Donnerstag, 30. Dezember 2021

Sternsingen für Amazonien - Projekte Landrechte

 

Indigene brauchen Verbündete

Landrechte und Überleben sichern

Unsere Partnerorganisation CIMI hilft den indigenen Völkern, ihr Recht auf ihr Land zu verteidigen. Die Mitarbeiter*innen dieses Indigenenrats fahren zwei Mal im Jahr für rund zwei Monate in die indigenen Dörfer im Regenwald. Während dieser Aufenthalte klären sie die indigenen Völker über ihre Rechte auf, wer für die Einhaltung ihrer Rechte zuständig ist, und wie sie diese selbst einfordern können. Sie unterstützen sie darin, sich selbst zu organisieren, sich zu vernetzen und gemeinsame Lösungen zu entwickeln. Außerdem begleiten CIMI-­Mitarbeiter*innen Indigenen-Vertreter*innen zu Behörden, aber auch zu Demonstrationen, bei denen mehrere indigene Völker gemeinsam ihre Rechte einfordern und verteidigen.

Mithilfe des Indigenenrats halten die indigenen Völker der Vertreibung stand. Formal schon zugesicherte Gebiete müssen in den vorhandenen Grenzen bestehen bleiben, noch ausstehende Anerkennung von indigenen Territorien rechtlich verankert werden. Nur mit diesem Rechtstitel auf indigenes Land ist es möglich, sich gegen Vertreibungen und Willkür zu wehren und die Rechte auf Bildung und Gesundheitsversorgung geltend zu machen.

 

Die Zerstörung des Regenwaldes bedroht das Überleben der indigenen Völker und beschleunigt die weltweite Klimakrise. Deine Sternsingerspende gibt ihnen den Mut, sich zu verteidigen und ist ein wichtiger Beitrag, die „grüne Lunge der Erde“ zu erhalten. 

Herzlichen Dank!



Sonntag, 19. Dezember 2021

21. Dezember - Der heilige Apostel Thomas Märtyrer


Sinnig und bedeutungsvoll feiert die Kirche das dankbare Andenken an den hl. Thomas in den letzten Tagen der Vorbereitung auf das heilige Weihnachtsfest; denn er soll den Gläubigen helfen, dass sie glauben und hoffen auf den Gott, den sie noch nicht sehen, der ohne Prachtentfaltung ganz in der Stille zu ihnen kommt. Er ist unter den heiligen Aposteln derjenige, welcher mit fast eigensinniger Besonnenheit und Vorsicht nach den Gründen der Glaubwürdigkeit forschte, bevor er Geist und Herz den Glaubens-Wahrheiten unterwarf, – aber dann auch ganz unterwarf. Es ist daher billig, dass er, der die Gnade und Pflicht des beseligenden Glaubens erst recht erkannte, nachdem er durch peinliche Dunkel der Ungläubigkeit gewandelt, jetzt den Kindern der Kirche zu Hilfe kommen und sie gegen die Versuchungen stärke, welche von Seiten der stolzen Vernunft an sie herantraten.

Thomas, griechisch Didymus (der Zwilling) genannt, war sehr wahrscheinlich ein armer Fischer aus Galiläa und wurde von Jesus in die auserwählte Zahl der Zwölfe aufgenommen. Nach dem Zeugnis des Evangelisten war er ein anhänglicher, lernbegieriger Schüler des göttlichen Meisters und bewies ein rühmliches Streben nach klarer Erkenntnis und fester Überzeugung.

Als Jesus zu Lazarus eingeladen wurde mit der denkwürdigen Bitte: „Herr, den Du lieb hast, der ist krank“, und Er zu den Aposteln sprach: „“Lasset uns nach Judäa gehen“, mahnten sie Ihn davon ab, weil die Juden Ihn noch vor kurzen steinigen wollten; aber Thomas rief: „Ja, lasset uns mit Ihm gehen, dass auch wir mit Ihm sterben.“ Beim letzten Abendmahl redete Jesus von seinem Heimgang zum Vater, von den vielen Wohnungen im Hause Desselben und von seiner Absicht. „Ich gehe hin, für euch einen Ort zu bereiten. Und wenn Ich werde hingegangen sein und einen Ort für euch bereitet habe, so will Ich wieder kommen und euch zu Mir nehmen, damit auch ihr seid, wo Ich bin. Wohin Ich aber gehe, das wisset ihr, auch den Weg wisset ihr.“ Da sprach Thomas zu Ihm: „Herr, wir wissen nicht, wohin Du gehst, und wie können wir den Weg wissen?“ Jesus sprach zu ihm: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch Mich.“ (Joh. 14)

