Mittwoch, 24. Juni 2020







Dienstag, 23. Juni 2020

Fronleichnam in Coronazeiten



Corona hat alles verändert - auch das Fronleichnamsfest. Wie in den allermeisten Pfarreien war auch in Bad Sauerbrunn die Prozession abgesagt. Den Segen gab es trotzdem.

Dienstag, 16. Juni 2020

Mittwoch, 10. Juni 2020

Fronleichnam

Fronleichnam, auch Kranzltag, Blutstag oder Sakramentstag genannt, ist in Österreich nicht nur ein Hochfest des katholischen Kirchenjahrs, sondern auch ein gesetzlicher Feiertag. Dieser wird immer am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitsfest begangen, wodurch er zwischen dem 21. Mai und dem 24. Juni stattfinden kann. Sprachlich orientiert sich der Feiertag Fronleichnam am lateinischen „corpus christi“, und wurde in der mittelhochdeutschen Sprache mit vrôn (des Herrn) lîcham (Leib) übersetzt. Hieraus lässt sich bereits ableiten, was zu Fronleichnam gefeiert wird: die leibliche Gegenwart Jesu Christi durch das Sakrament der Eucharistie nach dem Vorbild des letzten Abendmahls.
GESCHICHTE
Fronleichnam wurde bereits 1264 durch Papst Urban IV. in den Status eines Feiertags der Gesamtkirche erhoben. Dem ging jedoch eine Vision der Juliana von Lüttich voraus, der Jesus Christus im Traum erschienen war und einen fehlenden christlich-katholischen Feiertag anmahnte. In den folgenden Jahren sollten sich die charakteristischen Eigenschaften des Feiertags im mittelalterlichen Österreich prägen: Thomas von Aquin verfasste ein Proprium für Messe und Stundengebet, und die ersten Fronleichnamsprozessionen fanden bereits etwa 10 Jahre nach der Ernennung des Feiertags zu einem gesamtkirchlichen Feiertag statt. Dabei war es in Österreich üblich, entlang der für die Prozession vorgesehenen Wege nur als hochwertig angesehenes Getreide wie Weizen und Roggen zu säen und so die tief empfundene Ehrfurcht vor Jesus Christus auszudrücken. 
Da Fronleichnam bereits durch Papst Urban IV. als Zeichen des Sieges über die Ketzer gewertet wurde, die anders als die Menschen katholischen Glaubens die Transsubstantiation ablehnten, wurde er auch in der Folgezeit als ein Mittel der Machtdemonstration genutzt. Im 16. Jahrhundert wurde der katholische Feiertag zum wesentlichen Mittel gegen reformatorische Ideen. Im 18. Und 19. Jahrhundert regierte in Österreich die Aufklärung, sodass nach und nach die bis dahin übliche Fronleichnamsprozessionen verschwanden. Im 20. Jahrhundert wurde Fronleichnam abermals zu einem Politikum und galt als ein friedliches Mittel, dem diktatorischen Regime des Nationalsozialismus eine Glaubensdemonstration entgegenzusetzen.
BRAUCHTUM
In Anlehnung an das bereits im Mittelalter übliche Ausschmücken der Prozessionswege wird auch heute noch zu Fronleichnam in Österreich die Prozessionsroute mit Birkenzweigen und Bildern aus einzelnen Blütenteilen ausgeschmückt. Ganze Blumenteppiche schmücken in dieser Zeit einige Straßen Österreichs. Mittelpunkt der Prozession ist die von einem Priester getragene Monstranz, die den Leib Christi symbolisiert. Von ihr aus werden zu Fronleichnam Segenssprüche in alle Himmelsrichtungen des Landes gesprochen und Fürbitten gehalten... In einigen Regionen Österreichs findet die Fronleichnamsprozession außerdem nicht zu Fuß, sondern zu Pferd statt, und wird dann Antlassritt genannt. Während im Nachbarland Deutschland zusätzlich auch Schiffsprozessionen durchgeführt werden, finden in Österreich zu Fronleichnam auch Seeprozessionenstatt. Berühmt hierfür sind besonders das Salzkammergut mit den Städten Hallstatt und Traunkirchen, aber auch Aschach an der Donau. Die Prozession endet meist in der Pfarrkirche und wird durch das Tantum Ergo und das Te Deum beschlossen.
Den Fronleichnamsprozessionen geht die heilige Messe voraus, durch welche die Verknüpfung des Festes mit dem letzten Abendmahl und dem Sakrament der Eucharistie deutlich wird. Die während dieses Gottesdiensts vorgetragenen Texte beziehen sich deshalb auf diesen Aspekt des katholischen Glaubens. In vielen österreichischen Ortschaften findet die heilige Messe auch oft im Freien statt.
TYPISCHE GERICHTE
In einigen Gemeinden wird an Fronleichnam traditionell Brot gebacken, um an die Brotvermehrung Jesu zu erinnern. Im Gegensatz zu anderen Feiertagen gibt es zu Fronleichnam keine speziellen traditionellen Gerichte, sondern saisonale Spezialitäten haben Vorrang.
AKTUELLES

  • 2020 ist auch Fronleichnam von der Coronapandemie betroffen. Dennoch sollen mit den neuen Lockerungen schlichte Formen der Prozession möglich sein, große Seeprozessionen wie in Traunkirchen oder Hallstatt entfallen.
  • Auch 2019 werden heuer in der Weststeiermark viele Orte mit besonderem Blumenschmuck herausgeputzt. Besucher können in der Region Eibiswald bis Deutschlandsberg ganz besondere Kunstwerke bestaunen.3
  • Zahlreiche Prozessionen finden 2019 in Österreich statt, wie etwa die Fronleichnam-Seeprozession in Hallstatt auf dem Hallstättersee4, die Fronleichnamsprozession in Wien durch die Innenstdt5, eine Prozession in Salzburg oder die Seeprozessionen auf dem Traunsee und in Aschach an der Donau und das Fronleichnamsfest der Pfarre Millstatt in Kärnten auf dem See.

