Dienstag, 25. Mai 2021

Dienstag, 18. Mai 2021

Bischof Ägidius Lehrlingsfonds – unbürokratische Hilfe für die Jugend


 

 

Um Unterstützung durch den Bischof Ägidius Lehrlingsfonds kann ab sofort angesucht werden. Folder mit weiteren Informationen liegen in den burgenländischen Berufsschulen auf
© Diözese Eisenstadt

Eisenstadt – Bischof Zsifkovics initiierte mit der Diözese Eisenstadt, in Zusammenarbeit mit der Caritas, unter dem Stichwort "Existenzsicherung" im Mai 2020 den Bischof Ägidius Lehrlingsfonds, um Jugendliche in der Ausbildung finanziell zu unterstützen. Ermöglicht wurde dies im ersten Schritt durch Spenden der Priester, Diakone, Ordensleute und hauptamtlicher MitarbeiterInnen der Diözese, die auf den Bittbrief des Bischofs ihren Beitrag leisteten. Bisher kamen bereits mehr als 35.000 Euro Spendengelder zusammen, die Lehrlingen in akuten Notlagen, als Hilfe zur Selbsthilfe zur Verfügung gestellt werden.

Netzwerk der Solidarität
Voraussetzung für den Antrag ist ein aufrechtes Lehr- oder Ausbildungsverhältnis der burgenländischen FörderbewerberInnen. Erste Ansprechpartner für den Antrag sollen die jeweilige Schulleitung und das Lehrpersonal an den Berufsschulen Eisenstadt, Pinkafeld, Mattersburg und Oberwart sein, der Antrag kann vom Lehrling selbst sowie von AusbilderInnen in den Lehrbetrieben gestellt werden.
Doch um Hilfe zu bitten fällt selten leicht, darum ist der Zugang zu und die Aufmerksamkeit von Vertrauenspersonen in den Schulen besonders bedeutsam. Die Verantwortung, Bedürfnisse oder Not anderer wahrzunehmen und entsprechend zu agieren, entspricht dem Wunsch des Bischofs: "Lehrlinge, denen Rückhalt von zu Hause und auch von anderen Stellen fehlt, möglichst unbürokratisch zu unterstützen." Zsifkovics: "Setzen wir in unserer Umgebung eine konkrete Martinstat, damit Nächstenliebe und Solidarität in unserem Land weiterleben."

Große Bandbreite möglicher Förderungen und Unterstützungen
Sei es ein Zuschuss für eine Fahrkarte, für die Anschaffung eines Fahrzeuges (Fahrrad, Moped), um zum Lehrplatz zu kommen, für eine Unterkunft, wenn die Lehrausbildung an einem anderen Ort als am Wohnort erfolgt, oder finanzielle Hilfe bei der Anschaffung von Lehr- und Lernmitteln – die Bandbreite, um für Unterstützung durch den Lehrlingsfonds anzusuchen, ist groß. Auch bei familiären Krisensituationen, sowie finanziellen Ausnahmesituationen und für Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit, oder zur Mitfinanzierung von Nachhilfeunterricht kann ein Antrag gestellt werden.

Geförderte Kleinwohnungen in Wien
Im Martinushaus in Wien bietet die Diözese Eisenstadt 27 moderne Kleinwohnungen für burgenländische Pendler, Lehrlinge und Studierende. Für diese Wohnungen stellt die Diözese eine finanzielle Unterstützung bereit. Die 18 bis 23 m2 großen, vollausgestatteten Einzimmerwohnungen, teilweise mit Blick auf den schönen Innenhof, liegen auf drei Stockwerken. Nur 50 Meter entfernt befindet sich die U-Bahn-Station Längenfeldgasse (U4/U6). Für die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel liegen diese Wohnungen äußerst günstig. Zsifkovics unterstreicht die Bedeutung des Projekts: "Wir sind stolz, mit dem neuen Haus auch soziale Verantwortung und Engagement für die Umwelt zu verbinden."

Gemeinsam Wege beschreiten
Es braucht gute Fachkräfte. Es gibt nicht nur einen Mangel an Lehrlingen sondern auch zu wenig Lehrbetriebe. Ohne ausgebildete Fachkräfte kommt das Leben zum Stillstand, ein Umdenken hat in den letzten Jahren bereits stattgefunden.
Die Kirche möchte mit den jungen Menschen gemeinsame Wege beschreiten: Jugendarbeit in den Pfarren, gemeinsame Veranstaltungen in der Diözese, österreichweit und darüber hinaus, die Lehrlingswallfahrt, gemeinsame Pilgerwege, Telefonseelsorge, Familienberatung, Gesprächsmöglichkeiten.