Obgleich Thomas sich bereit erklärt hatte, mit Jesus zu sterben, wurde er durch die Gefangennehmung und Kreuzigung seines Meisters so sehr entmutigt, verwirrt und bestürzt, dass er an die Auferstehung Desselben gar nicht glauben wollte, ungeachtet die Mitapostel ihm voll Freude erzählten, dass sie den Herrn leibhaft, wirklich und lebendig gesehen. Thomas misstraute nicht ihrer Redlichkeit, sondern nur ihren Sinnen und meinte, sie hätten die gehabte Erscheinung nicht genugsam geprüft, sich getäuscht und das Schattenbild für lebendige Wirklichkeit angesehen; deshalb erklärte er für seine Person: „Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe und meine Finger darein lege und meine Hand in seine Seitenwunde, so glaube ich nicht.“ Und acht Tage darauf erfüllte Jesus dem Thomas seine Bedingung, indem Er zu ihm in Gegenwart der übrigen Apostel sprach: „Lege deine Finger herein und siehe meine Hände, und reiche her deine Hand, lege sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“ (Joh. 20) Thomas hatte nun volle Gewissheit, jedes Bedenken schwand vor der Sonne des Auferstandenen, dessen Gnadenstrahl seine Seele durchleuchtete, und er bekannte voll Demut, Glauben und Liebe: „Mein Herr und mein Gott!“ Dies waren nicht leere Worte einer augenblicklichen frommen Aufregung, sondern die Weihe und der Stempel seines ganzen künftigen Lebens. Jesus lobte ihn: „Weil du Mich gesehen hast, Thomas, hast du geglaubt: selig (seliger) die, welche nicht sehen und doch glauben.“

Über diese Begebenheit schreibt schön der heilige Papst Gregor der Große: „Dass Thomas nicht glaubte und Jesus seine Wunden von ihm berühren ließ, geschah nicht aus Zufall, sondern aus göttlicher Fügung. Der zweifelnde Jünger berührte die Wunden am Leibe seines Meisters und heilte dadurch die Wunden des Unglaubens (an unserer Seele). Der Unglaube des Thomas hat unserer Seele mehr genützt, als der Glaube der übrigen Apostel; denn indem jener durch Berührung gläubig wurde, hat er unsern Glauben über jeden Zweifel befestigt.“ Der hl. Augustin sagt: „Thomas, der heilig, treu und gerecht war, hat dies Alles so sorgfältig verlangt, nicht, weil er zweifelte, sondern um jeden Verdacht der Leichtgläubigkeit auszuschließen. Es genügte ihm ja, um zu glauben, Den zu sehen, Den er kannte; aber für uns war es notwendig, dass er Den, welchen er sah, auch berührte, damit wir, wenn wir etwa sagen möchten, seine Augen haben ihn getäuscht, doch nicht sagen können, seine Hände haben ihn betrogen. Das Sehen des Auferstandenen kann man bezweifeln, nicht aber das Berühren Desselben.“

Nach dem Pfingstfest, als die Apostel sich trennten, um in den verschiedenen Ländern das Evangelium zu verkündigen, zog Thomas gen Osten zu den Parthern, einem Volk, das ganz Persien innehatte und vor der römischen Weltmacht sich nicht beugte. Sehr glaubwürdig ist, dass er in seinem beflügelten Eifer bis nach Indien vordrang, dort eine sehr große Herde dem ewigen guten Hirten zuführte, und dass der Hass der Götzenpriester, welche das kostbare Leben dieses durch die Größe seiner Wunder und die Menge seiner Bekehrungen außerordentlichen Mannes mit Lanzenstichen zerstörten, die Würde seines Apostelamtes mit der Märtyrerkrone verherrlichte.

