Freitag, 30. Oktober 2020

 Allerheiligen – Allerseelen: 

keine gemeinsamen Gottesdienste am Friedhof


Die neue Regelung der Bischofskonferenz reagiert nach Ersuchen der Bundesregierung auf die steigenden Corona-Infektionszahlen. In der Diözese Eisenstadt gibt es keine gemeinsamen Friedhofsfeiern 




Eisenstadt  Am 1. November ist Allerheiligen. Viele Menschen nutzen diesen Anlass um gemeinsam mit der Familie Verstorbene am Friedhof zu besuchen, für sie zu beten und deren Gräber festlich zu schmücken. Doch dieses Jahr ist es etwas anders. Wegen der steigenden Corona-Infektionen sollen heuer zu Allerheiligen und Allerseelen keine gemeinsamen Friedhofsfeiern stattfinden. Das hat die Österreichische Bischofskonferenz in ihrer neuen, am 22. Oktober veröffentlichten Regelung festgelegt. Sie reagiert damit auf ein Ersuchen der Bundesregierung und hält fest, dass das Totengedenken daher dieses Jahr nicht in gewohnter Weise möglich ist. "Bitte beten wir für die Verstorbenen und besuchen wir die Gräber unserer Lieben, aber diesmal nicht im Rahmen gemeinsamer Feiern oder größerer Familienzusammenkünfte", so Erzbischof Lackner.


Verantwortungsvoll Umgang als Priorität
"Für uns als Christinnen und Christen ist das gemeinsame Gebet für die Toten, denen wir vieles verdanken, überaus wichtig. Wir bedauern sehr, dass sich die Situation in den vergangenen Wochen derart zugespitzt hat und wir nun hinsichtlich der gemeinsamen Friedhofsfeiern Regelungen treffen müssen. Als katholische Kirche wollen wir wie bisher verantwortungsvoll mit der schwierigen Situation umgehen und daher dem Ersuchen der Regierung und der Landeshauptleute nachkommen, dass das christliche Totengedenken heuer nur im kleinsten Rahmen stattfinden soll", so der Vorsitzende der Bischofskonferenz gegenüber Kathpress.
"Gemeinsame Gottesdienste zu Allerheiligen und Allerseelen am Friedhof können in diesem Jahr nicht stattfinden. Die Gräber werden aber gesegnet werden, wenn auch nicht im Rahmen einer gemeinsamen Feier", heißt es ausdrücklich in dem Aufruf der Bischofskonferenz, der an die Pfarrgemeinden adressiert ist.


Ermutigung und Beistand
Gleichzeitig ermutigen die Bischöfe ausdrücklich dazu, anlässlich der Feiertage die Gräber zu besuchen und für die Verstorbenen zu beten – im kleinen Kreis. Hilfen für das persönliche Gebet für die Verstorbenen zu Hause und an den Gräbern seien "im Gotteslob, den diözesanen Websites sowie unter www.netzwerk-gottesdienst.at" zu finden, so die Bischöfe in ihrem Schreiben. Wie bei jedem Gottesdienst werde gerade auch zu Allerheiligen und Allerseelen in den Kirchen der Verstorbenen gedacht und für sie gebetet, betonen sie.

Der Aufruf der Österreichischen Bischofskonferenz zu Allerheiligen und Allerseelen kann hier abgerufen werden.

Allerheiligen – Allerseelen

Der Besuch von Gräbern, das Gedenken der Verstorbenen und das Beten für sie gehört wesentlich zum christlichen Glauben, besonders an Allerheiligen und Allerseelen. In der lateinischen Kirche – auch Westkirche genannt – wird Allerheiligen am 1. November begangen. In den orthodoxen Kirchen am ersten Sonntag nach Pfingsten. Bereits zu Beginn des Christentums gab es Gedenktage für Verstorbene. Die Heiligenverehrung begann mit der Verehrung der Märtyrer – "Blutzeugen" der ersten christlichen Jahrhunderte, die wegen ihres Glaubens ermordet wurden. Aufgrund der steigenden Zahl von heiliggesprochenen Menschen war es aber unmöglich, jedes Heiligen an einem bestimmten Tag zu gedenken. Deshalb einigte man sich auf einen Gedenktag für alle Heiligen.

