Mittwoch, 30. Juni 2021

Mittwoch, 23. Juni 2021

Mittwoch, 16. Juni 2021

Das Neue" zeigt sich unterwegs

 Das Forum Katholische Erwachsenenbildung der Diözese Eisenstadt lädt gemeinsam 

mit Ferdinand Kaineder zu den Spiri#Walks ein. 

Ab Juli starten die ein- bis dreitägigen Pilgerwanderungen im ganzen Burgenland.

Eisenstadt – Am 9. Juli laden das Forum Katholische Erwachsenenbildung und der renommierte Medienexperte, Coach und Theologe Ferdinand Kaineder zu einem dreitägigen Spiri#Walk im Südburgenland ein. Von 26. bis 28. August geht es bei jeweils eintägigen Pilgerwanderungen durch das Nord-, Mittel, und Südburgenland. Ziel ist, gemeinsam Neues zu entdecken, sich auf veränderte Sichtweisen einzulassen und Spiritualität inmitten der Schönheit des Burgenlandes schrittweise zu erfahren. "Geplant sind besondere Begegnungsformate. Überraschungen mögen uns den Weg säumen", so Kaineder, dessen Leidenschaft das Gehen, Pilgern und das ökologisch-nachhaltige Reisen mit Weltanschauen sind.

Bewegung verändert Sichtweisen
Am 9. Juli startet ein dreitägiger Spiri#Walk im Südburgenland unter dem Motto "Kirche neu [er]finden". Gemeinsam mit Kaineder stellten Barbara Mayer-Schulz und Monika Petanovitsch, erfahrene Pilgerinnen, interessante Routen zusammen, die sowohl Einheimischen wie Gästen die Schönheit des Süd-Burgenlandes schrittweise erfahren lassen. "Das Neue wird nicht geliefert, sondern tut sich mit jedem Schritt überraschend auf. Bewegung verändert Sichtweisen und das gemeinsame Gehen verknüpft uns hinein in neue Lebens- und Beziehungswelten. Kirche ist das Volk Gottes unterwegs", so Kaineder.
Am Freitag, 9. Juli, ist Start um 9 Uhr früh. Die Wegstrecke führt vom Mutter Teresa Haus in Jennersdorf über die Aussichtsplattform am Binderberg ins Lafnitztal, bis nach Rudersdorf. Am Samstag, 10. Juli, geht es um 8.30 Uhr bei der Marienquelle vis-a-vis der Wallfahrtskirche Ollersdorf los und führt bis nach Jabing. Am Sonntag, 11. Juli, führt die Route von der Pfarrkirche Hannersdorf über Badersdorf, Eisenberg, Dt. Schützen und bis nach Bildein.

Sich finden und inspirieren lassen
Bei den jeweils eintägigen Spiri#Walks im Nord-, Mittel- und Südburgenland von 26. bis 28. August sind die Menschen eingeladen gemeinsam, spirituelle Orte aufzuspüren, neue Haltungen und Einstellungen auszuprobieren und sich im Gehen auszutauschen. "Wir werden uns in der Bewegung weit öffnen. Wir sind neugierig, ganz Ohr und hellhörig. Wir lassen uns finden, berühren, inspirieren vom Leben, das uns hier gemeinsam entgegenkommt. Solche Spiritualität gibt dem Leben eine fröhliche Tiefe und verbundene Weite. Damit werden uns Quellen der Kraft zugänglich", so Kaineder.

Am 26. August startet der Spiri#Walk_Nord in Breitenbrunn, am 27. August der Spiri#Walk_Mitte in Oberpullendorf und am 28. August der Spiri#Walk_Süd in Jennersdorf. Bei jeder Tagesetappe werden ca. 20 km zurückgelegt. Eingeladen sind alle Interessierten.

Die Veranstaltung findet unter den je aktuell geltenden Pandemie-Regelungen statt! PCR-Test (oder anderer gültiger Nachweis) werden vorausgesetzt. Rechtzeitige Anmeldung (beschränkte TeilnehmerInnenzahl) ist unbedingt erforderlich!

Weitere Informationen:

3 Tage Pilgern im Südburgenland: Das Neue gehen
Zeit: Fr., 09. Juli 2021, 09:00 Uhr bis 
So., 11. Juli 2021, 19:30 Uhr
VeranstalterIn: Forum Katholischer Erwachsenenbildung Region Süd

Anmeldung bis spätestens 25. Juni 2021 an Barbara Mayer-Schulz
Tel: 0650 28 25 542, B.Mayer-Schulz@gmx.atweltenpilgern.at

Mehr Information im Folder zum Downloaden

Eintägige Spiri#Walks
Donnerstag, 26. August – Spiri#Walk_Nord

Den Link zu weiteren Informationen und zur Anmeldung finden Sie hier.

Freitag, 27. August – Spiri#Walk_Mitte

Den Link zu weiteren Informationen und zur Anmeldung finden Sie hier.

Samstag, 28. August – Spiri#Walk_Süd
Den Link zu weiteren Informationen und zur Anmeldung finden Sie hier.















Freitag, 4. Juni 2021


 

Dienstag, 1. Juni 2021

Zeitsprünge – Auf einen Blick die Veränderungen spüren

Im Herbst 2020 rief Walter Hermann das Projekt

"Zeitsprünge – 100 Jahre Burgenland " 

ins Leben. Heute befinden sich bereits über 800 interaktive Bilder auf seiner Website und er hat damit internationales Interesse hervorgerufen. Die Wurzeln seines Projekts liegen auch in der Diözese.


Kirche St. Nikolaus - Pöttsching

Vom Geist des 2. Vatikanums zurück zum nachgebauten Barockaltar.

