Dienstag, 7. Dezember 2021

8. Dezember - Hochfest Mariä Empfängnis

 


Am 8. Dezember feiern wir Katholiken das „Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria“ („Mariä Empfängnis“). Dabei wird nicht – wie irrtümlich oft angenommen – die Jungfräulichkeit Mariens gefeiert, sondern die Überzeugung der Kirche, dass Maria ähnlich wie Jesus Christus seit Beginn ihrer leiblichen Existenz ohne Sünde gewesen ist.

 

In Österreich hat der Feiertag eine jahrhundertealte Tradition, die bis in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges zurück reicht. In der NS-Zeit wurde der Feiertag abgeschafft. Der Nationalrat beschloss im Jahr 1955 dessen Wiedereinführung als Dank für die wiedererlangte Freiheit Österreichs.

 

An diesem Tag findet in der Wiener Innenstadt traditionell der Marien-Umzug statt, den unser Kardinal Christoph Schönborn leitet. Dieser beginnt bei der Mariensäule vor der Kirche Am Hof, ehe die Mitfeiernden – darunter mehrere hundert Ministranten und Fackelträger aus der ganzen Erzdiözese Wien – mit Blasmusik-Begleitung über den Graben zum Stephansdom ziehen. Nach dem Einzug in den Dom mit der Maria-Pocs-Ikone folgt eine Marienvesper mit abschließendem Pontifikalsegen.


PATROZINIEN

Maria Unbefleckte Empfängnis (8. Dezember)

„Concepcion“, das Fest der Empfängnis der Gottesmutter Maria, bezieht sich auf die Empfängnis der Maria durch ihre Mutter Anna.

 

Neun Monate vor Mariä Geburt feiert die Kirche damit die Empfängnis der Gottesmutter.

 

1854 verkündete Papst Pius IX. das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis nicht nur des Gottessohnes Jesus durch Maria, sondern auch der Maria durch Anna. Bei der Empfängnis Christi ist nach katholischer Lehre das Entscheidende die Empfängnis durch die Kraft des Heiligen Geistes und die unversehrte Jungfrauschaft der Gottesmutter Maria vor, während und nach der Geburt.

 

Bei der Empfängnis der Maria durch Anna steht die Mitwirkung von Joachim außer Frage, die Besonderheit ist jedoch, dass Gott Maria vom ersten Augenblick ihres Daseins von der Erbsünde bewahrte. Das neue päpstliche Dogma stieß damals wie heute sowohl in der protestantischen wie in der orthodoxen Kirche auf Ablehnung.

 

Verehrung/Brauchtum

Die Ostkirchen feierten das Fest an manchen Orten schon seit dem 10. Bis 12. Jahrhundert als „Tag der Empfängnis der Allerheiligsten Gottesmutter durch Anna“, im Westen führte es Anselm von Canterbury um 1100 für seine Diözese ein. 1477 führte Papst Sixtus IV. das Fest in Rom ein, seitdem wird es am 8. Dezember mit Messe und Hochamt zelebriert. Unter Clemens XI. weitere sich das Fest als „Mariä Empfängnis“ 1708 auf die gesamte katholische Kirche aus.

 

Früher sollten an diesem Tag die Frauen nicht arbeiten, trotzdem war er nach alter Sitte der Tag des Beginns der weihnachtlichen Bäckereien.

 

Marien-Gebet

Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin.
Verschmähe nicht unser Gebet in unsern Nöten, sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren, o du glorreiche und gebenedeite Jungfrau.
Unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin.
Versöhne uns mit deinem Sohne,
empfiehl uns deinem Sohne,
stelle uns vor deinem Sohne.
Amen.

Montag, 6. Dezember 2021

Hl. Nikolaus

Nikolaus von Myra, den wir am 6. Dezember feiern, zählt neben Martin von Tours sicher zu den bekanntesten und beliebtesten Heiligen – nicht nur bei Kindern.


Kein Wunder: Denn wer für viele Lebenslagen zuständig ist, wird auch oft angerufen. Und das obwohl man gar nicht so viel über den Heiligen Nikolaus weiß.

 

Am 6. Dezember feiert die katholische Kirche den Heiligen Nikolaus, den Bischof von Myra (heute: Demre) in Kleinasien in der heutigen Türkei. Die Bräuche rund um den Nikolaustag sind allseits bekannt: Der Nikolaus besucht mit seinem weißen Bart die artigen Kinder und beschenkt sie. Manch einer stellt auch den Nikolausstiefel vor die Tür und – siehe da – am nächsten Tag ist der Stiefel mit reichlich Süßigkeiten gefüllt. 

 

Teilen und Schenken

 

Die Legendenerzählungen rund um den Heiligen Nikolaus sind vielfältig und haben alle das Teilen und Schenken zum Inhalt – das erklärt auch die Bräuche rund um das Heiligenfest. Das Teilen als grundlegender Akt, Not zu lindern und faire Lebenschancen für alle bereitzustellen, wird mit dem Heiligen eng verbunden.

