der religiösen Obrigkeit seines Volkes. Er wird vom römischen Gouverneur Pontius Pilatus wegen Rebellion zum Tod verurteilt und stirbt - vermutlich am 15. Nisan (7. April) 30 n. Chr. - vor den Mauern Jerusalems den Verbrechertod am Kreuz. Mit diesem Schicksal ist Jesus nicht allein. Auch andere mussten damals Ähnliches erleiden. Rom kreuzigte viele.

Wunder

Dass Jesus psychisch Zerrüttete („Besessene") und körperlich Kranke geheilt hat, gilt als historisch sicher. Auch andere „Wunderzeichen" werden von ihm überliefert, vor allem in den christlichen Evangelien. Indirekt bestätigt das aber auch die jüdische Tradition. So steht im Babylonischen Talmud  über Jesus: „Er hat Zauberei getrieben." (Sanhedrin, 43a)

Aber gibt es nicht viele Wundertäter? Heilige aller Religionen, Schamanen und Fakire, ja auch Sektierer aller Art wirken Unerklärliches. Man kann sie nicht alle als Betrüger abtun. Wir müssen damit rechnen, dass es sonderbare Phänomene gibt. Interessant ist, dass Jesus selbst seinen Wundern keine übergroße Bedeutung beimisst. „Schauwunder" lehnt er überhaupt ab (vgl. Markus 8,11-13; Lukas 23,8-11). Er weiß: Wunder sind keine Beweise für die Wahrheit (vgl. Matthäus 7,22f). Es gibt ihrer zu viele.

Verwegene Botschaft

Nicht seine Wunder, seine Botschaft hält Jesus für besonders wichtig und entscheidend. Dafür weiß er sich von Gott gesandt, dafür lebt er und dafür ist er auch bereit zu sterben. Die Wunder können sein Anliegen „nur" verdeutlichen und bis in das Körperliche hinein spürbar machen. Die Botschaft, um die es Jesus dabei geht, lässt sich kurz so wiedergeben:

„Das Reich Gottes ist nahe! (Markus 1,15) Das heißt: Gott setzt sich gegen alle Mächte des Bösen durch, auch wenn der Augenschein anderes vermuten lässt! Keine Schuld ist ihm zu groß und keine Krankheit zu mächtig. Schließlich wird er sogar den Tod entmachten. Gott ist „Abba" (= zärtlich liebender Vater). Bei ihm ist jeder Mensch gefragt, auch der letzte und schäbigste. Gott sucht ihn und will sich mit ihm verbünden - jetzt, durch mich! Nützt die Chance! Wenn ich Prostituierte und Zöllner an meinen Tisch rufe, lädt Gott selbst ein. Wenn ich heile, heilt Gott. Wenn ich Sünden vergebe, verzeiht Gott. Wenn ich zur Feindesliebe aufrufe, dann ist das Gottes Wille."

Prägnant wird im Johannes-Evangelium der hohe Anspruch Jesu zusammengefasst: „Ich und der Vater sind eins!" (10,30)

Eins mit Gott

„Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig." (Matthäus 10,37) Ein provokantes Wort. Ein hartes Wort. Kein Prophet darf so reden. Wer außer Gott selbst hätte das Recht zu sagen, die Beziehung zu ihm sei wichtiger als jede noch so fundamentale menschliche Liebe? Soll sich ausgerechnet an Jesus entscheiden, wie man es mit Gott hält? Wenn Jesus tatsächlich so oder so ähnlich gesprochen hat, dann...

Bitteres Ende

Kein Wunder, dass man ihn für einen Gotteslästerer hält und schließlich seinen Tod will (vgl. Markus 2,7; Johannes 10,33: „Du bist nur ein Mensch und machst dich selbst zu Gott!"). Doch Jesus bleibt seinem Auftrag treu. Und seine Jünger? Als sie sehen, dass ihm der Prozess gemacht wird, werden sie feige und laufen davon. Zu gut kennen sie die damals geltende Überzeugung: Wer am Kreuz endet, ist ein von Gott Verfluchter! Ihr Meister kann demnach nur ein Betrüger sein, bestenfalls ein frommer Narr.