Abgebildet wird der hl. Thomas gewöhnlich mit einer Lanze, die ihn mit seinem Herrn im Himmel auf ewig vereinigte, in dessen von einer Lanze geöffnete Seite er auf Erden seine Hand gelegt hatte; oft auch mit einem Winkelmaß in der Hand, als dem Sinnbild eines messenden, nach voller Bestimmtheit und Überzeugung ringenden Geistes. 

Mittwoch, 15. Dezember 2021

Rorate

  Ein Licht-Blick am Tag


Entzünde ein Licht.

Es ist ein Zeichen der Gemeinschaft in dieser Zeit.

Nehmen wir die Menschen um uns herum und die Gesellschaft in den Blick.

Stellen wir alle Unsicherheiten und Ängste, Schuldzuweisungen und Schuldgefühle in das Licht Gottes.

 

Beten wir für alle, die sich nach einem Licht-Blick sehnen ...

Entzünde ein Teelicht.

 

 

Ein Augen-Blick mit Gott

 

Einen Augen-Blick mit Gott erleben,

einfach da sein

atmen

ihn in meinem Herzen spüren …

als strahlendes Licht oder sprudelnde Quelle

als aufkeimenden Samen oder sichere Geborgenheit

in der Stille

im Gespräch mit ihm

sagen was mir am Herzen liegt …

 


Ein-Blick in die Welt

 

Die Bezeichnung Rorate hat ihren Ursprung beim Propheten Jesaja -

„Taut, ihr Himmel, von oben, ihr Wolken, lasst Gerechtigkeit regnen! Die Erde tue sich auf und bringe das Heil hervor, sie lasse Gerechtigkeit sprießen.“ (Jes 45,8)

 

Blicken wir in die Welt …

Wir brauchen Gerechtigkeit und Solidarität,

nicht Schuldzuweisungen und Misstrauen …

 

Beten wir für Solidarität und Gerechtigkeit in der Welt, in Österreich, im Burgenland, in meinem Umfeld, ...

Lege ein Symbol für dein Gebet oder dein Anliegen auf den

 dafür vorgesehenen Platz.

 

Lied

Tauet Himmel den Gerechten     GL 791

 

© chrisgarz

Dienstag, 7. Dezember 2021

8. Dezember - Hochfest Mariä Empfängnis

 


Am 8. Dezember feiern wir Katholiken das „Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria“ („Mariä Empfängnis“). Dabei wird nicht – wie irrtümlich oft angenommen – die Jungfräulichkeit Mariens gefeiert, sondern die Überzeugung der Kirche, dass Maria ähnlich wie Jesus Christus seit Beginn ihrer leiblichen Existenz ohne Sünde gewesen ist.

 

In Österreich hat der Feiertag eine jahrhundertealte Tradition, die bis in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges zurück reicht. In der NS-Zeit wurde der Feiertag abgeschafft. Der Nationalrat beschloss im Jahr 1955 dessen Wiedereinführung als Dank für die wiedererlangte Freiheit Österreichs.

 

An diesem Tag findet in der Wiener Innenstadt traditionell der Marien-Umzug statt, den unser Kardinal Christoph Schönborn leitet. Dieser beginnt bei der Mariensäule vor der Kirche Am Hof, ehe die Mitfeiernden – darunter mehrere hundert Ministranten und Fackelträger aus der ganzen Erzdiözese Wien – mit Blasmusik-Begleitung über den Graben zum Stephansdom ziehen. Nach dem Einzug in den Dom mit der Maria-Pocs-Ikone folgt eine Marienvesper mit abschließendem Pontifikalsegen.


PATROZINIEN

Maria Unbefleckte Empfängnis (8. Dezember)

„Concepcion“, das Fest der Empfängnis der Gottesmutter Maria, bezieht sich auf die Empfängnis der Maria durch ihre Mutter Anna.

 

Neun Monate vor Mariä Geburt feiert die Kirche damit die Empfängnis der Gottesmutter.