 

Nikolaus von Myra wird mit einem Buch – der Bibel – und drei goldenen Kugeln oder goldenen Säckchen dargestellt. Diese verweisen auf eine Legende, nach der Bischof Nikolaus mit Geldspenden in drei Säckchen eine Familie mit drei Töchtern aus der Armut gerettet habe.

 

Alte Wurzeln des Brauchtums

 

Der Brauch des Nikolausganges und Schenkens geht bis ins Mittelalter zurück. So durfte damals am Nikolaustag ein Schüler die Rolle des Bischofs spielen. Der Nikolaustag entwickelte sich auch zum Tag der Geschenke für Kinder. Erst nach der Reformation im 16. Jahrhundert wurde dieses Schenken vermehrt auf das Weihnachtsfest gelegt.

 

Myra oder Pinora?

 

Was aber hat es mit der realen Gestalt des Nikolaus auf sich? Man weiß nicht viel: Nikolaus von Myra wurde zwischen 280 und 286 in Patara (heutige Türkei) geboren. Der Überlieferung nach soll er mit 19 Jahren zum Priester geweiht worden und anschließend als Abt im Kloster von Sion in der Nähe seiner Heimat eingesetzt worden sein. Schließlich wurde Nikolaus nach dem Tod seines Onkels Bischof von Myra. Bald jedoch setzten die Christenverfolgungen ein, bei denen auch Nikolaus in Gefangenschaft geriet und schwer misshandelt wurde.

 

Schließlich soll Nikolaus 325 beim Konzil von Nicäa kämpferisch gegen die Lehre des Arianismus aufgetreten sein – von dort gibt es Überlieferungen, die seine Handschrift tragen. Damit neigt sich das Wissen über den Heiligen aber auch schon seinem Ende zu. Auch das Todesdatum ist nicht exakt bestimmbar: Er starb an einem 6. Dezember – irgendwann zwischen 345 und 351. Durch historische Forschungen weiß man heute, dass die Heiligenfigur auf Geschichten, Legenden und Brauchtum von zwei Personen zurückgeht, auf den Bischof von Myra, der im 4. Jahrhundert lebte, und den gleichnamigen Bischof von Pinora in Kleinasien, der 564 starb.

 

Patron für alle

 

Die starke Heiligenverehrung setzt mit dem sechsten Jahrhundert ein – ausgehend von Griechenland über die osteuropäischen Länder bis nach Russland (Nikolaus ist auch Patron von Russland). Etwas zaghafter war der Siegeszug in den west- und mitteleuropäischen Ländern, etwa ab dem zehnten Jahrhundert wird der Nikolaus auch in England, Frankreich und Deutschland verehrt. 

 

Der beliebte Bischof ist übrigens Patron für ganz schön viele Dinge, um nur einige zu nennen: Er ist Patron der Kinder, Schüler, Ministranten, Pilger und Reisenden, Seeleute und Brückenbauer, Kerzenzieher und Knopfmacher, Eigentümer und Bettler sowie der Gefangenen, Diebe und Verbrecher.


Gebet zum heiligen Nikolaus von Myra

Heiliger Vater Nikolaus, bitte Gott für uns.
Heiliger Nikolaus, vertrauter Diener des Herrn, unser freundlicher Beschützer, rascher Helfer in aller Trübsal. Hilf mir verzagtem Sünder im gegenwärtigen Leben, bitte den Herrn, unseren Gott, er möge mir Verzeihung aller meiner Sünden schenken, die ich in meinem ganzen Leben seit meiner Jugend begangen habe, in Gedanken, Worten, Werken und mit allen meinen Sinnen, und hilf mir Elenden am Lebensende, bitte den Herrn, unseren Gott, den Schöpfer des Alls, er möge mich erlösen von Seelenqual und ewiger Pein, damit ich auf immer den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist rühme sowie Deine gütige Fürsprache, jetzt und allezeit und von Ewigkeit zu Ewigkeit. 

Amen.

Sonntag, 5. Dezember 2021

Gedanken zum 2. Advent

 

Hilfe, Rettung und Heil




Maria ist schwanger! – Für Joseph muss das ein Schock sein! Lange war er mit ihr verlobt. Er liebt sie sehr, sie wollten heiraten, doch geschlafen hat er nicht mit ihr. Nicht er. Noch nicht. Aber sie ist schwanger! Wie konnte das geschehen? Wer ist der Vater? 

Was geht nun in Joseph vor? Wut, Zorn, Enttäuschung, Furcht, Angst? Ganz sicher! Doch das alles tötet die Liebe nicht, die er für Maria empfindet. 