Caritas: Stipendium für Schüler in Ausarbeitung
Gemeinsam mit der Caritas befindet sich die Diözese Eisenstadt aktuell in der Ausarbeitung eines Stipendiums für Familien, deren finanzielle Situation es nicht erlaubt, ihr Kind in eine weiterführende Schule zu schicken. "In den Caritas Lerncafés fällt den BetreuerInnen immer wieder auf, dass Kinder sehr talentiert und begabt sind, Eltern aber sagen, dass sie sich eine höhere Schule nicht leisten können. Deshalb wollen wir ein Stipendium ins Leben rufen, das einen Schulbesuch im Gymnasium der Diözese ermöglicht und das Schulgeld übernimmt", so Melanie Balaskovics, Direktorin der Caritas Burgenland.

Dienstag, 11. Mai 2021

Diözese Eisenstadt trauert um Generalvikar Martin Korpitsch

 



Kanonikus Konsistorialrat                Mag. Martin Korpitsch, Generalvikar der Diözese Eisenstadt, Dompropst des Kathedralkapitels zum hl. Martin in Eisenstadt ist in den späten Abendstunden des 10. Mai 2021 im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt, kurz nach Vollendung seines 65. Lebensjahres, im 41. Jahr seines Priestertums, friedlich eingeschlafen und hat seinen Pilgerweg auf dieser Erde beendet. Gott der barmherzige Vater möge ihn an der Tür Seines himmlischen Vaterhauses willkommen heißen, in die Arme nehmen und ein Festmahl für ihn veranstalten.

© Diözese Eisenstadt/Gossmann

Eisenstadt – Bischof Ägidius J. Zsifkovics, der Martin Korpitsch in seinen letzten Stunden begleiten durfte, würdigt den Generalvikar als "einen leidenschaftlichen Seelsorger, der die Menschen liebte, der immer für die Menschen da war, bis zur persönlichen Verausgabung. Martin Korpitsch war ein Priester, der die Kirche liebte, der mit ihr litt und ihr diente. Er war ein unermüdlicher Brückenbauer, weltoffen, ein Priester, der dem heutigen Menschen ganz zugewandt war." Bischof Zsifkovics sagt weiter: "Er war mir nicht nur eine wichtige Stütze in der Leitung der Diözese, er war Mitbruder und mir ein guter Freund. Die Diözese hat gerade am Ende ihres Jubiläumsjahres einen wichtigen Mann, einen großen Mann verloren. Er ruhe in Frieden!"

Martin Korpitsch wurde am 23. April 1956 in Graz geboren. Seine Kindheit verbrachte er in der Geborgenheit seiner großen Herkunftsfamilie in Mogersdorf. Er besuchte das Gymnasium und das Bischöfliche Knabenseminar in Mattersburg, wo er 1974 die Reifeprüfung ablegte. Nach seinen Studien an der Katholischen-Theologischen Fakultät der Universität Wien und der Ausbildung im Bischöflichen Priesterseminar der Diözese Eisenstadt in Wien wurde er am 29. Juni 1979 im Eisenstädter Martinsdom zum Diakon geweiht. Das Pastoralpraktikum absolvierte er im Bischöflichen Sekretariat sowie an der Dompfarre in Eisenstadt.

Am 29. Juni 1980 wurde er im Eisenstädter Martinsdom von Bischof László zum Priester der Diözese Eisenstadt geweiht und zum Kaplan an der Dompfarre ernannt. Von 1981 bis 1987 war er Bischöflicher Sekretär und er arbeitete auch im Bischöflichen Ordinariat mit. Von September 1987 bis Ende August 1988 war er Sekretär des Bischöflichen Ordinariates zur Vorbereitung des Pastoralbesuches Papst Johannes Paul II. Während dieser Zeit war er auch zur Mitarbeit in der Stadtpfarre Eisenstadt-St. Georgen beauftragt. 

