Freitag, 17. September 2021

Wer ist Jesus?

  Der Messias? Gottes Sohn? 

Was ist das Besondere an ihm?


Keine Märchenfigur

Jesus von Nazaret hat wirklich gelebt. Das bezweifelt heute kein ernst zu nehmender Historiker mehr. Zu den sicheren Fakten gehören: Jesus wird irgendwann zwischen 7 und 4 vor unserer Zeitrechnung geboren, wächst in einer jüdischen Familie in Galiläa auf, arbeitet vermutlich als Zimmermann, tritt mit ca. 30 Jahren an die Öffentlichkeit, sammelt eine Jüngerschaft aus Männern und Frauen um sich und gerät durch unkonventionelle Worte und Taten in Konflikt mit der religiösen Obrigkeit seines Volkes. Er wird vom römischen Gouverneur Pontius Pilatus wegen Rebellion zum Tod verurteilt und stirbt - vermutlich am 15. Nisan (7. April) 30 n. Chr. - vor den Mauern Jerusalems den Verbrechertod am Kreuz. Mit diesem Schicksal ist Jesus nicht allein. Auch andere mussten damals Ähnliches erleiden. Rom kreuzigte viele.

Wunder

Dass Jesus psychisch Zerrüttete („Besessene") und körperlich Kranke geheilt hat, gilt als historisch sicher. Auch andere „Wunderzeichen" werden von ihm überliefert, vor allem in den christlichen Evangelien. Indirekt bestätigt das aber auch die jüdische Tradition. So steht im Babylonischen Talmud  über Jesus: „Er hat Zauberei getrieben." (Sanhedrin, 43a)

Aber gibt es nicht viele Wundertäter? Heilige aller Religionen, Schamanen und Fakire, ja auch Sektierer aller Art wirken Unerklärliches. Man kann sie nicht alle als Betrüger abtun. Wir müssen damit rechnen, dass es sonderbare Phänomene gibt. Interessant ist, dass Jesus selbst seinen Wundern keine übergroße Bedeutung beimisst. „Schauwunder" lehnt er überhaupt ab (vgl. Markus 8,11-13; Lukas 23,8-11). Er weiß: Wunder sind keine Beweise für die Wahrheit (vgl. Matthäus 7,22f). Es gibt ihrer zu viele.

Verwegene Botschaft

Nicht seine Wunder, seine Botschaft hält Jesus für besonders wichtig und entscheidend. Dafür weiß er sich von Gott gesandt, dafür lebt er und dafür ist er auch bereit zu sterben. Die Wunder können sein Anliegen „nur" verdeutlichen und bis in das Körperliche hinein spürbar machen. Die Botschaft, um die es Jesus dabei geht, lässt sich kurz so wiedergeben:

„Das Reich Gottes ist nahe! (Markus 1,15) Das heißt: Gott setzt sich gegen alle Mächte des Bösen durch, auch wenn der Augenschein anderes vermuten lässt! Keine Schuld ist ihm zu groß und keine Krankheit zu mächtig. Schließlich wird er sogar den Tod entmachten. Gott ist „Abba" (= zärtlich liebender Vater). Bei ihm ist jeder Mensch gefragt, auch der letzte und schäbigste. Gott sucht ihn und will sich mit ihm verbünden - jetzt, durch mich! Nützt die Chance! Wenn ich Prostituierte und Zöllner an meinen Tisch rufe, lädt Gott selbst ein. Wenn ich heile, heilt Gott. Wenn ich Sünden vergebe, verzeiht Gott. Wenn ich zur Feindesliebe aufrufe, dann ist das Gottes Wille."

Prägnant wird im Johannes-Evangelium der hohe Anspruch Jesu zusammengefasst: „Ich und der Vater sind eins!" (10,30)

Eins mit Gott

„Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig." (Matthäus 10,37) Ein provokantes Wort. Ein hartes Wort. Kein Prophet darf so reden. Wer außer Gott selbst hätte das Recht zu sagen, die Beziehung zu ihm sei wichtiger als jede noch so fundamentale menschliche Liebe? Soll sich ausgerechnet an Jesus entscheiden, wie man es mit Gott hält? Wenn Jesus tatsächlich so oder so ähnlich gesprochen hat, dann...

Bitteres Ende

Kein Wunder, dass man ihn für einen Gotteslästerer hält und schließlich seinen Tod will (vgl. Markus 2,7; Johannes 10,33: „Du bist nur ein Mensch und machst dich selbst zu Gott!"). Doch Jesus bleibt seinem Auftrag treu. Und seine Jünger? Als sie sehen, dass ihm der Prozess gemacht wird, werden sie feige und laufen davon. Zu gut kennen sie die damals geltende Überzeugung: Wer am Kreuz endet, ist ein von Gott Verfluchter! Ihr Meister kann demnach nur ein Betrüger sein, bestenfalls ein frommer Narr.

Überraschung!

Aber dann geschieht etwas Überraschendes. Sehr bald nach dem Tod Jesu machen die verängstigten Jünger/innen eine umstürzende Erfahrung. Anfangs wagen sie gar nicht, mit Fremden darüber zu reden. Zu verrückt klingt die Sache. Nach 50 Tagen - so erzählt Lukas in seiner Apostelgeschichte - sagen sie es doch: „Dieser Jesus, der gekreuzigt worden ist, lebt! Er ist auferstanden!" Sein Tod war also nicht sinnlos. Gott hat Jesus nicht verflucht oder aufgegeben, sondern ist mit dem Gekreuzigten in die letzten Abgründe des Menschseins hinab gestiegen: in die Verworfenheit, die Ohnmacht, die Angst, das menschliche Versagen, das Leid, den Tod. Gott durchleidet und durchliebt in Jesus alle Dunkelheiten seiner Geschöpfe, um ihnen Licht und Leben zu bringen.