                             www.zeitspruenge.at
                                www.burgenland100.at


Eisenstadt – Geplant waren 100 Zeitsprünge zu 100 Jahren Burgenland, doch schon jetzt laden mehr als 800 visuelle Kompositionen aus Vergangenheit und Gegenwart auf eine interaktive Zeitreise durch das Burgenland ein. Vom Seewinkel bis in den Bezirk Jennersdorf, die "Damals – Heute Zeitsprüngezeigen auf der Website von Walter Hermann einen Rekord an Mitbeteiligung durch die Bevölkerung auf, den nicht einmal der Initiator selbst so erwartet hätte. "Beinahe täglich kommen neue dazu. Dabei geht es nicht nur darum, historische Bilder aus der 100-jährigen Zugehörigkeit des Burgenlandes zu Österreich hervorzukramen. Ziel ist es, sie 'in die Gegenwart zu transportieren' und mit einem aktuellen Foto zu dokumentieren", betont Walter Hermann, Projektleiter, IT-Enthusiast und pensionierter Professor für Geschichte, Religion und Informatik, des Gymnasiums Wolfgarten in Eisenstadt.

Vergleichen, Wiederentdecken, Weiterdenken
Ausgehend von historischen Aufnahmen, die perspektivengetreu nachfotografiert wurden, laden wöchentlich neue interaktive Bildpaare zum Vergleichen, Wiederentdecken und Weiterdenken ein. Durch die Unterstützung der Österreichischen Nationalbibliothek, des Diözesanarchivs und des Burgenländischen Landesarchivs, ergänzt durch Chronikmaterial aus Gemeinden und Pfarren, startete das Projekt mit einem reichen Pool an Fotografien des vergangenen Jahrhunderts. Dank des begeisterten Mitmachens und Involvierens der Bevölkerung – das Teilen privater Sammlungen – entwickelte es vielfältige Dimensionen und wurde zu einem bunten Mosaik das Geschichte(n) mit der Gegenwart zusammenführt.

Kirchen als Herz der Gemeinde
Zum Projektstart steuerte die Diözese eine digitale Sammlung von ca. 130 Kirchenaufnahmen bei. Mit dieser Kooperation legte sie den Grundstein für Material, das zum Nachfotografieren urheberrechtlich verwendet werden kann. Aktuell beschäftigen sich mehr als ein Drittel der Aufnahmen mit kirchlichen Bauten. "Der Grund ist klar: Kirchen bilden über Jahrhunderte das Herz der Gemeinden, sie prägen das Ortsbild bis heute", so Walter Hermann. Auch von Martin Korpitsch, dem kürzlich verstorbenen Generalvikar der Diözese und leidenschaftlichem Wallfahrer, befindet sich eine Fotografie in der Sammlung.

Viele Aufnahmen zeigen Kirchen von außen und von innen, durch Menschen belebt und in sich ruhend. Immer wieder vereinen sich diese Momente. Bauliche und ausstattungstechnische Veränderungen werden mit einem "Klick", mit einer Bewegung, offen und ersichtlich. "Pöttsching ist ein interessantes Beispiel. Vom Geist des 2. Vatikanums zurück zum nachgebauten Barockaltar. Damals war ich selbst im Pfarrgemeinderat und wurde restlos demokratisch überstimmt. Mir wäre eine andere zeitangepasste Architektur viel lieber gewesen. Den umstrittenen Nachbau hinterfragt aber heute niemand mehr", so Walter Hermann.

Wer einen Zeitsprung schafft, macht oft weitere
Was die Menschen bewegt mitzumachen, sieht Walter Hermann in der Anforderung, sich aktiv mit der gewählten historischen Szene auseinanderzusetzen. "Es ist wesentlich mehr, als 'nur' ein Foto aus einem Album hochzuladen und kann ganz schön viel Zeit in Anspruch nehmen. Doch wer einmal einen Zeitsprung geschafft hat, macht sehr oft weitere. Auf diese Weise entstehen immer wieder richtige Serien. Dazu kommt, dass es doppelte Freude macht – das Schaffen und das 'Herzeigen' hat seinen Stellenwert", so Hermann.

Burgenland dank Zeitsprünge in "My House of European History"
Die "Zeitsprünge" wecken internationales Interesse – sei es von AuslandsösterreicherInnen oder von Museumsfachleuten. Nach einer Anfrage zu einer Kooperation werden nun die besten "Zeitsprünge" in das Europäische Haus der Geschichte in Brüssel aufgenommen und einem breiten Publikum präsentiert. "Die erste Story ist online und wird in Folge in alle 24 EU-Sprachen übersetzt. Das ist einfach unglaublich", freut sich Hermann. Eine Fortsetzung nach dem 100-Jahr Jubiläum werde es auf alle Fälle geben.

"Erleben" im Mittelpunkt
Walter Hermann war bis zu seiner Pensionierung 2018 Professor für Geschichte, Religion und Informatik am Gymnasium Wolfgarten. Schon früh beschäftigte er sich mit dem Internet. Vor allem aber war er daran interessiert, die technischen Möglichkeiten für die Vermittlung von Inhalten zu nutzen. An der Pädagogischen Hochschule in Eisenstadt verantwortete er die IT und initiierte anlässlich der 100-Jahr-Feier der Republik Österreich das E-Learning-Projekt "100 Jahre Republik – 100 Jahre Leben", wofür er den Demokratiepreis der Margaretha-Lupac-Stiftung erhielt. 15.000 SchülerInnen machten dabei mit, das "Erleben" von Geschichte(n) stand schon damals im Mittelpunkt. Die Anerkennung durch den Preis bezeichnet Hermann als "zweifelsfrei mein beruflicher Höhepunkt". Man darf gespannt sein, was die Pension bringen wird.