Dienstag, 27. Oktober 2020

Allerseelen

Erinnerungen des Herzens 

Impulse rund um Allerheiligen und Allerseelen

Allerheiligen Im November, in der Zeit verdorrter Bäume, feiert die Kirche ein hoffnungsfrohes Fest austreibendes Lebens: Allerheiligen, das kleine Ostern.

Allerseelen 

Der Tod hat nicht das letzte Wort.

Die Dunkelheit des Todes wird durchbrochen  vom hellen Schein der Grablichter. Diese Hoffnung macht den Friedhof zu einem wahren Ort des Friedens. Von ihm geht auch im Nebelschleier des verblassenden Jahres Kraft und Trost aus: Ein Ort des Friedens, der an die rettende Verheißung Gottes erinnert.

Ein Erinnerungsspaziergang 

Wenn ein naher Mensch gestorben ist, egal wie lange dieser Abschied zurückliegt, gibt es immer wieder Zeiten im Leben, in denen wir uns besonders an diesen Menschen erinnern, an ihn denken. Es ist gut und wichtig, sich für die Trauer, das Traurig sein, die Leere, die Ohnmacht, die Verwirrung,... Zeit zu nehmen. Dann gibt es Zeiten, in denen die Erinnerungen besonders stark sind, die Traurigkeit, Sehnsucht,... stärker zu spüren sind als im normalen Alltag: etwa zu Allerheiligen und Allerseelen, in der Zeit rund um den Geburtstag, den Todestag, Weihnachten,... In diesen sensiblen, emotionalen Zeiten können Erinnerungsrituale, Gebete und Impulse Trost schenken. 

Eine solche Idee ist ein Erinnerungsspaziergang – in Corona-Zeiten an der frischen Luft gut machbar: ich kann den Erinnerungsspaziergang für mich alleine oder mit lieben Freundinnen, Familie, in einer kleinen Gruppe gehen – in Erinnerung an einen Menschen, der uns ins ewige Zuhause vorausgegangen ist. Wir besuchen Orte, die wir mit der verstorbenen Person verbinden. Zum Beispiel das Geburtshaus, die Schule, einen Lieblingsplatz in der Natur, die Pfarrkirche,... 

Den Abschluss kann das Grab am Friedhof bilden. Wer möchte kann eine vorbereitete Kerze entzünden und eine Erinnerung an den verstorbenen Menschen laut aussprechen. Es kann auch mit Symbolen/Blumen/Glasmuggelsteinen auf dem Grab eine „Erinnerungsspirale“ oder ein Mandala gelegt werden. Etwa mit Naturmaterialien die beim Erinnerungsspaziergang gesammelt wurden.