Immer klarer

Den Jünger/innen wird immer klarer: Im Gekreuzigten und Auferstandenen treffen die Menschen auf die Liebe Gottes, die auch die Dunkelheiten ihres Lebens mitleidet und sie eines Tages in Osterfreude verwandeln kann. Als Juden und Jüdinnen nennen sie Jesus deshalb Messias (= griechisch Christus) - das ist der jüdische Name für den erwarteten Bringer des Heiles - , aber auch Sohn Gottes, Wort Gottes, Bild Gottes, Kraft und Weisheit Gottes. Ja noch kühner, sie sagen zu ihm: „Mein Herr und mein Gott!" (Johannes 20,28). So rufen fromme Juden nur Jahwe-Gott an. Die Jüngerinnen und Jünger sind überzeugt: Jesus gehört untrennbar zu Jahwe-Gott; er ist aus Gott nicht mehr wegzudenken; er gehört zum Wesen Gottes. Von Gott ist er gekommen, zu Gott ist er zurückgekehrt. In Jesus zeigt Gott sein wahres Gesicht, öffnet er sein Herz - für alle Menschen.

Noch immer

Seit den Tagen der Apostel ist die Rede von diesem Jesus nicht mehr verstummt. Bis heute ist sein Geist, der kein anderer als der Geist Gottes ist, vielfältig am Werk, in den christlichen Kirchen, aber auch außerhalb ihrer sichtbaren Grenzen. So wird Jesus z. B. von über einer Milliarde Muslime für einen wichtigen Propheten gehalten. Auch manche Ungläubige - wie z. B. Umberto Eco - schätzten ihn als Ideal der Humanität, als "Modell der universalen Liebe, der Vergebung für die Feinde und des zur Rettung der anderen geopferten Lebens"1. Und unzählige gläubige Menschen finden in ihm all das, was sie brauchen, um sinnvoll leben, lieben und sterben zu können.

 Karl Veitschegger

Mittwoch, 15. September 2021

Dienstag, 14. September 2021

Mittwoch, 8. September 2021

10 Tipps, was Sie für das Klima tun können

 Wäsche, Wärme, Beleuchtung: Es gibt jede Menge Möglichkeiten, CO2 zu sparen. Das Gute daran: Viele davon sind ganz einfach, senken die Lebensqualität in keiner Weise und erfordern kaum Umstellung im Alltag. Dafür sind sie enorm sinnvoll, denn in den vergangenen 150 Jahren stieg die CO2-Menge in der Atmosphäre um 40 Prozent.

Doch welche Maßnahme spart wie viel CO2? Hier sind die Antworten: zehn Energiespartipps, die wirklich was bringen fürs Klima.


1. STROM VOM UNABHÄNGIGEN ÖKO-ANBIETER

Der Wechsel ist ganz einfach – und bringt enorm viel für das Klima. Ein durchschnittlicher Drei- bis Vier-Personen-Haushalt kann dadurch im Jahr bis zu 1,9 Tonnen CO2 einsparen.

2. MIT FAHRRAD, BUS ODER BAHN ZUR ARBEIT

Wer pro Tag rund 20 Kilometer Arbeitsweg zurücklegt, spart bei einem PKW-Durchschnittsverbrauch von acht Litern auf 100 Kilometer rund 640 Kilogramm CO2 im Jahr.

3. WENIGER FLEISCH AUF DEM TELLER

Wer sich ausgewogen und fleischreduziert ernährt (oder sogar Vegetarier ist), erspart dem Weltklima rund 400 Kilogramm CO2 im Jahr.

4. KURZSTRECKENFLÜGE CANCELN

Ein einziger Hin- und Rückflug Hamburg – München verursacht 340 Kilogramm CO2. Die Bahnfahrt dauert länger, ist aber viel umweltfreundlicher.

5. BIO AUS DER REGION INS KÖRBCHEN

Beim Bioanbau wird nur etwa die Hälfte der Energiemenge benötigt, die konventionelle Landwirtschaft braucht. Bei langen Transportwegen entstehen außerdem überflüssige Emissionen: Eine Mahlzeit von 100 Gramm Spargel aus Chile verursacht allein durch den Transport 1,7 Kilogramm CO2-Ausstoß. Aus der eigenen Region zur Spargelzeit sind es nur 60 Gramm.

6. HEIZUNG RUNTERDREHEN

Keiner soll im Kalten sitzen! Aber die Absenkung der Raumtemperatur um nur ein Grad senkt die CO2-Emissionen eines Vier-Personen-Haushalts pro Jahr um rund 350 Kilogramm. Senkt man die Temperatur in der Nacht in der Wohnung generell auf 15 bis 16 Grad, spart das noch einmal knapp 300 Kilogramm CO2.

7. VOLLE MASCHINE, NIEDRIGE TEMPERATUR

Die Vorwäsche weglassen und grundsätzlich mit höchstens 60 Grad waschen – nur in Ausnahmefällen mit 95 Grad. Die meiste Wäsche wird auch bei 30 bis 40 Grad sauber. Anschließend nicht in den Trockner sondern auf die Leine. Einsparpotenzial: bis zu 330 Kilogramm CO2 pro Person und Jahr.