 

1854 verkündete Papst Pius IX. das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis nicht nur des Gottessohnes Jesus durch Maria, sondern auch der Maria durch Anna. Bei der Empfängnis Christi ist nach katholischer Lehre das Entscheidende die Empfängnis durch die Kraft des Heiligen Geistes und die unversehrte Jungfrauschaft der Gottesmutter Maria vor, während und nach der Geburt.

 

Bei der Empfängnis der Maria durch Anna steht die Mitwirkung von Joachim außer Frage, die Besonderheit ist jedoch, dass Gott Maria vom ersten Augenblick ihres Daseins von der Erbsünde bewahrte. Das neue päpstliche Dogma stieß damals wie heute sowohl in der protestantischen wie in der orthodoxen Kirche auf Ablehnung.

 

Verehrung/Brauchtum

Die Ostkirchen feierten das Fest an manchen Orten schon seit dem 10. Bis 12. Jahrhundert als „Tag der Empfängnis der Allerheiligsten Gottesmutter durch Anna“, im Westen führte es Anselm von Canterbury um 1100 für seine Diözese ein. 1477 führte Papst Sixtus IV. das Fest in Rom ein, seitdem wird es am 8. Dezember mit Messe und Hochamt zelebriert. Unter Clemens XI. weitere sich das Fest als „Mariä Empfängnis“ 1708 auf die gesamte katholische Kirche aus.

 

Früher sollten an diesem Tag die Frauen nicht arbeiten, trotzdem war er nach alter Sitte der Tag des Beginns der weihnachtlichen Bäckereien.

 

Marien-Gebet

Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin.
Verschmähe nicht unser Gebet in unsern Nöten, sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren, o du glorreiche und gebenedeite Jungfrau.
Unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin.
Versöhne uns mit deinem Sohne,
empfiehl uns deinem Sohne,
stelle uns vor deinem Sohne.
Amen.

Sonntag, 5. Dezember 2021

Gedanken zum 2. Advent

 

Hilfe, Rettung und Heil




Maria ist schwanger! – Für Joseph muss das ein Schock sein! Lange war er mit ihr verlobt. Er liebt sie sehr, sie wollten heiraten, doch geschlafen hat er nicht mit ihr. Nicht er. Noch nicht. Aber sie ist schwanger! Wie konnte das geschehen? Wer ist der Vater? 

Was geht nun in Joseph vor? Wut, Zorn, Enttäuschung, Furcht, Angst? Ganz sicher! Doch das alles tötet die Liebe nicht, die er für Maria empfindet. 

Er könnte sie bloßstellen, womöglich anklagen, der Unzucht bezichtigen, sie mindestens aber in Schimpf und Schande aus dem Haus jagen – es fände sich wohl niemand, der Maria verteidigen und freisprechen würde. 

Und sich scheiden lassen? Scheiden lässt sich man sich meist schon aus weniger gewichtigen Gründen. Aber noch waren sie gar nicht verheiratet. Trennung also? Still und heimlich vielleicht? Ohne viel Aufhebens. Man könne ja erklären, dass es eben schon länger aus ist. Jetzt würde es offiziell. Man trennt sich. Maria zieht aus. Niemand würde Fragen stellen. Man nimmt es zur Kenntnis.

Ihn ihm brodelt es. Er kämpft mit sich selbst. Der Grund dafür ist einfach: Er liebt sie!

Er durchlebt schwere Tage und ganz sicher ebenso schwere Nächte. Er kann nicht einschlafen, und wenn die Müdigkeit endlich seine Augen schließen lässt, schütteln ihn schwere Träume. Es lässt ihn nicht los.

Doch dann, eines Nachts, als er sich wieder schweißgebadet hin und her wälzt, erscheint ihm im Traum ein Engel. Also jemand, der zu ihm steht. Der seine wahren Wünsche kennt und ihm seine Ängste nehmen will. Und das, was der Engel ihm sagt, ist gut! Tut gut! Er versteht es zwar nicht, aber es bestärkt ihn. Und Kraft würde er brauchen. Viel Kraft. 

Sie würde ein Kind bekommen, jedoch nicht von ihm. Niemand wird es wissen, nur sie beide. Die anderen werden sich über den frühen Geburtstermin die Mäuler zerreißen: »Die mussten heiraten!«, werden sie sagen, »Sie schliefen miteinander, noch vor der Ehe!«, werden sie tuscheln. 