Zu Allerseelen, am "Tag des Gedenkens an alle verstorbenen Gläubigen", feiert die römisch-katholische Kirche das Gedächtnis ihrer Verstorbenen. Der Feiertag geht auf Abt Odilo von Cluny und dessen Dekret aus dem Jahr 998 zurück. Er wird am 2. November begangen, einen Tag nach dem Hochfest Allerheiligen. Allerseelen steht theologisch in enger Verbindung mit der Lehre vom Fegefeuer, dem Reinigungsort oder Purgatorium, als Ort der Läuterung der Verstorbenen, die Hilfe von den Lebenden durch Gebet, Fasten und Almosen erhalten.

Mittwoch, 28. Oktober 2020

Allerseelen

  Regenbogen-Meditation in Trauerzeiten 


Der Regenbogen ist das Zeichen des Bundes Gottes mit uns Menschen – ein Hoffnungszeichen. Dieser Impuls kann zu Allerheiligen/Allerseelen in der Familie, bei einer Trauerfeier, in Erinnerung an eine liebe Verstorbene abwechselnd gelesen werden. Zusätzlich abgestimmt auf den Menschen, an den besonders gedacht wird. Zwischen den Gedanken zu ein paar ausgewählten Regenbogen-Farben kann das Lied „Meine Hoffnung und meine Freude" gesungen werden. Die bunten Farben des Regenbogens können mit Tüchern symbolisiert werden. 

Wir wollen den Weg von der Trauer zur Hoffnung, den Weg vom Tod zum Leben, von der Dunkelheit zum Licht gehen, denn Gott lässt uns niemals allein. 

Grün 

Die Liebe zur Schöpfung, zur Natur, zum ländlichen Leben, zu Pflanzen und Tieren verweist auf die Tatsache, dass wir eine Schöpfungsfamilie sind, die Gott als unseren Schöpfer im Leben und im Sterben zusammenführt. 

Violett 

Dunkle Stunden, durchkreuzte Träume, Verzweiflung und Krisen waren auch im Leben von „Name“ zu spüren. Doch auch diese dunklen Seiten gehören zu uns und unserem Leben. Sie lassen uns lernen zu sterben, damit wir intensiver leben können in Gott. 

Gelb

Lebensfreude, Humor, Gastfreundschaft, Kunst, Sport,... Gott hat durch „Name“ Hände und Füße, ein Herz und ein Gesicht erhalten. 

Weiß 

Wenn man Fotos von Kindern anschaut, fällt das unbekümmerte Spielen, das herzhafte Lachen auf. In der Farbe Weiß ist all dies enthalten, auch das große JA, das Gott von Anfang an jedem Menschen schenk.



Dienstag, 27. Oktober 2020

Allerseelen

Erinnerungen des Herzens 

Impulse rund um Allerheiligen und Allerseelen

Allerheiligen Im November, in der Zeit verdorrter Bäume, feiert die Kirche ein hoffnungsfrohes Fest austreibendes Lebens: Allerheiligen, das kleine Ostern.

Allerseelen 

Der Tod hat nicht das letzte Wort.

Die Dunkelheit des Todes wird durchbrochen  vom hellen Schein der Grablichter. Diese Hoffnung macht den Friedhof zu einem wahren Ort des Friedens. Von ihm geht auch im Nebelschleier des verblassenden Jahres Kraft und Trost aus: Ein Ort des Friedens, der an die rettende Verheißung Gottes erinnert.