8. ENERGIEFRESSER IM LADEN LASSEN

Wer Neuanschaffungen macht, sollte auf die Energieeffizienz der Geräte achten: Nicht immer ist das billigste Gerät auf Dauer auch das preisgünstigste. Einsparungen bis 50 Prozent sind möglich!

9. BYE-BYE STANDBY

Standby-Schaltungen sind praktisch, weil man nicht mehr von Sofa runter muss, um Fernseher oder Stereoanlage einzuschalten. Aber die Geräte verbrauchen auch in diesem Zustand Energie – oft unnötig viel. Geräte, die keinen Ausknopf haben sollten an eine schaltbare Steckerleiste angeschlossen werden. So lassen sich pro Haushalt bis zu 300 Kilogramm CO2 sparen.

10. ERLEUCHTUNG MIT LEDS

LED-Leuchtmittel benötigt bis zu 90 Prozent weniger Energie als herkömmliche Glühbirnen. Eine Schätzung aus Großbritannien besagt: Wenn pro Haushalt nur eine normale Glühbirne gegen eine LED ausgetauscht wird, kann dafür ein (Kohle-)Kraftwerk abgeschaltet werden. 

Samstag, 4. September 2021

Klimaschutz - was können WIR beitragen?

 


»Wir alle tragen Verantwortung für unseren Planeten.« Das stimmt, reicht aber nicht. Jedes individuelle Bemühen um umweltfreundliches und ressourcenschonendes Verhalten muss von der staatlichen Politik unterstützt werden. Dabei kommt es auf die Nachhaltigkeit der lokalen und nationalen, der europäischen und schließlich auch der globalen Entscheidungen an.

Schuldzuweisungen helfen nicht weiter, das gilt auch für Umweltfragen. Um einen Paradigmenwechsel herbeizuführen, muss jeder Einzelne aktiv werden und andere zum Mitmachen bewegen.

Wir können einiges tun:

  • Wir können Passivhäuser fördern, die wenig Energie verbrauchen, oder sogar Plusenergiehäuser, die mehr Energie erzeugen, als ihre Bewohner verbrauchen.

  • Wir können Energie sparen, indem wir weniger elektrische Geräte benutzen und vermehrt erneuerbare Energien einsetzen.

  • Wir können im Stadtverkehr aufs Auto verzichten, indem wir Fahrgemeinschaften bilden und natürlich öffentliche Verkehrsmittel nutzen.

  • Wir können mit dem Zug reisen statt mit dem Flugzeug.

  • Wir können lokale Produkte kaufen statt den berühmten Becher Erdbeerjogurt, der nach Berechnungen des Wuppertal Instituts insgesamt 8000 Kilometer mit dem LKW kreuz und quer durch Europa hinter sich hat, bevor er in Stuttgart im Supermarktregal steht.

  • Wir können Müll trennen und Müll vermeiden, indem wir zum Beispiel auf Produkte mit aufwendiger Verpackung verzichten.

  • Wir können unseren Fleischkonsum reduzieren, und zwar nicht nur unserer Gesundheit zuliebe, sondern auch im Hinblick auf die Umweltbelastung: Bei der Erzeugung von einem Kilo Kalbfleisch fallen 14 Kilo CO2.

  • Und schließlich können wir in kleineren Geschäften einkaufen oder durch unser Kaufverhalten das Warenangebot der Supermärkte beeinflussen, denn die großen Ketten werden auf die veränderte Nachfrage reagieren.

Mittwoch, 1. September 2021

KIRCHE UND KLIMASCHUTZ - SCHÖPFUNG BEWAHREN

 


Für Christ:innen ist die Erde eine Schöpfung, die es zu erhalten gilt. Sie wurde uns als Lebensort zur Verfügung gestellt. Schon die ersten Seiten der Genesis sprechen davon, dass die Erschaffung der Erde „gut“ ist. „Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut.“ (Gen 1,31). Die Schöpfung Gottes ist kein Zufallsprodukt. Sie ist gewollt und aus Liebe („creatio ex amore“) erschaffen.

Der Mensch ist Teil der Schöpfung, er steht nicht über ihr, sondern ist ein Teil des Universums. In besonderer Achtung vor der gesamten Umwelt – der Pflanzen, der Tiere, des Wassers, der Luft und der Erde – trägt der Mensch die Sorge für den Fortbestand des Lebens. Franz von Assisi hat auf diesen Aspekt auf besondere Weise hingewiesen: Im „Sonnengesang“ werden die Mitgeschöpfe seine Geschwister (u.a. „Bruder Sonne“ und „Schwester Mond“) genannt.

Papst Franziskus schreibt in seiner Enzyklika Laudato Si "Es gibt nicht zwei Krisen nebeneinander, eine der Umwelt und eine der Gesellschaft, sondern eine einzige und komplexe sozio-ökologische Krise"

Die Worte sind sehr treffend, denn unsere Erde und damit auch die Bewohner:innen sind heute mehr denn je bedroht: Menschengemachter Klimawandel, Abholzung der Regenwälder, Massentierhaltung und Energieverschwendung stehen in einem krassen Widerspruch zur (biblischen) Schöpfungsverantwortung. Die Endlichkeit natürlicher Ressourcen ist spürbar. Die globale Erwärmung und die Emissionen von Treibhausgasen steigen – mit katastrophalen Folgen für Menschen, Gesellschaften, Tiere und die gesamte Schöpfung. Angesichts dieser Entwicklungen engagieren sich die christlichen Kirchen schon seit vielen Jahren für den Erhalt der Schöpfung. 