Ob er das Kind so lieben können wird, wie sein eigenes? Doch! Da ist er sich sicher. Er legte es in Gottes Hände und gibt dem Kind sehr bewusst den Namen Jesus – es bedeutet »Gott ist Hilfe, Rettung und Heil!« . Das ist genau das, was er jetzt und in Zukunft braucht, um das alles durchzustehen. Hilfe, Rettung und Heil. Und genau das hat er gefunden. In sich selbst. Im Traum. Das Kind wird diesen Namen tragen. Damit sie es nie vergessen.

Seine Entscheidung war gefallen: Maria und Joseph – nur einfach verliebt, nun verlobt und irgendwann verheiratet. Er steht zu ihr und zu dem Kind. Nun warten sie gemeinsam auf das, was kommen mag. 

Sich geborgen fühlen 

Getrost erwarten, was kommen mag! Das erinnert mich an Dietrich Bonhoeffer, der im Dezember 1944, nur wenige Monate vor seiner Hinrichtung am 9. April 1945, einige Verse als Weihnachtsgruß an seine Verlobte schrieb. Der letzte Vers lautet:

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Hilfe, Rettung und Heil. In sich finden. Auch das meint Advent.

Mittwoch, 10. November 2021

Segnung unserer neu renovierten Kirche am 6. November 2021

Pater Kuruvila - Diakon Andi - Kan. Laszlo Pal - Diakon Peter - Pater Jomon und Ministranten

 

Otmar Florian - Ratsv. Gertrude Ankerl - Karla Stifter - Pfarrer Mag. Andreas Hankemeier  - Vizebürgermeister Ing. August Gruber


 DI Michael Lasser - Ratsvikarin Gertrude Ankerl -
Fabian Tribrunner, B.A
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Heiliger Martin – Mensch und Legende



Martin von Tours (316/317 - 397) war der Erste, der nicht als Märtyrer, sondern als "Bekenner", allein aufgrund seines Lebenswandels, als Heiliger verehrt wurde. Er wurde als Sohn eines römischen Tribuns in Sabaria (Szombathely / Steinamanger, Ungarn) geboren. Schon als Fünfzehnjähriger Soldat in der kaiserlichen Armee, ließ er sich mit 18 Jahren taufen. Zeitweise zog er sich als Einsiedler zurück. 371 rief ihn das Volk zum Bischof von Tours (Frankreich) aus. Um 375 gründete er in der Nähe das Kloster Marmoutier als kulturelles Zentrum und zur Ausbildung von Missionaren. Er selbst reiste predigend durch Frankreich und Deutschland. Am 8. November 397 starb Martinus auf einer Pastoralreise in der Nähe von Tours.

Bekannt ist die Legende, dass er das Bischofsamt nicht annehmen wollte und schnatternde Gänse sein Versteck verrieten. Ein beliebtes Motiv der abendländischen Kunst ist die Szene der Mantelteilung: Als Soldat teilt Martin seinen Mantel mit einem Bettler, der sich in einer Vision als Jesus zu erkennen gibt.


Mittwoch, 3. November 2021

 


Samstag, 30. Oktober 2021

Ostern als Ursprung von Allerheiligen


Ab dem 4. Jahrhundert ist ein Fest für alle Heiligen überliefert. Die frühen Christen gedachten am Sonntag nach Pfingsten aller Heiligen, denn sie waren vom Osterfest lange nicht wegzudenken. Dieser "Herrentag aller Heiligen" geht auf Johannes Chrysostomus zurück und wurde damals am Oktavtag von Pfingsten gefeiert. In der griechisch-orthodoxen Kirche hat sich dieser Festtermin bis heute erhalten.

Das Leben der Heiligen wurde als Spiegel des Heilsgeschehens an Ostern verstanden. In dieser Wiese versteht es auch der Apostel Paulus im 1. Korintherbrief, wenn er von der Auferstehung spricht (vgl. 1 Kor 15,23).