Er könnte sie bloßstellen, womöglich anklagen, der Unzucht bezichtigen, sie mindestens aber in Schimpf und Schande aus dem Haus jagen – es fände sich wohl niemand, der Maria verteidigen und freisprechen würde. 

Und sich scheiden lassen? Scheiden lässt sich man sich meist schon aus weniger gewichtigen Gründen. Aber noch waren sie gar nicht verheiratet. Trennung also? Still und heimlich vielleicht? Ohne viel Aufhebens. Man könne ja erklären, dass es eben schon länger aus ist. Jetzt würde es offiziell. Man trennt sich. Maria zieht aus. Niemand würde Fragen stellen. Man nimmt es zur Kenntnis.

Ihn ihm brodelt es. Er kämpft mit sich selbst. Der Grund dafür ist einfach: Er liebt sie!

Er durchlebt schwere Tage und ganz sicher ebenso schwere Nächte. Er kann nicht einschlafen, und wenn die Müdigkeit endlich seine Augen schließen lässt, schütteln ihn schwere Träume. Es lässt ihn nicht los.

Doch dann, eines Nachts, als er sich wieder schweißgebadet hin und her wälzt, erscheint ihm im Traum ein Engel. Also jemand, der zu ihm steht. Der seine wahren Wünsche kennt und ihm seine Ängste nehmen will. Und das, was der Engel ihm sagt, ist gut! Tut gut! Er versteht es zwar nicht, aber es bestärkt ihn. Und Kraft würde er brauchen. Viel Kraft. 

Sie würde ein Kind bekommen, jedoch nicht von ihm. Niemand wird es wissen, nur sie beide. Die anderen werden sich über den frühen Geburtstermin die Mäuler zerreißen: »Die mussten heiraten!«, werden sie sagen, »Sie schliefen miteinander, noch vor der Ehe!«, werden sie tuscheln. 

Ob er das Kind so lieben können wird, wie sein eigenes? Doch! Da ist er sich sicher. Er legte es in Gottes Hände und gibt dem Kind sehr bewusst den Namen Jesus – es bedeutet »Gott ist Hilfe, Rettung und Heil!« . Das ist genau das, was er jetzt und in Zukunft braucht, um das alles durchzustehen. Hilfe, Rettung und Heil. Und genau das hat er gefunden. In sich selbst. Im Traum. Das Kind wird diesen Namen tragen. Damit sie es nie vergessen.

Seine Entscheidung war gefallen: Maria und Joseph – nur einfach verliebt, nun verlobt und irgendwann verheiratet. Er steht zu ihr und zu dem Kind. Nun warten sie gemeinsam auf das, was kommen mag. 

Sich geborgen fühlen 

Getrost erwarten, was kommen mag! Das erinnert mich an Dietrich Bonhoeffer, der im Dezember 1944, nur wenige Monate vor seiner Hinrichtung am 9. April 1945, einige Verse als Weihnachtsgruß an seine Verlobte schrieb. Der letzte Vers lautet:

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Hilfe, Rettung und Heil. In sich finden. Auch das meint Advent.

Freitag, 3. Dezember 2021

4. Dezember: Fest der Heiligen Barbara

 

Die Heilige  Barbara  stammte aus Kleinasien. Im Jahr 306 starb sie den Märtyrertod, weil sie Christin war. Am Tag ihres Todes soll ein Kirschzweig, den sie zuvor ins Wasser gestellt hatte, zu blühen begonnen haben. An ihrem Festtag, dem 4. Dezember, werden heute vielerorts Kirschzweige abgeschnitten und in eine Vase gestellt, damit sie zu Weihnachten blühen. Die Blüten dieser „Barbarazweige“ symbolisieren dabei die Geburt Jesu.

 

Für uns Christen ist Jesus das „neue Leben“. Die Heilige Barbara wird aber auch als eine der vierzehn Nothelfer und als Patronin der Bergleute und Architekten verehrt. In vielen Tunnel stehen heute Barbara-Statuen zum Dank für unfallfreie Arbeiten beim Bau der Strecke. Auch im Wiener U-Bahn-Netz. In Matzen im Nordvikariat hat seit vielen Jahrzehnten die Barbarafeier der OMV-Mitarbeiter Tradition.


Gebet Hl. Barbara

 

Lebensspendender Gott,

du hast Barbara in ihrer dunkelsten Zeit

des Eingesperrtseins und Verurteiltseins,

Hoffnung geschenkt.

Barbara hat in deiner Zusage

"Ich bin bei euch"

neue Kraft gefunden.

Sichtbar wurde das im Zweig,

der im Winter erblühte

und uns bis heute an diese mutige Frau erinnert.

Auch wir erleben in diesen Tagen ein Eingesperrtsein,

vielfach auch Einsamkeit und Mutlosigkeit.

 

Wenn wir diese Zweige jetzt ins Wasser stellen,

sollen sie uns jeden Tag daran erinnern,

dass du da bist.