Erste kirchliche Umweltinitiativen entstanden Anfang der 80-er Jahre. Seit dem Jahr 2000 gibt es die Konferenz diözesaner Umweltbeauftragter, in der Umweltbeauftragte der katholischen und evangelischen Kirche zusammenarbeiten.

Samstag, 28. August 2021

Mittwoch, 25. August 2021

Inhalt: Menschenhandel: Zunehmende Armut gefährdet Kinder

 

Millionen Menschen werden weltweit jedes Jahr Opfer von Menschenhändlern. Etwa ein Drittel sind Kinder, die häufig aus besonders armen Familien stammen.

 

Millionen Menschen werden weltweit jedes Jahr Opfer von Menschenhändlern. Etwa ein Drittel, mehr als 1,2 Millionen, sind Kinder, die häufig aus besonders armen Familien stammen. Davon gehen Schätzungen der International Labour Organisation (ILO) und der UNICEF aus. Es ist zu befürchten, dass die COVID-19-Krise die Situation noch verschärft. 

 

„Corona brachte einen Rückschlag bei der Bekämpfung von Armut“, erklärt Reinhard Heiserer, der Geschäftsführer der österreichischen Hilfsorganisation Jugend Eine Welt. „Menschen, die vor dem Nichts stehen, werden leicht zu Opfern von skrupellosen Menschenhändlern.“ Kinder landen dann als Zwangsarbeiter und -Arbeiterinnen auf Plantagen, in Minen oder in Haushalten, werden sexuell ausgebeutet und im Drogenhandel missbraucht.

 


Gerade auch junge Menschen auf der Flucht werden zu leichten Opfern für Menschenhändler. Das weiß auch die Don Bosco Schwester Maria Rohrer FMA, die seit elf Jahren in Tunesien als  Partnerin von Jugend Eine Welt tätig ist. Sie betreut Mädchen und Frauen, die dort gestrandet sind. „Viele, etwa aus der Elfenbeinküste, die hoffen, in Europa der Armut zu entkommen, werden von Menschenhändlern mit Arbeitsangeboten gelockt“, so Rohrer. „Sie landen dann in Tunesien und werden hier zu Zwangsarbeitern und –Arbeiterinnen in Haushalten oder landen in der Prostitution.“ Die Menschenhändler fordern von ihnen ihre „Kosten“ für die Reise zurück. Sie werden gezwungen, ihre vermeintlichen „Schulden“ abzuarbeiten.

 

Immer öfter würden auch Kinder zu Opfern, stellt Sr. Rohrer fest. Die Menschenhändler würden den Flüchtlingen vormachen, dass sie mit Kindern eher nach Europa kommen würden. „Kleine Kinder und sogar Babys werden daher Opfer von Menschenhandel. Wer besonders arm ist, glaubt den falschen Versprechen und hofft, dass es die Kinder weg von daheim besser haben werden.“ Am Ende landen aber auch diese jungen Menschen in der Zwangsarbeit. 

„Diese menschenverachtende Form der Kriminalität muss rigoros und auf internationaler Ebene bekämpft werden“, betont Heiserer. „Neben der akuten Corona-Nothilfe dürfen wir die langfristige Armutsbekämpfung nicht aus den Augen verlieren. Wenn man in bitterer Armut jede Perspektive verloren hat, greift man nach jedem Strohhalm. Kinder sind dann besonders gefährdet, Opfer von Menschenhandel zu werden.“

Samstag, 21. August 2021

Dramatische Situation in Afghanistan, Haiti und Afrika

 


  • Brennpunkt Afghanistan: Die Lage bleibt dramatisch. Im Nachbarland Pakistan werden bereits 1.5 Millionen geflüchtete Menschen aus Afghanistan versorgt und unsere Partner*innen vor Ort erwarten in den kommenden Tagen weitere Hunderttausende. Wir müssen diese Menschen jetzt mit Lebensmitteln und einem Dach über dem Kopf unterstützen. Die Caritas ist schon lange in der Region vor Ort im Einsatz und arbeitet dort mit verlässlichen Partner*innen zusammen.
     
  • Brennpunkt Haiti: Am Samstag hat ein Erdbeben der Stärke 7,2 den Karibikstaat erschüttert. Fast 2.000 Tote und 10.000 Verletzte hat das Erdbeben auf Haiti gefordert. Enormer Starkregen durch einen Tropensturm erschwert die Lage für die Betroffenen, sie schlafen ohne Dach über dem Kopf. Das Gesundheitssystem ist überfordert. Die Caritas hilft bereits seit dem letzten verheerenden Erbeben von vor 10 Jahren.
     
  • Brennpunkt Afrika: Gleichzeitig droht im Südsudan, der durch die jahrzehntelangen Kriege schwer gezeichnet ist, eine Hungerkatastrophe. Tausende haben ihre Lebensgrundlage verloren und sind nun auf humanitäre Hilfe angewiesen. Naturkatastrophen wie die Überschwemmung vor 10 Tagen verschlimmern die Lage. Auch in der DR Kongo wissen viele Mütter nicht, wie sich ihre Babys und Kinder versorgen können. Unterernährung und Mangelernährung sind die dramatische Folge. Wir wollen vor Ort mit Saatgut und Werkzeugen helfen und Babys in Ernährungszentren wieder aufpäppeln!