Liturgiegeschichtlicher Ursprung in Rom

Liturgiegeschichtlich liegt der Ursprung des Allerheiligenfestes in der Weihe eines heidnischen Tempels in Rom, der allen Göttern des Heidentums geweiht war und nun zu einer christlichen Kirche wurde. Diese Kirchweihe fand wahrscheinlich im Jahr 609 statt. Dieser heidnische Tempel ist in Rom bis heute erhalten und trägt den Namen „Pantheon“, also gebaut und gewidmet allen Göttern des Heidentums zur Ehre. Er wurde nun geweiht auf den Titel: „Maria, Königin aller Märtyrer“.

Hochfest Allerheiligen im „Totenmonat“ November

Ab dem 8. Jahrhundert verblasst der Zusammenhang von Ostern und dem „Herrentag aller Heiligen“ allmählich, sodass er zunächst in Irland am 1. November gefeiert wurde. Im Vordergrund stand nicht mehr das Osterfest, sondern die vergehende Natur: Anfang November begann in Irland der Winter und das neue Jahr. Irische Missionare brachten das neue Allerheiligenfest im 9. Jahrhundert auf den Kontinent. Der Termin von Allerheiligen passt auch deshalb in den Totenmonat November, weil sich der lebende Christ durch Jesus Christus mit den Toten verbunden weiß.

Die sichtbare Vergänglichkeit in der umgebenden Natur sensibilisiert den Menschen für die Vergänglichkeit der irdischen Welt. Dadurch öffnet sich der Blick auf das Leben nach dem Tod und die Vorbilder dorthin: alle Heiligen.

Papst Gregor IV. setzt Fest Allerheiligen 835 ein

Im Jahr 835 setzt Papst Gregor IV. das Fest offiziell im Kalender fest. Die Kirche gedenkt an diesem Tag nicht nur der vom Papst heiliggesprochenen Frauen und Männer. An Allerheiligen wird auch jener Menschen gedacht, die ihren Glauben still gelebt und ihr Christsein konsequent verwirklicht haben.

Daraus ergibt sich eine erweiterte Definition des Heiligenbegriffs, die an das Verständnis der Paulusbriefe anknüpft. Auch Papst Franziskus nimmt in seinem Dokument "Gaudete et exultate“ (Freut euch und jubelt) dieses weite Verständnis des Heilig-Seins auf.

Allerseelen: Allerheiligen wird Doppelfest

Dazu passt die Einführung des Festes Allerseelen. Von Abt Odilo von Cluny zunächst im Jahr 998 in den ihm unterstellten Klöstern eingeführt, dient der Allerseelentag heute in der ganzen katholischen Kirche der Fürbitte nach Vollendung der Verstorbenen bei Gott.

Über viele Jahrhunderte haben sich die Gläubigen damit befasst, wie sie den Verstorbenen bei der endgültigen Erlösung helfen können. Vor allem durch „gute Werke“ an den armen Menschen im Diesseits wollte man den Seelen im Jenseits helfen.

Samstag, 23. Oktober 2021

Spenden am Weltmissionssonntag 2021

 


Die Kollekte am Weltmissionssonntag ist die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. Mehr als 100 päpstliche Missionswerke auf allen Kontinenten sammeln an diesem Sonntag für die pastorale und soziale Arbeit der Kirche in den 1.100 ärmsten Diözesen. Gläubige weltweit setzen damit ein Zeichen der Hoffnung für die Ärmsten und Bedürftigsten in Afrika und Asien.

Ihre Spende zum Weltmissionssonntag wirkt, weil sie dort ankommt, wo die Not am größten ist.

Machen auch Sie mit und schenken Sie Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Mittwoch, 20. Oktober 2021

 


Gebückt und eingehüllt in Staub schuftet Mehnaz seit sie klein ist in einer Ziegelfabrik in Pakistan. Mit der Covid19-Pandemie schrumpft der zuvor schon karge Lohn der Hunderten Menschen dort weiter. Um zu überleben, brauchen sie rasche Hilfe.