Überraschung!

Aber dann geschieht etwas Überraschendes. Sehr bald nach dem Tod Jesu machen die verängstigten Jünger/innen eine umstürzende Erfahrung. Anfangs wagen sie gar nicht, mit Fremden darüber zu reden. Zu verrückt klingt die Sache. Nach 50 Tagen - so erzählt Lukas in seiner Apostelgeschichte - sagen sie es doch: „Dieser Jesus, der gekreuzigt worden ist, lebt! Er ist auferstanden!" Sein Tod war also nicht sinnlos. Gott hat Jesus nicht verflucht oder aufgegeben, sondern ist mit dem Gekreuzigten in die letzten Abgründe des Menschseins hinab gestiegen: in die Verworfenheit, die Ohnmacht, die Angst, das menschliche Versagen, das Leid, den Tod. Gott durchleidet und durchliebt in Jesus alle Dunkelheiten seiner Geschöpfe, um ihnen Licht und Leben zu bringen.

Immer klarer

Den Jünger/innen wird immer klarer: Im Gekreuzigten und Auferstandenen treffen die Menschen auf die Liebe Gottes, die auch die Dunkelheiten ihres Lebens mitleidet und sie eines Tages in Osterfreude verwandeln kann. Als Juden und Jüdinnen nennen sie Jesus deshalb Messias (= griechisch Christus) - das ist der jüdische Name für den erwarteten Bringer des Heiles - , aber auch Sohn Gottes, Wort Gottes, Bild Gottes, Kraft und Weisheit Gottes. Ja noch kühner, sie sagen zu ihm: „Mein Herr und mein Gott!" (Johannes 20,28). So rufen fromme Juden nur Jahwe-Gott an. Die Jüngerinnen und Jünger sind überzeugt: Jesus gehört untrennbar zu Jahwe-Gott; er ist aus Gott nicht mehr wegzudenken; er gehört zum Wesen Gottes. Von Gott ist er gekommen, zu Gott ist er zurückgekehrt. In Jesus zeigt Gott sein wahres Gesicht, öffnet er sein Herz - für alle Menschen.

Noch immer

Seit den Tagen der Apostel ist die Rede von diesem Jesus nicht mehr verstummt. Bis heute ist sein Geist, der kein anderer als der Geist Gottes ist, vielfältig am Werk, in den christlichen Kirchen, aber auch außerhalb ihrer sichtbaren Grenzen. So wird Jesus z. B. von über einer Milliarde Muslime für einen wichtigen Propheten gehalten. Auch manche Ungläubige - wie z. B. Umberto Eco - schätzten ihn als Ideal der Humanität, als "Modell der universalen Liebe, der Vergebung für die Feinde und des zur Rettung der anderen geopferten Lebens"1. Und unzählige gläubige Menschen finden in ihm all das, was sie brauchen, um sinnvoll leben, lieben und sterben zu können.

 Karl Veitschegger

Mittwoch, 15. September 2021

Dienstag, 14. September 2021

Mittwoch, 8. September 2021

10 Tipps, was Sie für das Klima tun können

 Wäsche, Wärme, Beleuchtung: Es gibt jede Menge Möglichkeiten, CO2 zu sparen. Das Gute daran: Viele davon sind ganz einfach, senken die Lebensqualität in keiner Weise und erfordern kaum Umstellung im Alltag. Dafür sind sie enorm sinnvoll, denn in den vergangenen 150 Jahren stieg die CO2-Menge in der Atmosphäre um 40 Prozent.

Doch welche Maßnahme spart wie viel CO2? Hier sind die Antworten: zehn Energiespartipps, die wirklich was bringen fürs Klima.


1. STROM VOM UNABHÄNGIGEN ÖKO-ANBIETER

Der Wechsel ist ganz einfach – und bringt enorm viel für das Klima. Ein durchschnittlicher Drei- bis Vier-Personen-Haushalt kann dadurch im Jahr bis zu 1,9 Tonnen CO2 einsparen.