Unsere dringende Bitte lautet deshalb: Helfen Sie uns jetzt zu helfen! Mit einer Spende für unseren Katastrophenfonds ist es uns möglich, nun rasch zu handeln!


 
Katastrophenfonds



Freitag, 20. August 2021

Hunger und Covid verschärfen Not

 690 Millionen Menschen weltweit leiden an chronischem Hunger. Das bedeutet: Hunderte Millionen Mütter und Väter wissen nicht, wie sie ihren hungernden Kindern genügend zu essen geben können und kämpfen täglich ums Überleben. Die Caritas hilft.

Konnte der globale Hunger zwischen 1990 und 2015 halbiert werden, so steigt die Zahl der hungernden Menschen jetzt wieder an. Laut UN-Welternährungsorganisation FAO könnte sich die Zahl der Menschen aufgrund der Corona-Pandemie um bis zu 132 Millionen erhöhen. Die traurige Bilanz: Jeder neunte Mensch weltweit hungert – Tendenz steigend.

Besonders in Afrika hat sich die Situation verschlimmert. Vor allem Länder südlich der Sahara, wie der Südsudan sind davon betroffen. Durch Klimawandel hervorgerufene Konflikte und Naturkatastrophen wie Dürre, Heuschreckenplagen oder Hochwasser gepaart mit der Corona-Pandemie verschärfen den Hunger.

Gemeinsam müssen wir jetzt handeln, um die schlimmste Not einzudämmen!

Die Caritas widmet der Sammlung im Sommer traditionell den Menschen in den ärmsten Regionen der Welt und der Katastrophenhilfe in Krisenzeiten. Im Rahmen dieses Gottesdienstes bitten wir auch um ihre Unterstützung für eine Zukunft ohne Hunger. Jede Spende hilft dabei, dem Hunger in den ärmsten Ländern der Welt entgegen zu wirken.

Um auf den steigenden Hunger aufmerksam zu machen, läuten

am Freitag, 30. Juli 2021, um 15 Uhr österreichweit die Kirchenglocken.

Das Läuten - zur Sterbestunde Jesu – soll Aufmerksamkeit erregen, aber auch zum Engagement gegen Hunger aufrufen. Denn es liegt in unser aller Hand den weltweiten Hunger zu beenden. Das ist ein ambitioniertes Ziel, aber es ist erreichbar! Und jede und jeder einzelne kann dazu beitragen: Etwa indem man die Caritas bei ihrer Hungerkampagne unterstützt, Informationen weiterträgt, Glocken läutet oder Spenden sammelt!


Mittwoch, 18. August 2021

Freitag, 13. August 2021

Mittwoch, 11. August 2021

Ein Missionar erzählt... Zu Fuß zu den Menschen

 Südsudan. Eine von Gewalt gebeutelte Region Afrikas und zugleich ein Land voll christlicher Hoffnung. Der Comboni-Missionar P. Gregor erzählt von seiner Arbeit.

Seit über neun Jahren lebt P. Gregor Schmidt als Comboni-Missionar beim Hirtenvolk der Nuer im Südsudan. Seine Pfarre Old Fangak liegt im „Sudd“, dem Überschwemmungsgebiet des Nils. In der Regenzeit von April bis Oktober steht ein Großteil des Landes unter Wasser. Die Region ist mit Fahrzeugen nicht erreichbar. Es gibt keine Straßen. Entweder man fährt mit einem Einbaum-Kanu, oder man geht – manchmal steht einem dabei das Wasser bis zum Hals. „Die Leute hier gehen eigentlich alles zu Fuß, und wir gehen mit ihnen“, erzählt P. Gregor. Zwei Priester sind für ein Gebiet zuständig, das so groß ist wie die halbe Steiermark.


Kultur der Hirtenvölker – Tanz und Gewalt

Sonntags kommen gut 1200 Menschen ins Pfarrzentrum von Old Fangak zum Gottesdienst. Eine Uhrzeit für den Beginn des Gottesdienstes gibt es nicht, denn es würde sich niemand daran halten. Die Ankunftsphase dauert etwa eine Stunde. Die Frühangekommenen tratschen miteinander, später probt dann der Chor für den Gottesdienst. Die Messe dauert drei Stunden. Besonders lange braucht der Gang zur Kollekte – bis 1200 Menschen bei der Kollektenbox waren, hat der Chor fünf lange Lieder gesungen. Außerdem wird nicht gegangen, sondern getanzt.

So fröhlich ein Gottesdienst klingt, so schwer ist das Leben. Der Südsudan ist eine der am wenigsten entwickelten Regionen Afrikas, die zudem den längsten Krieg des Kontinents durchlebt. Seit 1955 hat er vier Generationen von Menschen traumatisiert. Gewalt gibt es aber nicht nur durch Kriegshandlungen. Auch zwischen den Volksstämmen und innerhalb der Völker ist Gewalt an der Tagesordnung. „Jeder Mann besitzt hier eine Kalaschnikow oder andere Waffen“, erklärt P. Gregor. Traditionelle Feste werden nachts und mit Alkohol gefeiert, „da kracht es schon einmal schnell“, so der Comboni-Missionar. Es gilt das Prinzip der Blutrache. Wird ein Mensch getötet, muss er gesühnt werden. Aber es ist nicht wichtig, den Mörder zu finden. Es reicht, einen männlichen Verwandten als „Ausgleich“ zu töten, weil der Einzelne stellvertretend für die Sippe steht.