 

So bitten wir -

Schenke du das lebendige Wasser, das uns belebt.

Gieße Wasser in die vorbereitete Vase.

Schenke du Licht in der Dunkelheit.

Steck den Zweig in die Vase mit Wasser.

Schenke du ein Aufblühen und Neuwerden, Freude und Zuversicht.

Stell die Vase an einen passenden Ort.

Sonntag, 28. November 2021

Advent?

Advent

Wenn dies beginnt, dann richtet euch auf

Advent, Advent ein Lichtlein brennt – die Adventszeit stimmt uns auf das wichtigste Weihnachtsfest im Westen ein: Weihnachten. Aber warum feiern wir eigentlich den Advent? 

Lesen Sie hier.


Traditionell ist der Advent die Zeit, in der sich Christen auf die Geburt Christi, die am 25. Dezember gefeiert wird, vorbereiten. Die Adventszeit beginnt mit dem Vesper am Tag vor dem ersten Adventssonntag und läutet das neue Kirchenjahr ein.

Vor allem die vier Sonntage vor Weihnachten werden gefeiert. An jedem Sonntag wird eine Kerze auf dem Adventskranz angezündet. Am vierten Advent brennen vier Kerzen auf dem Adventskranz. Dieser Kranz aus Tannenzweigen symbolisiert mit den Kerzen das Licht, das Jesus Christus in die Welt gebracht haben soll.

Die Adventszeit ist die perfekte Gelegenheit, sich auf Weihnachten einzustimmen. Die Menschen dekorieren ihre Häuser und Vorgärten, kaufen Weihnachtsgeschenke und backen Plätzchen.

An jedem Tag im Dezember dürfen Kinder bis Weihnachten ein Türchen ihres Adventskalenders öffnen und erhalten Schokolade oder ein kleines Geschenk – das steigert die Vorfreude auf den großen Tag, der mit gutem Essen und vielen Geschenken gefeiert wird. Die gesetzlichen Feiertage um Weihnachten werden im engen Kreis der Familie verbracht.

Die Besinnung auf die Ankunft des Herrn steht bei den religiösen Christen in der Adventszeit im Vordergrund. Sie besuchen an jedem Adventssonntag die Kirche, singen christliche Weihnachtslieder und lesen die Weihnachtsgeschichte der Bibel. Für Anhänger der orthodoxen Kirche ist die Adventszeit genau wie bei den ersten Christen vor Hunderten von Jahren auch heute noch eine strenge Fastenzeit.

Samstag, 27. November 2021

Wer hat den Advent erfunden?

 

Als die Menschen etwa Mitte des vierten Jahrhunderts begonnen Weihnachten zu feiern, war die Zeit vor Weihnachten eine strikte Fastenzeit. Die Anhänger der orthodoxen Kirche folgen noch heute den traditionellen Fastenregeln. Im sechsten Jahrhundert wurden die Sonntage vor Weihnachten zu Adventssonntagen.

Anfangs gab es noch zwischen vier und sechs Adventssonntagen. Papst Gregor setzte Ende des siebten Jahrhunderts dann eine einheitliche Regelung des Advents fest: Vier Sonntage vor Weihnachten sollten die Adventssonntage sein. Fällt der 24. Dezember auf einen Sonntag, können der vierte Advent und Heiligabend auf einen Tag fallen.

Nach dieser Regelung kann der erste Advent frühestens auf den 27. November und spätestens auf den dritten Dezember fallen. Der vierte Advent kann frühestens der 18. Dezember sein und spätestens der 24. Dezember. Seit dieser Regelung ist die Adventszeit manchmal vier, manchmal nur drei Wochen lang.

Freitag, 26. November 2021

Kann der 24.12. auch der vierte Advent sein?

 Fällt der erste Advent auf den dritten Dezember, wird am vierten Advent Heiligabend gefeiert. Der vierte Advent kann frühestens am 18. Dezember – eine Woche vor Heiligabend – stattfinden und fällt spätestens auf den 24. Dezember. Das kommt alle fünf bis elf Jahre vor.

Seit Beginn des gregorianischen Kalenders, der seit 1582 genutzt wird und heute das weltweit gebräuchlichste Kalendersystem ist, fiel der vierte Advent insgesamt 72 Mal auf Heiligabend. Alle fünf, sechs oder elf Jahre kommt es vor, dass der letzte Sonntag im Advent gleichzeitig auch der 24. Dezember ist.

Durch die Schaltjahre ist dieses Vorkommen nicht regelmäßig in jedem siebten Jahr. Pro Jahrhundert fällt der vierte Adventssonntag 14 Mal auf Heiligabend. Im Jahr 2023 fällt der vierte Advent das nächste Mal auf den 24. Dezember.

Donnerstag, 25. November 2021

Wie viele Tage dauert der kürzeste Advent und wie viele Tage der längste?