2. MIT FAHRRAD, BUS ODER BAHN ZUR ARBEIT

Wer pro Tag rund 20 Kilometer Arbeitsweg zurücklegt, spart bei einem PKW-Durchschnittsverbrauch von acht Litern auf 100 Kilometer rund 640 Kilogramm CO2 im Jahr.

3. WENIGER FLEISCH AUF DEM TELLER

Wer sich ausgewogen und fleischreduziert ernährt (oder sogar Vegetarier ist), erspart dem Weltklima rund 400 Kilogramm CO2 im Jahr.

4. KURZSTRECKENFLÜGE CANCELN

Ein einziger Hin- und Rückflug Hamburg – München verursacht 340 Kilogramm CO2. Die Bahnfahrt dauert länger, ist aber viel umweltfreundlicher.

5. BIO AUS DER REGION INS KÖRBCHEN

Beim Bioanbau wird nur etwa die Hälfte der Energiemenge benötigt, die konventionelle Landwirtschaft braucht. Bei langen Transportwegen entstehen außerdem überflüssige Emissionen: Eine Mahlzeit von 100 Gramm Spargel aus Chile verursacht allein durch den Transport 1,7 Kilogramm CO2-Ausstoß. Aus der eigenen Region zur Spargelzeit sind es nur 60 Gramm.

6. HEIZUNG RUNTERDREHEN

Keiner soll im Kalten sitzen! Aber die Absenkung der Raumtemperatur um nur ein Grad senkt die CO2-Emissionen eines Vier-Personen-Haushalts pro Jahr um rund 350 Kilogramm. Senkt man die Temperatur in der Nacht in der Wohnung generell auf 15 bis 16 Grad, spart das noch einmal knapp 300 Kilogramm CO2.

7. VOLLE MASCHINE, NIEDRIGE TEMPERATUR

Die Vorwäsche weglassen und grundsätzlich mit höchstens 60 Grad waschen – nur in Ausnahmefällen mit 95 Grad. Die meiste Wäsche wird auch bei 30 bis 40 Grad sauber. Anschließend nicht in den Trockner sondern auf die Leine. Einsparpotenzial: bis zu 330 Kilogramm CO2 pro Person und Jahr.

8. ENERGIEFRESSER IM LADEN LASSEN

Wer Neuanschaffungen macht, sollte auf die Energieeffizienz der Geräte achten: Nicht immer ist das billigste Gerät auf Dauer auch das preisgünstigste. Einsparungen bis 50 Prozent sind möglich!

9. BYE-BYE STANDBY

Standby-Schaltungen sind praktisch, weil man nicht mehr von Sofa runter muss, um Fernseher oder Stereoanlage einzuschalten. Aber die Geräte verbrauchen auch in diesem Zustand Energie – oft unnötig viel. Geräte, die keinen Ausknopf haben sollten an eine schaltbare Steckerleiste angeschlossen werden. So lassen sich pro Haushalt bis zu 300 Kilogramm CO2 sparen.

10. ERLEUCHTUNG MIT LEDS

LED-Leuchtmittel benötigt bis zu 90 Prozent weniger Energie als herkömmliche Glühbirnen. Eine Schätzung aus Großbritannien besagt: Wenn pro Haushalt nur eine normale Glühbirne gegen eine LED ausgetauscht wird, kann dafür ein (Kohle-)Kraftwerk abgeschaltet werden. 

Samstag, 4. September 2021

Klimaschutz - was können WIR beitragen?

 


»Wir alle tragen Verantwortung für unseren Planeten.« Das stimmt, reicht aber nicht. Jedes individuelle Bemühen um umweltfreundliches und ressourcenschonendes Verhalten muss von der staatlichen Politik unterstützt werden. Dabei kommt es auf die Nachhaltigkeit der lokalen und nationalen, der europäischen und schließlich auch der globalen Entscheidungen an.

Schuldzuweisungen helfen nicht weiter, das gilt auch für Umweltfragen. Um einen Paradigmenwechsel herbeizuführen, muss jeder Einzelne aktiv werden und andere zum Mitmachen bewegen.

