Montag, 28. Dezember 2020

Weihnachtsbräuche und Traditionen aus der ganzen Welt

 MEXIKO

In Mexiko beginnt die Weihnachtszeit bereits am 16. Dezember mit den sogenannten «Posadas» 


an diesen neun Abenden wird die Schwangerschaft von Maria und die Herbergssuche mit Josef zelebriert. Bei diesen Feiern wird traditionell eine «Pinata» aufgestellt, eine Figur aus Pappmaché, die mit allerhand Leckereien gefüllt ist. Anschliessend darf jedes Kind der Reihe nach mit verbundenen Augen mit einem Stock diese Figur schlagen. Wenn diese dann zerbricht, stürmen sich die Kinder lautstark auf die Süssigkeiten.

Diese uralte Tradition ist ursprünglich noch auf die Maya zurückzuführen. Zum Ende des Kalenderjahres brachten die Ureinwohner den Göttern zu Ehren einige Kostbarkeiten als Opfergaben dar – häufig Kakaobohnen. Diese waren in einem mit Federn geschmückten Tongefäss versteckt, welches zur rechten Zeit von einer Person mit verbundenen Augen zerschmettert wurde.


 

Tschechien

 

Eine besonders skurrile Tradition gibt es in Tschechien. Die traditionelle Speise zu Heiligabend ist dort ein Weihnachtskarpfen mit Kartoffelsalat. So weit so gut, doch das Kuriose: Der Karpfen wird lebend gekauft und bevor er zur Zubereitung im Backrohr landet in der heimischen Badewanne von der ganzen Familie liebevoll umsorgt und genährt.



 

Dieser Brauch ist auf die christliche Tradition zurückzuführen, dass der Advent als Fastenzeit gilt, in der nur Fisch gegessen werden darf. Dass der Fisch in der Badewanne «gehalten» wird, hat einen praktischen Grund: Dadurch wird der schlammige Geschmack beseitigt, der entsteht, wenn der Karpfen Nahrung aus einem Teich aufnimmt.

Häufig bewahren abergläubische Bewohner auch eine Schuppe des Weihnachtskarpfens in der Geldbörse. Das bringt Glück, verhilft zu Wohlstand und dazu, dass im nächsten Jahr die Geldbörse niemals leer wird. Das ist ganz sicher, denn zumindest die Karpfenschuppe ist immer enthalten.