 Fällt der erste Advent auf einen 27. November, fällt der vierte Advent auf den 18. Dezember und die Adventszeit dauert bis Weihnachten insgesamt 28 Tage. Fällt der erste Advent auf den dritten Dezember, ist die Adventszeit nur knapp über drei Wochen lang.

Die längst möglichste Adventszeit zählt damit 28 Tage, die kürzeste nur 22 Tage. Für den Handel beginnt der Advent meist früher: Weihnachtsdekoration wird schon Anfang November verkauft, die ersten Weihnachtsmärkte öffnen schon vor dem ersten Advent Mitte November. Die Kirchen sehen die Kommerzialisierung der Adventszeit ungern.

Mittwoch, 24. November 2021

In welchen Ländern gibt es Advent?

 Der Advent ist eine westlich, christliche Erfindung. In Ländern, in denen Weihnachten nicht gefeiert wird, gibt es auch keine Adventszeit. Menschen christlichen Glaubens feiern die Vorweihnachtszeit jedoch weltweit. Früher durch Einhaltung der Fastenzeit, heute mit der Vorbereitung auf Weihnachten.

Weihnachtsmärkte und Adventskränze sind typisch deutsche Erfindungen, die sich mittlerweile in anderen christlichen Ländern verbreitet haben. In nordischen Ländern und in deutschen Nachbarländern wie der Schweiz, Österreich, Frankreich und Italien wird die Vorweihnachtszeit ähnlich wie in Deutschland nach katholischen und evangelischen Riten zelebriert.

In den Vereinigten Staaten von Amerika wird die Vorweihnachtszeit sehr offensichtlich gefeiert: Direkt nach Thanksgiving dekorieren viele Amerikaner ihre Häuser und Vorgärten mit bunten Lichtergirlanden, mit Rentieren, leuchtenden Schneemännern und einer übergroßen Jesuskrippe. Manche Vorgärten erstrahlen die gesamte Adventszeit durchgehend in buntem Winterglanz.

Adventskränze findet man dagegen selten. Dafür hängt ein Kranz aus Tannenzweigen mit einer roten Schleife an der Haustür und ein Mistelzweig darüber. Im Haus werden Weihnachtssocken am Kamin aufgehängt, damit Santa Claus diese mit Geschenken und Süßigkeiten befüllen kann. Rot und Weiß sind die bevorzugten Weihnachtsfarben in den USA.

In Osteuropa orientieren sich die Menschen noch an den traditionellen Bräuchen der orthodoxen Kirche. Nach dem julianischen Kalender der russisch-orthodoxen Kirche dauert die Fastenzeit vor Weihnachten bis zum 6. Januar. An diesem Tag – und nicht am 25. Dezember - wird in Russland auch Weihnachten gefeiert.

Dienstag, 23. November 2021

Wann beginnt die Adventzeit?

Die Adventszeit beginnt am Abend vor dem ersten Adventssonntag. Dieser fällt auf den vierten Sonntag vor Weihnachten. Die Adventszeit endet spätestens an Heiligabend. Je nach Kalenderjahr kann der erste Sonntag auf einen Tag zwischen dem 27. November und dritten Dezember fallen.

Der vierte Adventssonntag kann auf ein Datum zwischen dem 18. Dezember und Heiligabend fallen. Fällt Heiligabend, der 24. Dezember, auf einen Sonntag, werden der vierte Advent und Heiligabend am gleichen Tag gefeiert. Die Adventszeit fällt dann entsprechend kürzer aus. Der erste und zweite Weihnachtsfeiertag am 25. und 26. Dezember sind gesetzliche und kirchliche Feiertage in Deutschland.

Im Jahr 2020 ist die Adventszeit insgesamt 26 Tage lang. Die meisten Adventskalender richten sich jedoch nach dem Kalender und haben 24 Türen.

Adventskalender beginnen unabhängig vom Beginn des ersten Advents am 1. Dezember und reichen bis Heiligabend am 24. Dezember.

Montag, 22. November 2021

Advent

         Wortherkunft: Latein

       Bedeutung: „Ankunft“        

        Religion: Christentum

Der Begriff Advent bezeichnet die Zeit vor Weihnachten, in der sich das Christentum auf das Weihnachtsfest, also die Geburt Jesu, vorbereitet. Je nachdem auf welchen Tag der Heilige Abend fällt, variiert die Adventszeit zwischen 22 und 28 Tagen. Sie umfasst jedoch immer vier Adventssonntage, die jeweils ihre eigene Bedeutung haben.

Was bedeutet das Wort Advent?

Der Begriff Advent wird von dem lateinischen Wort „adventus“ abgeleitet, welcher „Ankunft“ bedeutet. Der Begriff Advent weist also auf die bevorstehende Ankunft von Jesus hin. Zumindest symbolisch. Denn ob Jesus wirklich am 25. Dezember geboren wurde, ist nicht zweifelsfrei beweisen.