Ab September 1988 war er Pfarrmoderator der Pfarre Schützen a. Geb. und ab 1. Jänner 1989 zusätzlich auch Pfarrmoderator der Pfarre Donnerskirchen. Im November 1993 wurde er zum Pfarrer dieser beiden Pfarren ernannt, die er bis August 1995 betreute. Seit 1992 war er Diözesanseelsorger der Mesner*innen. Im September 1995 wurde er zum Stadtpfarrer der Stadtpfarre Pinkafeld und zum Geistlichen Assistenten der Franziskusgemeinschaft in Pinkafeld ernannt, wo er bis 2005 – ab dem Jahr 2000 auch als Dechant – segensreich wirkte. Ab 1997 war er Diözesanpräses des Österreichischen Kolpingwerkes im Diözesanverband Eisenstadt. Von 1995 bis 2011 war er geistlicher Assistent der Caritas und Mitglied des Caritas-Kuratoriums.

Im September 2005 wurde er zum Propst- und Stadtpfarrer der Propstei- und Stadtpfarre Eisenstadt-Oberberg sowie zum Stadtpfarrer der Stadtpfarre Eisenstadt-Kleinhöflein ernannt. Seit 2006 war er Kanoniker des Kathedralkapitels zum hl. Martin in Eisenstadt. Ab 2007 war ihm die Seelsorge für die Gehörlosen in der Diözese Eisenstadt anvertraut. Er war auch Dechant-Stellvertreter und Dekanatsleiter des Dekanates Eisenstadt, dessen Dechant er im Jahr 2012 wurde. 

Am 1. September 2013 wurde er von Diözesanbischof Zsifkovics zum Generalvikar der Diözese Eisenstadt ernannt. Damit war er auch Mitglied aller maßgeblichen Gremien der Diözese Eisenstadt, denen er teilweise auch davor schon in seinen verschiedenen Aufgaben als Pfarrer und Dechant angehört hatte. Darüber hinaus war er Vorsitzender des Hilfswerkes Fastenaktion, Herausgeber der Kirchenzeitung "martinus", Leiter des St. Martins-Verlages, zeitweilig Diözesanbeauftragter für das Katholische Schulwesen und kurze Zeit auch Pfarrprovisor der Dom- und Stadtpfarre Eisenstadt. Er war Obmann der 2017 neu errichteten St. Martinus-Gemeinschaft Eisenstadt. 

Seit dem Martinsfest 2013 war er Domkustos des Kathedralkapitels zum hl. Martin in Eisenstadt und seit Martini 2019 Dompropst, wobei er bis März 2021 noch den Dienst des Domkustos versah. 

Am 10. Mai 2021 fand sein zuletzt sehr schwerer irdischer Pilgerweg im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt ein friedliches Ende.

Das geistliche Wirken von Martin Korpitsch wurde mit den Titeln eines "Bischöflichen Geistlichen Rates" sowie eines "Wirklichen Konsistorialrates" ausgezeichnet. Von öffentlichen Stellen wurde sein Wirken mit dem Verdienstzeichen in Gold der Marktgemeinde Pinggau, mit dem Ehrenzeichen des Landes Burgenland sowie mit dem Verdienstkreuz in Gold und mit dem Ehrenring der Landeshauptstadt Freistadt Eisenstadt gewürdigt.

Martin Korpitsch war in seinem Leben und Wirken als Pfarrseelsorger und noch viel mehr als Generalvikar der Diözese Eisenstadt ein Seelsorger, der sich aus einem tiefen persönlichen Glauben heraus wahrhaft nach dem Vorbild des guten Hirten Jesus Christus um die ihm anvertrauten Gläubigen und Priester sorgte. Niemals schlug er eine Tür zu, er ging jedem einzelnen nach und versuchte, mit großer Geduld auch in ausweglosen Situationen Kompromisse zu finden. Seine Güte und sein Langmut waren scheinbar unbegrenzt. Er achtete weder auf Zeit, Kosten oder auf die eigene Gesundheit, wenn es darum ging, Menschen nachzugehen oder ihnen zu helfen. 

Martin ist sehr gerne gereist und war auch deswegen weit über die Grenzen der Diözese hinaus mit unzähligen Menschen bekannt oder befreundet. Viele hat er begleitet oder auf verschiedene Weise unterstützt und für jede*n hatte er immer ein gutes, aufmunterndes Wort. Besonders wichtig war ihm seine große Familie: seine Mutter, seine Geschwister mit ihren Partner*innen und ihren vielen Kindern und Kindeskindern. 
Auch in der letzten Phase seiner schweren Erkrankung schaffte er es immer wieder unter der Zuhilfenahme neuer Medien auf die Menschen zuzugehen, ihnen nahe zu sein und ihnen die Frohe Botschaft zu verkünden. 