Von Feindesliebe und Gnade

Feindesliebe zu predigen ist unter diesen Umständen eine enorme Herausforderung. „Weil ich Ausländer bin, habe ich das Leiden der Nuer zu meinem eigenen Leiden gemacht und stelle keine Forderungen“, berichtet
P. Gregor. „Wir beten für die Toten und segnen die Verletzten.“ Zu gewissen Anlässen beten Nuer Fürbitten in der Sprache der Dinka (des großen Widersachers im aktuellen Bürgerkrieg), um ein Zeichen der Versöhnung zu setzen. Das kirchliche Leben ist ein Schutzraum: „Unsere aktiven Katholiken sind merklich weniger gewaltaffin als der Durchschnitt“, hält P. Gregor fest, „und wir feiern unsere Feste am Tag und ohne Alkohol, und auf Kirchengelände gilt Waffenverbot“, zählt er die Versuche auf, das Zusammenleben gewaltfreier zu gestalten.

Zusätzlich zu kulturellen Herausforderungen hat der Missionar auch mit sprachlichen Barrieren zu tun. Er spricht zwar die Sprache und es gibt auch eine Nuer-Bibel, doch viele Worte lassen sich nicht übersetzen. Nuer kennen beispielsweise kein Wort für Gnade. „Wir übersetzen Gnade derzeit aus der Not heraus mit ‚freiem Segen‘, wobei ‚frei‘ aber auch ‚wertlos‘ heißen kann“, beschreibt der Missionar die Schwierigkeiten. Es bleibt also immer noch Erklärungsbedarf.

Der Südsudan ist eine multi-ethnische Gesellschaft mit über 60 Völkern und Sprachen. Etwa drei Viertel der Bevölkerung sind halb-nomadische Hirten. Die Analphabetismus-Rate liegt bei ca. 75 %. Die offizielle Amtssprache ist Englisch.

Sonntag, 8. August 2021

Kein Gnadenakt

 Vor genau 70 Jahren, am 28. Juli 1951 wurde die Genfer Flüchtlingskonvention verabschiedet. Und die war vielleicht noch nie so wichtig, wie heute, betont Caritas-Präsident Michael Landau ihre Relevanz.


Wie viel ist die Genfer Flüchtlingskonvention eigentlich wirklich wert? Schaut man sich die Realität - wie z. B. in Griechenland an, wo Asylverfahren für Menschen suspendiert werden, die aus Syrien, Afghanistan oder Somalia flüchten müssen, eher weniger. „Seit geraumer Zeit sind Pushbacks an den EU-Außengrenzen Realität. (...) Und nicht zuletzt laufen Überlegungen wie in Dänemark, Asylsuchende zur Bearbeitung ihrer Anträge in Drittstaaten zu überstellen, in welchen die Ressourcen möglicherweise weder für die Sicherheit noch für faire Verfahren ausreichend sind, Text und Geist der Genfer Flüchtlingskonvention zuwider", betont Landau.

„Für mich ist die Genfer Flüchtlingskonvention so etwas wie eine Magna Charta und Ausdruck sowie Lehre aus einer schmerzlich gelernten Geschichte, die sich nie mehr wiederholen darf. Sie hat den Schutz vieler Millionen Menschen ermöglicht“. Während Österreich durch die Aufnahme Geflüchteter eine internationale Verpflichtung erfüllt, verbunden mit Rechten und Pflichten, sind die aufgenommenen Menschen vielfach auch zu einem unverzichtbaren Teil der Gesellschaft geworden, so Landau aus den Erfahrungen der Caritas: „Geflüchtete Menschen, die in Österreich oder Ländern der EU ein Zuhause gefunden haben, spielen nicht nur seit langem eine wesentliche Rolle bei der Aufrechterhaltung der europäischen Wirtschaft in unterschiedlichen Sektoren wie der Gastronomie und Hotellerie, dem Bau- und Gesundheitswesen, sondern sind Teil unsere Kultur und zu NachbarInnen und oft auch FreundInnen geworden.“ Anstatt über Adaptierungen nachzudenken, oder die Konvention in Frage zu stellen, sollte es jetzt in erster Linie darum gehen, dass die Bestimmungen so umgesetzt werden, wie sie im Rahmen der Konvention beschlossen wurden.

Über 82 Millionen vertriebene Menschen

„So lange Krieg herrscht, so lange Menschen in den Herkunftsländern keinen Schutz und keine Perspektive finden, und so lange mit Waffenhandel viel Geld verdient wird, so lange werden Menschen sich auf den Weg machen, auch nach Europa. Wir sollten in Österreich und Europa nach meiner Überzeugung noch viel deutlicher das Recht nicht fliehen zu müssen artikulieren. Und das reicht von Kriegen bis zu den dramatischen Folgen der Klimakrise“, sagt Caritas Präsident Landau. Zahlen untermauern diese Aussage: Ende 2020 galten über 82 Millionen Menschen weltweit als vertrieben – auf Grund von Verfolgung, Konflikt, Gewalt, Menschenrechtsverletzungen oder anderen Ereignissen, die die öffentliche Ordnung schwerwiegend stören. 86% aller Vertriebenen werden von Entwicklungsländern beherbergt, und nur ein sehr kleiner Teil schafft es bis Europa.