Wir können einiges tun:

  • Wir können Passivhäuser fördern, die wenig Energie verbrauchen, oder sogar Plusenergiehäuser, die mehr Energie erzeugen, als ihre Bewohner verbrauchen.

  • Wir können Energie sparen, indem wir weniger elektrische Geräte benutzen und vermehrt erneuerbare Energien einsetzen.

  • Wir können im Stadtverkehr aufs Auto verzichten, indem wir Fahrgemeinschaften bilden und natürlich öffentliche Verkehrsmittel nutzen.

  • Wir können mit dem Zug reisen statt mit dem Flugzeug.

  • Wir können lokale Produkte kaufen statt den berühmten Becher Erdbeerjogurt, der nach Berechnungen des Wuppertal Instituts insgesamt 8000 Kilometer mit dem LKW kreuz und quer durch Europa hinter sich hat, bevor er in Stuttgart im Supermarktregal steht.

  • Wir können Müll trennen und Müll vermeiden, indem wir zum Beispiel auf Produkte mit aufwendiger Verpackung verzichten.

  • Wir können unseren Fleischkonsum reduzieren, und zwar nicht nur unserer Gesundheit zuliebe, sondern auch im Hinblick auf die Umweltbelastung: Bei der Erzeugung von einem Kilo Kalbfleisch fallen 14 Kilo CO2.

  • Und schließlich können wir in kleineren Geschäften einkaufen oder durch unser Kaufverhalten das Warenangebot der Supermärkte beeinflussen, denn die großen Ketten werden auf die veränderte Nachfrage reagieren.

Mittwoch, 1. September 2021

KIRCHE UND KLIMASCHUTZ - SCHÖPFUNG BEWAHREN

 


Für Christ:innen ist die Erde eine Schöpfung, die es zu erhalten gilt. Sie wurde uns als Lebensort zur Verfügung gestellt. Schon die ersten Seiten der Genesis sprechen davon, dass die Erschaffung der Erde „gut“ ist. „Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut.“ (Gen 1,31). Die Schöpfung Gottes ist kein Zufallsprodukt. Sie ist gewollt und aus Liebe („creatio ex amore“) erschaffen.

Der Mensch ist Teil der Schöpfung, er steht nicht über ihr, sondern ist ein Teil des Universums. In besonderer Achtung vor der gesamten Umwelt – der Pflanzen, der Tiere, des Wassers, der Luft und der Erde – trägt der Mensch die Sorge für den Fortbestand des Lebens. Franz von Assisi hat auf diesen Aspekt auf besondere Weise hingewiesen: Im „Sonnengesang“ werden die Mitgeschöpfe seine Geschwister (u.a. „Bruder Sonne“ und „Schwester Mond“) genannt.

Papst Franziskus schreibt in seiner Enzyklika Laudato Si "Es gibt nicht zwei Krisen nebeneinander, eine der Umwelt und eine der Gesellschaft, sondern eine einzige und komplexe sozio-ökologische Krise"

Die Worte sind sehr treffend, denn unsere Erde und damit auch die Bewohner:innen sind heute mehr denn je bedroht: Menschengemachter Klimawandel, Abholzung der Regenwälder, Massentierhaltung und Energieverschwendung stehen in einem krassen Widerspruch zur (biblischen) Schöpfungsverantwortung. Die Endlichkeit natürlicher Ressourcen ist spürbar. Die globale Erwärmung und die Emissionen von Treibhausgasen steigen – mit katastrophalen Folgen für Menschen, Gesellschaften, Tiere und die gesamte Schöpfung. Angesichts dieser Entwicklungen engagieren sich die christlichen Kirchen schon seit vielen Jahren für den Erhalt der Schöpfung. 

Erste kirchliche Umweltinitiativen entstanden Anfang der 80-er Jahre. Seit dem Jahr 2000 gibt es die Konferenz diözesaner Umweltbeauftragter, in der Umweltbeauftragte der katholischen und evangelischen Kirche zusammenarbeiten.