Mit Generalvikar Martin Korpitsch verliert die Diözese Eisenstadt einen guten Hirten, einen unermüdlichen Brückenbauer und einen Seelsorger mit Herz. 

Gott, der die Barmherzigkeit und die Liebe ist, vergelte ihm all das Gute, das er hier auf Erden bewirken konnte, er nehme ihn auf in sein Vaterhaus und lasse ihn teilnehmen am himmlischen Hochzeitsmahl. 

Martin Korpitsch bei der Priesterweihe im Martinsdom 2019
© Diözese Eisenstadt/Rupprecht


Freitag, 7. Mai 2021

Jubiläumsfestgottesdienst – Einladung zur gemeinsamen Feier

 



Am Pfingstmontag, 24. Mai 2021, findet als feierlicher Abschluss des Jubiläumsjahres der große Festgottesdienst im Martinsdom statt – Diözesanbischof Zsifkovics: "Wir möchten – wenn auch in eingeschränkter Form – dieses besondere Jahr abrunden und Dank sagen". Live-Übertragung durch ServusTV

 

Eisenstadt – Die kirchlichen und kulturellen Jahreshighlights im Burgenland mussten 2020 wegen der Corona-Krise um ein Jahr verschoben werden. So auch das geplante große Diözesanfest zum 60-jährigen Jubiläum. Dennoch konnten viele andere Akzente gesetzt werden. Güssing, Eisenstadt/Oberberg und Loretto waren trotz Restriktionen markante Punkte des gemeinsamen Feierns und des Miteinanders, das nun seinen Höhepunkt findet.

 

Ein Zeichen des Dankes

"Am Pfingstmontag 2021 möchten wir – wenn auch in eingeschränkter Form – dieses besondere Jahr für unsere Diözese abrunden und zugleich Dank sagen für unser 100-jähriges Burgenland. Insofern können wir beide Jubiläen verbinden, und ich erinnere mich an ein Wort eines Landeshauptmannes, der gesagt hat: 'Der Schlussstein des neuen Bundeslandes war die Gründung der Diözese'", so Ägidius J. Zsifkovics. Dank spricht der Bischof besonders jenen Menschen aus, die sich für Kirche und Diözese eingesetzt und in den letzten 100 Jahren das Burgenland mit aufgebaut haben.

 

"Wenn es möglich ist, kommt zur gemeinsamen Feier!"

betont Zsifkovics. Beginn ist am Pfingstmontag, 24. Mai 2021 um 9 Uhr, das Eintreffen und die Registrierung starten ab 07.30 Uhr. Der Wortgottesdienst wird auf dem Domgelände gefeiert, die Eucharistiefeier im Dom, der Abschluss mit der Segnung des Diözesanhauses am Platz vor dem Dom. Es gibt praktisch kein Innen und kein Außen. Zusätzlich wird die gesamte Feier auf Videowalls im und außerhalb des Domes übertragen. Gefeiert wird bei jedem Wetter, Regenschutz (nicht Regenschirm) und Sonnenschutz sind empfehlenswert.

 

Live-Übertragung, Glockengeläute und Versorgungstasche

Die gesamte Feier wird live übertragen von ServusTV und auf www.martinus.at. Zwar kann und darf nach dem Gottesdienst keine gemeinsame Agape angeboten werden, dennoch erhalten alle Mitfeiernden beim Ausgang aus dem Gelände eine Versorgungstasche mit Speisen, Getränken und geistiger Nahrung. Als öffentliches Zeichen gemeinsamer Verbundenheit in der Diözese, sowie als Zeichen des Dankes an die Menschen, die sich für Kirche und Diözese eingesetzt haben und in den letzten 100 Jahren das Burgenland mit aufbauten, sollen in allen Pfarr- und Filialkirchen um 09.00 Uhr für 10 Minuten die Glocken läuten. "Wir möchten beim Läuten der Glocken an alle denken, die uns zum Herrn vorausgegangen sind, besonders an jene, die in der Zeit der Pandemie gestorben sind", so Diözesanbischof Zsifkovics.


Festgottesdienst – Anmeldung

Die Präventionsmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie von der Österreichische Bundesregierung und die Maßnahmen der Österreichischen Bischofskonferenz sind ausnahmslos einzuhalten. Deswegen müssen alle TeilnehmerInnen angemeldet werden. Die Anmeldefrist läuft bis 10. Mai 2021 und ist per E-Mail an sekretariat@martinus.at oder mittels Anmeldeformular möglich. 