Für Landau ist der Weg daher klar: Mehr globale Solidarität gegenüber den Entwicklungsländern, denn "Schutzgewährung ist kein Gnadenakt, sondern eine rechtlich verbriefte Verpflichtung der Länder. Und der Zugang zu Schutz in Österreich und in der EU muss erhalten bleiben. Die Genfer Flüchtlingskonvention ist bleibend aktuell. Und sie war vielleicht noch nie so wichtig, wie heute.“ (caritas)

Samstag, 7. August 2021

Dienstag, 3. August 2021

Sonntag, 1. August 2021

Freitag, 30. Juli 2021

Glockenläuten gegen Hunger

 Am Freitag, 30. Juli, um 15 Uhr läuten in ganz Burgenland für fünf Minuten die Kirchenglocken. Das Läuten soll – zur Sterbestunde Jesu – darauf aufmerksam machen, dass täglich Menschen an Hunger sterben.

Erstmals seit langem ist die Zahl der hungernden Menschen weltweit wieder gestiegen: 821 Millionen Menschen leiden an Hunger. Vor allem die Länder in Afrika sind betroffen, durch Gewaltkonflikte, durch die Klimakrise und durch Covid. Jeden Tag kämpfen Millionen Mütter und Väter weltweit darum, dass ihre Kinder nicht hungrig einschlafen müssen. In Afrika ist jedes dritte Kind chronisch unterernährt. Diese Kinder sind zu klein für ihr Alter, ihre Organe wachsen nicht, sie können sich körperlich und geistig nicht altersgemäß entwickeln. Die Folgen für den, der Hilfe braucht, sind verheerend. Daher ist es ein Gebot der Stunde, jene Menschen, deren tägliche Mahlzeit bereits jetzt nicht gesichert ist, nicht allein zu lassen.

Ein Weckruf

Um auf diese Situation aufmerksam zu machen, gibt es am Freitag, 30. Juli, in ganz Österreich einen Aktionstag. Gemeinsam mit der österreichischen Bischofskonferenz findet heuer bereits zum vierten Mal die Aktion 

„Glocken gegen den Hunger“ 

statt: um 15 Uhr läuten in ganz Österreich in den Pfarrgemeinden die Kirchenglocken fünf Minuten lang. „Sie läuten gegen das Sterben an und wollen uns wachrütteln, denn es liegt an uns mitzuhelfen, dieses unnötige Hungern zu beenden“, sieht Caritas-Bischof Benno Elbs die Aktion als Weckruf, Maßnahmen zu setzen, um Hunger weltweit zu beenden. „Tun wir es doch einfach, helfen wir und setzen wir damit ein Zeichen für die Menschlichkeit.“

Für eine Zukunft ohne Hunger - 

Sammlung am Sonntag, 22. August um 8:30 Uhr in der 

Kirche Mariä Himmelfahrt


Mittwoch, 28. Juli 2021

Dienstag, 27. Juli 2021

Freitag, 23. Juli 2021

Dienstag, 20. Juli 2021

 


SOZIALPROJEKTE

Die Kirche sorgt sich um den ganzen Menschen, nicht nur um sein Seelenheil. MIVA-Autos und andere MIVA-Fahrzeuge sind daher besonders häufig für Sozialprojekte unterwegs, darunter Schulen und Berufsschulen, Kindergärten und Waisenhäuser.


Der langjährige MIVA-Projektpartner P. Walter Coronel, Projektkoordinator der Diözese Portoviejo, hat der MIVA ein besonderes Projekt empfohlen. Die Schwesterngemeinschaft „Consagradas de la Asociacion de Fieles Santa Maria de la Esperanza“ bräuchte dringend einen VW-Kleinbus.
Vor sieben Jahren haben die Schwestern das Waisenhaus & Straßenkinderzentrum „ Casa Hogar de Belen“ in der Gemeinde El Rodeo übernommen. Sie beherbergen rund 60 Kinder, die aus schwierigen Lebenssituationen kommen. Ziel ist es, diesen Kindern und Jugendlichen ein stabiles und geschütztes Lebensumfeld zu bieten, in dem sie „Kind sein“ können. Viele von ihnen wurden in frühen Jahren in ihrem familiären Umfeld sexuell missbraucht. Für diese steht eine psychologische Begleitung und rechtliche Unterstützung zur Verfügung.
Außerdem ermöglichen die Schwestern den Kindern einen regelmäßigen Schulbesuch.
Für die ausreichende Betreuung war der Ankauf eines Kleinbusses notwendig: Besorgung von Lebensmitteln, Transport zu Schule, Workshops, Sport- und Freizeitaktivitäten oder etwa der Besuch der Heiligen Messe sind nun möglich.


SPENDEN IST VERTRAUENSSACHE

Die MIVA garantiert: „Spenden in guten Händen“. Wer sein Geld als Zeichen der Solidarität zur Verfügung stellt, hat natürlich auch ein Anrecht darauf, zu erfahren, was damit geschieht. MIVA-Jahresberichte können bei der MIVA angefordert werden, aber auch auf dieser Website lassen sich die Geldflüsse nachvollziehen. Mit ihrem Beschaffungsbetrieb, dem BBM, sucht die MIVA für jedes Projekt die kostengünstigste Abwicklung. Durch gezielte Einsparungen beim Einkauf wird jeder gespendete Euro noch mehr wert.