Mit bloßen Händen formen Mehnaz und ihr Mann die Ziegelsteine aus Ton und Lehm. Die Luft ist stickig und voller Staub. Dichter schwarzer Rauch dringt aus den Schloten der Fabriken. Die zwei kleinen Kinder des Paares müssen mithelfen und 16 Stunden am Tag die schweren Steine schleppen. Schule gibt es am Rande der Stadt Multan in Pakistan keine. Und Geld, sie woanders hinzuschicken, erst recht nicht.

Christinnen und Christen in der Schuldenspirale

Mehnaz und ihr Mann sind so wie Hunderte andere hier Christen. Im mehrheitlich muslimischen Pakistan bleibt ihnen als Arbeit oft nur das, was sonst niemand machen will. So verdingen sich seit Generationen viele in den Ziegelfabriken. Umgerechnet drei Euro Lohn erhält Mehnaz am Tag. Das reicht nicht zum Leben. Die Arbeiterinnen und Arbeiter sind gezwungen, sich vom Fabrikchef einen Vorschuss ausbezahlen zu lassen. Monat für Monat steigen so ihre Schulden bei ihm weiter. „Wir sind ihm völlig ausgeliefert“, sagt Mehnaz, „und kommen aus dieser Spirale nicht raus.“

Hungern wegen Covid19

Das Leben von Mehnaz, ihrem Mann und etwa 200 weiteren Familien ist das von modernen Sklaven. Sie hausen in brüchigen Baracken aus Lehm, ohne fließendes Wasser und nur stundenweise mit Strom. Um die Luftqualität in der Corona-Pandemie zu verbessern, ordnete der pakistanische Staat die zeitweise Schließung der Ziegelfabriken an. Eine Katastrophe für Mehnaz und die anderen – plötzlich verloren sie den Rest ihres kargen Lohnes. Hunger zog in die Hütten. „Ich weiß nicht mehr, wann ich das letzte Mal gegessen habe“, klagt Habib, ein Nachbar von Mehnaz.

Hilfe ist möglich

„Wir hatten schon keine Hoffnung mehr“, sagt Mehnaz: Keine Arbeit, kein Lohn, dazu hohe Schulden und Kinder, die Hunger haben. Nun versucht Missio Österreich mit der örtlichen Caritas das Leid zu lindern. Solange die Fabriken geschlossen bleiben, bekommen 1.400 Menschen auf dem Gelände der Fabriken Essenspakete. Sie enthalten Mehl, Reis, Linsen und Öl sowie Milch, Zucker und Früchte. Damit die Menschen in den kalten Nächten nicht länger auf dem Boden schlafen müssen, erhalten sie Decken und Matratzen. Spenden Sie diesen geschundenen Menschen Hoffnung. Ihre Hilfe rettet Leben!

Verändern Sie mit uns die Welt!

  • Mit 35 Euro versorgen Sie eine ganze Familie zwei Monate lang mit Nahrung.
  • Für 70 Euro lassen sich 60 Kilo Linsen für die Kleinsten kaufen.
  • Mit 90 Euro bekommen zwei Familien Essen und wärmende Decken sowie Matratzen.
  •  IBAN: AT96 6000 0000 0701 5500 BIC: BAWAATWW

Sonntag, 17. Oktober 2021

Corona-Katastrophe in Indien

 


Überfüllte Spitäler, kaum Medikamente und zu wenig Sauerstoff. Mit bis zu 400.000 neuen Covid-Fällen pro Tag kollabiert Indiens Gesundheitssystem. Die Schwächsten trifft die Tragödie am härtesten. Die Missio-Partner vor Ort tun alles, um jetzt ihr Leid zu lindern – und sie brauchen dafür dringend Ihre Unterstützung.

Wer hat sie nicht gesehen, die Bilder der nächtlichen Rauchschwaden über improvisierten Krematorien inmitten von Indiens Hauptstadt Delhi. Es sind apokalyptische Szenen die dem „Inferno“ von Dante gleichen, wie eine Zeitung festhält. Und sie verdecken doch das Drama, das sich unten, in den Städten und Dörfern von Indien, gerade entfaltet.

Augenzeuge der Katastrophe

Langjährige kirchliche Partner wenden sich in diesen Tagen verzweifelt an Missio Österreich. Sie sind krisenerprobte Profis, die es gewohnt sind, schwierige Situationen zu meistern und die nun doch kaum mehr weiterwissen angesichts des Ausmaßes der Katastrophe.