Mittwoch, 5. Mai 2021

Fantastisches Endergebnis der Sternsingeraktion 2021

 






Dank des unglaublichen Engagements hunderter ehrenamtlicher MitarbeiterInnen und Sternsingerkinder in Burgenlands Pfarren, konnten auch heuer großartige 707.817,54 € (- 7,31%) gesammelt werden. In ganz Österreich klingelte es exakt 13.371.855,90 Mal in den Sternsingerkassen.

 

Eisenstadt – Auch wenn die Vorzeichen mit Pandemie und Weihnachtslockdown nicht schlechter sein konnten, zeigten hunderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie tausende Spenderinnen und Spender wie viel ihnen die Sternsingeraktion bedeutet. Dank ihnen konnte so die "Hilfe unter gutem Stern" gerettet werden.

 

Wegbereiter für eine gerechte Welt

"Wir haben mit Schlimmerem gerechnet. Aber dank unserer treuen Königinnen und Könige und Spenderinnen und Spender konnte ein – unter diesen Umständen – fantastisches Ergebnis erzielt werden. Dankeschön", so Teresa Millesi, Vorsitzende der Katholischen Jungschar. Auch Bischof Ägidius J. Zsifkovics würdigt den unglaublichen Einsatz von hunderten Ehrenamtlichen und Kindern im Burgenland: "Mehr denn je braucht die Welt von heute Wegbereiter für eine gerechte Welt. Die Pandemie hat uns gezeigt, dass wir – mit Abstand – stärker zusammenrücken müssen, damit gemeinsam Vieles erreicht werden kann. Dafür kann euch, liebe Sternsingerinnen und Sternsinger, gar nicht genug gedankt werden!"

 

Hunger  überschattet vielerorts  Sorge um Infektion

Wie Österreich hat die Pandemie auch die Partnerländer der Dreikönigsaktion, dem Hilfswerk der Katholischen Jungschar, völlig unvorbereitet getroffen. Kurzfristig angekündigte Lockdowns haben Millionen Existenzen zerstört. In Indien fanden tausende WanderarbeiterInnen keine Arbeitsmöglichkeiten mehr und die Nutzung öffentlicher Transportmittel war auch nicht möglich.  Millionen Arbeitende im informellen Sektor verloren ihre Einkommensquelle.  Die  Angst vor Hunger überschattet vielerorts die Sorge um die  Infektion.  Unterstützungsprogramme wie "Kurzarbeitsregelung" oder "Umsatzentschädigung" sind von Seiten der Regierungen im Globalen Süden kaum vorhanden. Menschen sind auf ihre eigenständige Arbeit angewiesen und brauchen daher mehr denn je finanzielle Hilfe von außen.

 

Sternsingen stoppt Kinderarbeit

Für Millionen von Kindern bedeutet die Pandemie immer noch Homeschooling, was für viele aufgrund  fehlender  Endgeräte und Zugang zu einem funktionierenden Internet eine unlösbare Aufgabe bleibt.   Es besteht die  Gefahr, dass diese Kinder und Jugendlichen nicht mehr ins Regelschulsystem zurückkehren, weil sie inzwischen andere Aufgaben, zum Teil Erwerbsarbeit  für  die Familie, übernommen haben. Corona macht Erfolge im Kampf gegen Kinderarbeit zunichte. Laut einer ILO/UNICEF-Studie steigt die Zahl arbeitender Kinder erstmals seit 20 Jahren wieder an. Zu Ostern startete die Dreikönigsaktion die Kampagne kinderarbeitstoppen.at. Bis zum 12. Juni – dem internationalen Tag gegen Kinderarbeit – wird eine Vielzahl an Aktionen weltweit durchgeführt, um auf die Ausbeutung im Kontext von Kinderarbeit aufmerksam zu machen. Im Kern steht die Forderung nach einem Lieferkettengesetz, das garantieren soll, dass in Österreich verkaufte Produkte frei von Kinderarbeit sind.

 

Sternsingerkassen bleiben geöffnet

Die Sternsingeraktion kann das ganz Jahr über unterstützt werden. Detaillierte Informationen gibt es auf www.dka.at

 

Spendenkonto

Dreikönigsaktion der Kath. Jungschar – Diözese Eisenstadt
IBAN: AT10 3300 0002 0100 0728
BIC: RLBBAT2E

 

 

Nora Demattio, BA

Sonntag, 2. Mai 2021