Ein Erinnerungsspaziergang 

Wenn ein naher Mensch gestorben ist, egal wie lange dieser Abschied zurückliegt, gibt es immer wieder Zeiten im Leben, in denen wir uns besonders an diesen Menschen erinnern, an ihn denken. Es ist gut und wichtig, sich für die Trauer, das Traurig sein, die Leere, die Ohnmacht, die Verwirrung,... Zeit zu nehmen. Dann gibt es Zeiten, in denen die Erinnerungen besonders stark sind, die Traurigkeit, Sehnsucht,... stärker zu spüren sind als im normalen Alltag: etwa zu Allerheiligen und Allerseelen, in der Zeit rund um den Geburtstag, den Todestag, Weihnachten,... In diesen sensiblen, emotionalen Zeiten können Erinnerungsrituale, Gebete und Impulse Trost schenken. 

Eine solche Idee ist ein Erinnerungsspaziergang – in Corona-Zeiten an der frischen Luft gut machbar: ich kann den Erinnerungsspaziergang für mich alleine oder mit lieben Freundinnen, Familie, in einer kleinen Gruppe gehen – in Erinnerung an einen Menschen, der uns ins ewige Zuhause vorausgegangen ist. Wir besuchen Orte, die wir mit der verstorbenen Person verbinden. Zum Beispiel das Geburtshaus, die Schule, einen Lieblingsplatz in der Natur, die Pfarrkirche,... 

Den Abschluss kann das Grab am Friedhof bilden. Wer möchte kann eine vorbereitete Kerze entzünden und eine Erinnerung an den verstorbenen Menschen laut aussprechen. Es kann auch mit Symbolen/Blumen/Glasmuggelsteinen auf dem Grab eine „Erinnerungsspirale“ oder ein Mandala gelegt werden. Etwa mit Naturmaterialien die beim Erinnerungsspaziergang gesammelt wurden.

Dienstag, 20. Oktober 2020

Ich bin der gute Hirt

monatlicher Impuls zum Jubiläumsjahr


Wir möchten dieses erweiterte Jubiläumsjahr hindurch monatlich mit Impulsen begleiten, die sich an den 

Ich-bin-Worten Jesu orientieren 

und in Zusammenhang mit dem aktuellen Leben gebracht werden.

Im Oktober steht das Bibelwort 

„Ich bin der gute Hirt“ 

im Mittelpunkt. Lassen wir uns auf diese Gedanken des Hirten und der Herde ein, dem Vertrauen und Anvertraut sein ein. Und denken wir an alle, die in diesen Zeiten Entscheidungen für Viele treffen.

Schriftstelle

Johannes 10,1-5.11-16

Amen, amen, ich sage euch: Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe. Ihm öffnet der Türhüter und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus. Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen.

Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe. Der bezahlte Knecht aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen, lässt die Schafe im Stich und flieht; und der Wolf reißt sie und zerstreut sie. Er flieht, weil er nur ein bezahlter Knecht ist und ihm an den Schafen nichts liegt. Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben hin für die Schafe. Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind; auch sie muss ich führen und sie werden auf meine Stimme hören.

 

 

meditativer Impuls

 

Vom Hirt und von den Schafen,

von Vertrauen und vom Anvertraut sein

spricht Jesus in seiner Rede.

 

Menschen, denen ich vertraue, weil ich sie kenne und

Menschen, die mir anvertraut sind.

 

Stimmen, denen ich folgen kann und

Stimmen, die Unbehagen in mir auslösen.

 

Wem bin ich anvertraut?

Wer ist mir anvertraut?

 

Ich bin gerufen, bei meinem Namen,

vertrauend der Stimme,

die Gott mir ins Herz gelegt hat, zu folgen.

Gott ruft uns, damit wir das Leben haben und es in Fülle haben. (Joh 10,10b)

 

Vertrau auf seine Stimme –

Er kennt dich

 

 

Fürbitten

  • Bitten wir für unseren Bischof, den Hirten unserer Diözese um Kraft, Mut und Vertrauen.
  • Bitten wir für alle, die Menschen auf ihrem Weg begleiten um Achtsamkeit in ihrem Dienst.
  • Bitten wir für die Politiker und Politikerinnen unseres Landes um Stärke, Entschlossenheit und Weitsicht.