Franklin Menezes ist Direktor der Caritas in Kalkutta und er hat Tränen in den Augen, wenn er verfolgt, wie Indien mit offiziell bis zu 400.000 neuen Covid-Fällen pro Tag immer tiefer in die Katastrophe abgleitet: „Vor den Spitälern stehen die Rettungswägen Schlange. Darin liegen Menschen, die in Betten aufgenommen werden sollen, die es längst nicht mehr gibt. Die Sauerstoff erhalten sollen, der gar nicht mehr vorhanden ist. Die von Schwestern und Ärzten behandelt werden sollen, die selbst am Ende ihrer Kräfte sind und von denen sich etliche bereits infiziert haben.“ Erst der Leichtsinn und die Ignoranz der Regierenden hätten nach einem vergleichsweise milden Verlauf der Pandemie im vergangenen Jahr die nunmehrige Eskalation ermöglicht.

Ein Appell aus Kalkutta

Wie schlimm die Lage ist, verdeutlicht Caritas-Direktor Menezes in seiner Nachricht an Missio Österreich. Er berichtet von Menschen, die hilflos auf der Straße sterben müssen. Die ersticken, weil der Sauerstoff fehlt, um sie zu beatmen. Aber auch er bekräftigt seinen Willen, gerade jetzt die Menschen nicht im Stich zu lassen. Als langjähriger Partner von Missio weiß er, was es braucht, damit durch Prävention Menschenleben gerettet werden können. Und so wendet er sich direkt an die Spenderinnen und Spender in Österreich. „Wir appellieren an euer mitfühlendes Herz und eure großzügigen Hände, uns jetzt zu helfen, um wertvolle Leben zu retten. Wir brauchen euch.“ Den letzten Satz seiner Botschaft formuliert er auf Deutsch: „Ich bin, weil Du da bist.“

Unterstützen Sie bitte die Nothilfe-Maßnahmen, die Missio Österreich gemeinsam mit seinen kirchlichen Partnern in Indien ins Leben gerufen hat. Sie retten damit Menschenleben!

„Wir appellieren an euer mitfühlendes Herz und eure großzügigen Hände, uns jetzt zu helfen, um Leben zu retten. Wir brauchen euch!“

Franklin Menezes, Direktor der Caritas in Kalkutta

 IBAN: AT96 6000 0000 0701 5500 BIC: BAWAATWW 

Mittwoch, 13. Oktober 2021

Marienandacht


 Mit diesen Worten bat Papst Franziskus die Gottesmutter um Beistand angesichts der
Corona-Pandemie.


 



 






 

"O Maria,
Du erleuchtest immer unseren Weg
als ein Zeichen der Erlösung und Hoffnung.
Wir vertrauen uns Dir an, Du Gesundheit der Kranken,
die Du am Kreuz an den Schmerzen Jesu teilhattest
und Deinen Glauben bewahrt hast.

Du, Heil des Volkes,
weißt, was wir brauchen.
Und wir sind sicher, dass du dafür sorgen wirst,
dass so wie in Kana in Galiläa
die Freude und das Fest zurückkehren werden
nach der gegenwärtigen Prüfung.
Hilf uns, Mutter der göttlichen Liebe,
dem Willen des Vaters nachzukommen
und das zu tun, was Jesus uns sagt,
der unsere Sorgen
und unser Leid auf sich genommen hat,
um uns durch das Kreuz
zur Freude der Auferstehung zu führen. Amen.

Unter Deinem Schutz suchen wir Zuflucht, Heilige Mutter Gottes.
Verachte nicht die Bitten von uns in diesen Zeiten der Prüfung,
und erlöse uns von aller Gefahr, o glorreiche und gesegnete Jungfrau."
(Papst Franziskus)

 

Kardinal De Donatis sagte in seiner Predigt: „Maria ist bei uns und wir bitten sie um ihre mächtige Fürsprache”. 

In diesem Sinne möchten wir mit der folgenden Marienandacht einladen, Papst Franziskus Beispiel zu folgen.


Zur Marienandacht