Der volle lateinische Begriff lautet „adventus domini“. Wörtlich übersetzt bedeuten diese zwei Worte „Die Ankunft des Herrn“. Damit ist der Advent für gläubige Christen wortwörtlich die Zeit, die auf die Ankunft Gottes hinweist.

Samstag, 20. November 2021

Das Christkönigsfest

  Der letzte Sonntag im Kirchenjahr hat viele Namen:

 evangelische Christen nennen ihn Totensonntag oder Ewigkeitssonntag, 

Orthodoxe begehen den Sonntag vom jüngsten Gericht – und 

Katholiken feiern das Christkönigsfest. 

Was es mit diesem Fest mit politischem Kern auf sich hat, können Sie hier nachlesen.


Was ist der Christkönigssonntag?

Das Christkönigsfest ist ein Hochfest (auch Herrenfest) im Jahreskreis der katholischen Kirche. Sein voller Name lautet 

»Hochfest unseres Herrn Jesus Christus, des Königs des Weltalls« 

oder 

»Hochfest Christus, König der Welt« 

Seine liturgische Farbe ist weiß.

Christkönig wird sowohl in der römisch-katholischen Kirche als auch in der anglikanischen und vielen englischsprachigen lutherischen Kirchen gefeiert.

Der Christkönigssonntag gehört zu dem sogenannten Ideenfesten. Das bedeutet, dass dem Fest kein Ereignis aus dem Leben Jesu zugrunde liegt, im Mittelpunkt steht dagegen eine Glaubenswahrheit.

Wann wird Christkönig gefeiert?

Das Christkönigsfest wird jedes Jahr am Sonntag vor dem 1. Advent gefeiert. Mit diesem Hochfest endet gleichzeitig auch das katholische Kirchenjahr.

Wie ist das Christkönigsfest entstanden?

Das Christkönigsfest ist ein vergleichsweise junges Fest, es wurde erst Anfang des 20. Jahrhunderts eingeführt. 

1925 feierte die römisch-katholische Kirche das 1600-Jahr-Jubiläum des Konzils von Nicäa 325 mit einem Heiligen Jahr. 

Mit der Enzyklika »Quas primas« setzte Papst Pius XI. das Hochfest vom Königtum Christi in den liturgischen Kalender ein.

Ursprünglich wurde das Christkönigsfest am letzten Sonntag im Oktober, direkt vor Allerheiligen gefeiert. Im Zuge der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils wurde der Termin auf den letzten Sonntag des Kirchenjahres gelegt. Damit wird nochmals deutlich, in welcher Überzeugung Christen leben und dieses Fest feiern: Jesus Christus ist der Herr über Raum und Zeit, er ist der Maßstab allen Handelns.

Historischer Hintergrund

Als Papst Pius XI. 1925 das Hochfest von der Königsherrschaft Jesu einführte, befand sich die Welt im politischen Umbruch: der Erste Weltkrieg und seine Folgen waren immer noch präsent und überall in Europa hatten jahrhundertealte Monarchien ihre Macht verloren und wurden von Demokratien abgelöst.

Um dem gesellschaftlichen und politischen Wandel und dem Laizismus, der Trennung von Kirche und Staat, entgegenzuwirken, wollte Papst Pius XI. mit diesem Fest an die Königswürde Jesu erinnern und den Menschen Orientierung für das eigene Leben geben.

Zudem hat das Fest einen endzeitlichen Charakter. Christus König wird tatsächlich über die Welt herrschen, wenn er auf die Erde zurückkehrt.

Donnerstag, 18. November 2021

Montag, 15. November 2021

Mittwoch, 10. November 2021

Segnung unserer neu renovierten Kirche am 6. November 2021

Pater Kuruvila - Diakon Andi - Kan. Laszlo Pal - Diakon Peter - Pater Jomon und Ministranten

 

Otmar Florian - Ratsv. Gertrude Ankerl - Karla Stifter - Pfarrer Mag. Andreas Hankemeier  - Vizebürgermeister Ing. August Gruber


 DI Michael Lasser - Ratsvikarin Gertrude Ankerl -
Fabian Tribrunner, B.A
.

Laternenfest abgesagt


 

Heiliger Martin – Mensch und Legende



Martin von Tours (316/317 - 397) war der Erste, der nicht als Märtyrer, sondern als "Bekenner", allein aufgrund seines Lebenswandels, als Heiliger verehrt wurde. Er wurde als Sohn eines römischen Tribuns in Sabaria (Szombathely / Steinamanger, Ungarn) geboren. Schon als Fünfzehnjähriger Soldat in der kaiserlichen Armee, ließ er sich mit 18 Jahren taufen. Zeitweise zog er sich als Einsiedler zurück. 371 rief ihn das Volk zum Bischof von Tours (Frankreich) aus. Um 375 gründete er in der Nähe das Kloster Marmoutier als kulturelles Zentrum und zur Ausbildung von Missionaren. Er selbst reiste predigend durch Frankreich und Deutschland. Am 8. November 397 starb Martinus auf einer Pastoralreise in der Nähe von Tours.