 

 

Segen

Vertrauender Gott,

du schenkst uns ein Leben in Fülle.

Segne alle, 

die uns anvertraut sind und denen wir anvertraut sind

und schenke uns Verständnis und Wertschätzung füreinander.

 

 

© chrisgarz




Dienstag, 6. Oktober 2020

Jubiläumsfeier abgesagt

Wie aus der Kurpost 3/2020 der Gemeinde Bad Sauerbrunn entnommen,

kann infolge von weiteren Verzögerungen bei der Kirchenrenovierung und der angespannten Situation wegen der Corona - Pandemie die Jubiläumsfeier im November leider nicht stattfinden.

Informative filmische Leckerbissen jetzt entdecken

 


Katholisch Kurz Kompakt 


Bewusst, innovativ und kreativ – so zeigen sich die Pastoralen Dienste der Diözese. Im Bereich "Bildung und Gesellschaft" entstand so die Idee zu einer Kurzvideo Reihe, die sich sehen lassen kann.

© Diözese Eisenstadt

Eisenstadt – Sich auf veränderte Lebensumstände, neue Formen des Zusammenseins und der Wissensvermittlung einzustellen ist eine Herausforderung. Wie man diese kreativ meistern kann, das zeigen die Pastoralen Dienste. Im Bereich "Bildung und Gesellschaft" entstand die Idee einer Video-Reihe – 5-minütige Kurzvideos – zu kirchlichen Feiertagen während des Lockdowns. Diese Idee wird nun fortgesetzt, die Themen und der Fokus erweitert. Man darf gespannt sein.

Theologische Themen und Diözese-Spezifisches interessant verpackt
"Die Idee zu dieser Video-Reihe ist während des Lockdowns entstanden. Wir vom Bereich Bildung und Gesellschaft haben uns damals überlegt, wie es möglich wäre – da Präsenzveranstaltungen wie Vorträge, Seminare, Workshops, etc. nicht möglich waren – theologische Themen und Inhalten gut online zu vermitteln und sind deshalb auf diese Videoreihe gekommen", erzählt Johann Artner, Leiter des Bereiches Bildung und Gesellschaft der Pastoralen Dienste. "Nachdem die drei ersten Videos (zu Christi Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam) gut angenommen wurden, haben wir beschlossen die Reihe nach dem Lockdown in diesem Herbst weiterzuführen und auch andere Referierende der Diözese anzufragen", so Artner weiter.
Was man bieten möchte? Bei der Auswahl der Referierenden liegt das Augenmerk auf der Zugehörigkeit zur Diözese sowie die Erfahrung als Vortragende bei Erwachsenenbildungsveranstaltungen. Die Idee war, auf diese Weise Themen und Inhalte einem weiteren Kreis als bei klassischen Bildungsveranstaltungen zu vermitteln, und auch auf Burgenlandspezifisches oder Spezifisches der Diözese einzugehen.

Hauseigene Produktion geht in die nächste Runde
"Produziert werden die einzelnen Videos von Engelbert Marakovits, dem Direktor des 'Haus der Begegnung', der das mit seinem privaten Equipment in seinem Studio macht", so Johann Artner. Fortsetzung folgt selbstverständlich.

Für die kommenden Monate bis Dezember steht bereits die Themenreihe. Im Oktober gibt Mag.a Rebecca Gerdenitsch-Schwarz, Bereichsleiterin für Kinder- und Jugendpastoral Einblick in die Rechte der Kinder. Im November spricht Generalvikar Martin Korpitsch über den Patron des Burgenlandes, den Hl. Martin von Tours. Und im Dezember, zum Abschluss des Jahres, erzählt Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics selbst über Weihnachten.

Freitag, 2. Oktober 2020