SPENDENKONTO: 

IBAN AT07 2032 0321 0060 0000

Dienstag, 13. Juli 2021

Mittwoch, 7. Juli 2021

Mittwoch, 30. Juni 2021

Mittwoch, 23. Juni 2021

Mittwoch, 16. Juni 2021

Das Neue" zeigt sich unterwegs

 Das Forum Katholische Erwachsenenbildung der Diözese Eisenstadt lädt gemeinsam 

mit Ferdinand Kaineder zu den Spiri#Walks ein. 

Ab Juli starten die ein- bis dreitägigen Pilgerwanderungen im ganzen Burgenland.

Eisenstadt – Am 9. Juli laden das Forum Katholische Erwachsenenbildung und der renommierte Medienexperte, Coach und Theologe Ferdinand Kaineder zu einem dreitägigen Spiri#Walk im Südburgenland ein. Von 26. bis 28. August geht es bei jeweils eintägigen Pilgerwanderungen durch das Nord-, Mittel, und Südburgenland. Ziel ist, gemeinsam Neues zu entdecken, sich auf veränderte Sichtweisen einzulassen und Spiritualität inmitten der Schönheit des Burgenlandes schrittweise zu erfahren. "Geplant sind besondere Begegnungsformate. Überraschungen mögen uns den Weg säumen", so Kaineder, dessen Leidenschaft das Gehen, Pilgern und das ökologisch-nachhaltige Reisen mit Weltanschauen sind.

Bewegung verändert Sichtweisen
Am 9. Juli startet ein dreitägiger Spiri#Walk im Südburgenland unter dem Motto "Kirche neu [er]finden". Gemeinsam mit Kaineder stellten Barbara Mayer-Schulz und Monika Petanovitsch, erfahrene Pilgerinnen, interessante Routen zusammen, die sowohl Einheimischen wie Gästen die Schönheit des Süd-Burgenlandes schrittweise erfahren lassen. "Das Neue wird nicht geliefert, sondern tut sich mit jedem Schritt überraschend auf. Bewegung verändert Sichtweisen und das gemeinsame Gehen verknüpft uns hinein in neue Lebens- und Beziehungswelten. Kirche ist das Volk Gottes unterwegs", so Kaineder.
Am Freitag, 9. Juli, ist Start um 9 Uhr früh. Die Wegstrecke führt vom Mutter Teresa Haus in Jennersdorf über die Aussichtsplattform am Binderberg ins Lafnitztal, bis nach Rudersdorf. Am Samstag, 10. Juli, geht es um 8.30 Uhr bei der Marienquelle vis-a-vis der Wallfahrtskirche Ollersdorf los und führt bis nach Jabing. Am Sonntag, 11. Juli, führt die Route von der Pfarrkirche Hannersdorf über Badersdorf, Eisenberg, Dt. Schützen und bis nach Bildein.

Sich finden und inspirieren lassen
Bei den jeweils eintägigen Spiri#Walks im Nord-, Mittel- und Südburgenland von 26. bis 28. August sind die Menschen eingeladen gemeinsam, spirituelle Orte aufzuspüren, neue Haltungen und Einstellungen auszuprobieren und sich im Gehen auszutauschen. "Wir werden uns in der Bewegung weit öffnen. Wir sind neugierig, ganz Ohr und hellhörig. Wir lassen uns finden, berühren, inspirieren vom Leben, das uns hier gemeinsam entgegenkommt. Solche Spiritualität gibt dem Leben eine fröhliche Tiefe und verbundene Weite. Damit werden uns Quellen der Kraft zugänglich", so Kaineder.

Am 26. August startet der Spiri#Walk_Nord in Breitenbrunn, am 27. August der Spiri#Walk_Mitte in Oberpullendorf und am 28. August der Spiri#Walk_Süd in Jennersdorf. Bei jeder Tagesetappe werden ca. 20 km zurückgelegt. Eingeladen sind alle Interessierten.

Die Veranstaltung findet unter den je aktuell geltenden Pandemie-Regelungen statt! PCR-Test (oder anderer gültiger Nachweis) werden vorausgesetzt. Rechtzeitige Anmeldung (beschränkte TeilnehmerInnenzahl) ist unbedingt erforderlich!

Weitere Informationen:

3 Tage Pilgern im Südburgenland: Das Neue gehen
Zeit: Fr., 09. Juli 2021, 09:00 Uhr bis 
So., 11. Juli 2021, 19:30 Uhr
VeranstalterIn: Forum Katholischer Erwachsenenbildung Region Süd

Anmeldung bis spätestens 25. Juni 2021 an Barbara Mayer-Schulz
Tel: 0650 28 25 542, B.Mayer-Schulz@gmx.atweltenpilgern.at

Mehr Information im Folder zum Downloaden

Eintägige Spiri#Walks
Donnerstag, 26. August – Spiri#Walk_Nord

Den Link zu weiteren Informationen und zur Anmeldung finden Sie hier.

Freitag, 27. August – Spiri#Walk_Mitte

Den Link zu weiteren Informationen und zur Anmeldung finden Sie hier.

Samstag, 28. August – Spiri#Walk_Süd
Den Link zu weiteren Informationen und zur Anmeldung finden Sie hier.