Bekannt ist die Legende, dass er das Bischofsamt nicht annehmen wollte und schnatternde Gänse sein Versteck verrieten. Ein beliebtes Motiv der abendländischen Kunst ist die Szene der Mantelteilung: Als Soldat teilt Martin seinen Mantel mit einem Bettler, der sich in einer Vision als Jesus zu erkennen gibt.


Vatikan-Konferenz zu Glaube und Wissenschaft vor UN-Klimagipfel

 


Vatikanstadt, 02.10.2021 (KAP) Papst Franziskus, zahlreiche Religionsführer und Wissenschaftler kommen am Montag zu einer Konferenz "Glaube und Wissenschaft - Auf dem Weg zu COP26" im Vatikan zusammen. Bei dem Treffen wollen die Teilnehmer einen gemeinsamen Appell zur bevorstehenden UN-Klimakonferenz COP26 im November in Glasgow unterzeichnen. Diesen werde der Papst dann am Montag dem designierten COP26-Präsidenten Alok Sharma sowie dem italienischen Außenminister Luigi Di Maio persönlich überreichen, teilte der Vatikan am Freitagabend mit.

Die Initiative zur Konferenz kommt demnach von der britischen und italienischen Botschaft beim Heiligen Stuhl. Seit Jahresbeginn seien monatliche virtuelle Treffen organisiert worden, bei denen die Religionsvertreter und Wissenschaftler sich über Klima- und Umweltfragen ausgetauscht hätten. Daraus sei der gemeinsame Appell entstanden, so die Vatikan-Mitteilung.

Nach der offiziellen Unterzeichnung und Übergabe des Appells findet am Montagnachmittag eine geschlossene Sitzung in der Botschaft Italiens beim Heiligen Stuhl statt. An dieser will auch der Potsdamer Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber teilnehmen.

Bereits im September hatte Papst Franziskus in einem erstmals gemeinsamen Appell mit dem orthodoxen Patriarchen Bartolomaios I. und dem anglikanischen Primas Justin Welby mehr Einsatz für den Klimaschutz gefordert. Das bisherige Handeln habe zum Verlust der Biodiversität, Umweltverschmutzung und zum Klimawandel geführt, kritisierten die Kirchenführer. Jeder Einzelne müsse daher - unabhängig von Glaube und Weltanschauung - auf den "Aufschrei der Erde und der Armen" hören, das eigene Tun überdenken und sinnvolle Opfer für die gottgegebene Erde bringen.

lieben


 

Montag, 8. November 2021

Sonntag, 7. November 2021

„Die Zeit drängt!“


Die Umweltbeauftragten der Katholischen und Evangelischen Kirche Österreichs stellen sich hinter die Forderungen des Klimavolksbegehrens.

 




Im Jahr 2015 haben sich 195 Staaten bei der Weltklimakonferenz von Paris darauf verpflichtet, alles zu tun, damit die Erdmitteltemperatur im Vergleich zum vorindustriellen Niveau auf keinen Fall um mehr als 2 und nach Möglichkeit nicht um mehr als 1,5 Grad Celsius ansteigt.

Um das erste Ziel zu erreichen, bleiben uns noch knapp 25 Jahre, für das zweite Ziel hingegen nur noch knapp 7 Jahre.

Währenddessen schmelzen die Gletscher unerbittlich weiter, die Wälder verdorren angesichts zunehmender Trockenphasen und erhebliche Teile der Landwirtschaft sind von empfindlichen Ernterückgängen betroffen. „Die Folgen der Klimaerwärmung sind nicht mehr Zukunft, sondern Gegenwart. Die Zeit läuft uns davon, wirksame Gegenmaßnahmen zu setzen und eine weitere Verschlimmerung aufzuhalten“, so der Moraltheologe und Umweltsprecher in der Diözese Linz Michael Rosenberger.


Das Klimavolksbegehren mit fast 400 000 Unterschriften fordert deshalb, dass Klimaschutzpolitik mehr sein muss als ein paar punktuelle und kleinformatige Maßnahmen. Es braucht einen klaren Fahrplan für die Klimaneutralität bis 2040 mit überprüfbaren Zwischenzielen!

 

Durch einen mutigen Mehrparteienantrag auf Basis der Forderungen des Klimavolksbegehrens könnte der Umweltausschuss des Parlaments am 9. März einen entscheidenden Schritt in Richtung Klimaschutz in Österreich gehen.


Als Umweltbeauftragte der Katholischen und Evangelischen Kirche Österreichs fordern wir ein klares Ja des Parlaments zu einem solchen Mehrparteienantrag, denn wir haben keine Zeit zu verlieren. Wir erwarten, dass jetzt gehandelt und eine umfassende ökosoziale Strukturreform in Gang gesetzt wird. Klimaschädliche Subventionen müssen abgeschafft und klimagerechtes Verhalten gefördert werden.

Außerdem gilt es, einen angemessenen Preis für CO2 zu veranschlagen. Der Staat muss ein verbindliches CO2-Budget einrichten sowie seine eingegangenen Reduktionsziele einhalten und überprüfen. Die ökologische und sozialverträgliche Umgestaltung unserer Marktwirtschaft kann nicht länger warten.


Die Fastenzeit steht unter dem Ruf: Kehrt um! Dieser Ruf gilt jedem und jeder persönlich, aber auch den gesellschaftlichen Strukturen. Es ist Zeit, mit der „Ökologischen Umkehr“ 

(Papst Franziskus) ernst zu machen.“ 

Mittwoch, 3. November 2021

 


Samstag, 30. Oktober 2021

Ostern als Ursprung von Allerheiligen


Ab dem 4. Jahrhundert ist ein Fest für alle Heiligen überliefert. Die frühen Christen gedachten am Sonntag nach Pfingsten aller Heiligen, denn sie waren vom Osterfest lange nicht wegzudenken. Dieser "Herrentag aller Heiligen" geht auf Johannes Chrysostomus zurück und wurde damals am Oktavtag von Pfingsten gefeiert. In der griechisch-orthodoxen Kirche hat sich dieser Festtermin bis heute erhalten.

Das Leben der Heiligen wurde als Spiegel des Heilsgeschehens an Ostern verstanden. In dieser Wiese versteht es auch der Apostel Paulus im 1. Korintherbrief, wenn er von der Auferstehung spricht (vgl. 1 Kor 15,23).

Liturgiegeschichtlicher Ursprung in Rom

Liturgiegeschichtlich liegt der Ursprung des Allerheiligenfestes in der Weihe eines heidnischen Tempels in Rom, der allen Göttern des Heidentums geweiht war und nun zu einer christlichen Kirche wurde. Diese Kirchweihe fand wahrscheinlich im Jahr 609 statt. Dieser heidnische Tempel ist in Rom bis heute erhalten und trägt den Namen „Pantheon“, also gebaut und gewidmet allen Göttern des Heidentums zur Ehre. Er wurde nun geweiht auf den Titel: „Maria, Königin aller Märtyrer“.

Hochfest Allerheiligen im „Totenmonat“ November

Ab dem 8. Jahrhundert verblasst der Zusammenhang von Ostern und dem „Herrentag aller Heiligen“ allmählich, sodass er zunächst in Irland am 1. November gefeiert wurde. Im Vordergrund stand nicht mehr das Osterfest, sondern die vergehende Natur: Anfang November begann in Irland der Winter und das neue Jahr. Irische Missionare brachten das neue Allerheiligenfest im 9. Jahrhundert auf den Kontinent. Der Termin von Allerheiligen passt auch deshalb in den Totenmonat November, weil sich der lebende Christ durch Jesus Christus mit den Toten verbunden weiß.

Die sichtbare Vergänglichkeit in der umgebenden Natur sensibilisiert den Menschen für die Vergänglichkeit der irdischen Welt. Dadurch öffnet sich der Blick auf das Leben nach dem Tod und die Vorbilder dorthin: alle Heiligen.

Papst Gregor IV. setzt Fest Allerheiligen 835 ein

Im Jahr 835 setzt Papst Gregor IV. das Fest offiziell im Kalender fest. Die Kirche gedenkt an diesem Tag nicht nur der vom Papst heiliggesprochenen Frauen und Männer. An Allerheiligen wird auch jener Menschen gedacht, die ihren Glauben still gelebt und ihr Christsein konsequent verwirklicht haben.

Daraus ergibt sich eine erweiterte Definition des Heiligenbegriffs, die an das Verständnis der Paulusbriefe anknüpft. Auch Papst Franziskus nimmt in seinem Dokument "Gaudete et exultate“ (Freut euch und jubelt) dieses weite Verständnis des Heilig-Seins auf.

Allerseelen: Allerheiligen wird Doppelfest

Dazu passt die Einführung des Festes Allerseelen. Von Abt Odilo von Cluny zunächst im Jahr 998 in den ihm unterstellten Klöstern eingeführt, dient der Allerseelentag heute in der ganzen katholischen Kirche der Fürbitte nach Vollendung der Verstorbenen bei Gott.

Über viele Jahrhunderte haben sich die Gläubigen damit befasst, wie sie den Verstorbenen bei der endgültigen Erlösung helfen können. Vor allem durch „gute Werke“ an den armen Menschen im Diesseits wollte man den Seelen im Jenseits helfen.