Dienstag, 9. Juni 2020

Kirchenrenovierung

Die Rückwand und der Boden ist schon entfernt.


Zum Fotoalbum

Freitag, 5. Juni 2020

Mit beiden Beinen im Leben stehe



Meditation
Am Sabbat lehrte Jesus in einer Synagoge.
Und siehe, da war eine Frau, die seit achtzehn Jahren krank war,
weil sie von einem Geist geplagt wurde;
sie war ganz verkrümmt und konnte nicht mehr aufrecht gehen.
Als Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sagte:
Frau, du bist von deinem Leiden erlöst.
Und er legte ihr die Hände auf.
Im gleichen Augenblick richtete sie sich auf und pries Gott.
Lukas 13,10-13

Ich bin dazu gerufen,
ein aufrichtiger und aufgerichteter Mensch zu sein.
Wenn ich auch nicht immer das Gefühl habe, das das stimmt,
kann ich es üben.

Ich stehe gebückt da …
und lasse mich von den Worten Jesu aufrichtigen.
Wie die Frau, die Gott berührte und aufrichtete.

Dabei setz ich meinen Namen ein, wenn Jesus sagt -

………., du bist von deinem Leiden erlöst!

Und er legte ihr/ihm die Hände auf.

Im gleichen Augenblick richtete sie/er sich auf …



Die aufrechte Haltung lässt meinen Atem fließen …
Der Atem, der mich leben lässt …
Ich kann entspannen ...
mein "Leiden" verschwindet nicht einfach,
doch ich spüre, dass ich nicht alleine bin,
durch die Berührung,
bemerke ich eine Entlastung meiner „Verkrümmung“ …
erlebe aufrecht, den Grund, der mich trägt …
stehe mit beiden Beinen im Leben …


© Christine Sgarz

Denkt allezeit

„Freut euch zu jederzeit! … 
Dankt für alles; denn das ist der Wille Gottes für euch in Christus Jesus!“ (1 Thess 5,16.18)

Für was bist du konkret dankbar?




Immer wieder gibt es Zeiten, in denen alles schiefzulaufen scheint, wo nichts nach unserem Plan verläuft. Tage, Wochen oder vielleicht sogar Monate, wo uns ein Stein nach dem anderen in unseren Lebensweg gelegt wird und wir darüber stolpern und uns möglicherweise dabei „verletzen“.

Dann gibt es genau zwei Möglichkeiten zu reagieren: Entweder ich ärgere mich über meine Umstände, bin missmutig, schlecht gelaunt, zornig, trotzig, depressiv, ausfallend gegen andere oder: Ich lerne daraus und mach es bei den nächsten „Brocken“, die sich mir in den Weg legen, besser. Denn: bekanntlich lässt sich ja aus Steinen auch etwas Schönes bauen. Und mit etwas Geschick kann man sich aus den Steinen ja eine Treppe bauen. Damit es im eigenen Leben wieder bergauf geht! – dank der Hindernisse, die sich mir im Leben in den Weg werfen. Denn ich habe immer die freie Wahl, wie ich mit diesen „Hindernissen“ umgehe.

Und wenn dann das Hindernis dafür verantwortlich ist, dass es in meinem Leben bergauf geht, dann kann ich für solche Hindernisse, für diese Steine, für die ganzen „Probleme“, die sich mir in meinem Leben in den Weg stellen, dankbar sein, weil ich dann weiß, dass sie mir zu meinem Besten dienen, sie dienen mir dazu, dass ich das Beste in mir zu meiner Entfaltung bringe. Und so kann ich dann mit Paulus sagen: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alles zum Guten gereicht“ (Röm 8,28a).

Also, du hast die freie Wahl: Wie gehst du mit kommenden Schwierigkeiten, mit den Steinen, mit den Brocken um, die sich dir in den Weg werfen werden? Ärgerst du dich? Jammerst du? Lässt du deine Stimmung in den Keller sausen? Oder möchtest du nicht gleich dankbar die Herausforderung annehmen in der Gewissheit, dass es dir zum Besten dient, im Vertrauen, dass du dadurch der Mensch wirst, der du sein möchtest und das Ganze dir im Leben eine neue Chance eröffnen wird? Dann kannst du dich bereits jetzt schon freuen und nicht nur jetzt, sondern allezeit, weil du darauf vertrauen kannst, dass dir alles zum Besten dient.

Für was sagst du heute danke?

Für welches Problem, für welche Schwierigkeit in deinem Leben kannst du heute rückblickend dankbar sein? Was hat dir im Nachhinein zu deinem eigenen Besten gedient?

Dienstag, 2. Juni 2020

Für eine geistvoll erneuerte Normalität

Gemeinsamer Hirtenbrief der katholischen Bischöfe zum Pfingstfest angesichts des Weges zu einer "erneuerten Normalität" nach der entbehrungsreichen Akutphase der Corona-Krise – Richard Geier, Leiter der Pastoralen Dienste der Diözese Eisenstadt, würdigt Bedeutung des Hirtenwortes für die Pastoral durch Vermittlung neuer Wege – Zuhörende Kirche als das Gebot der Stunde.
Geisterfüllte Kreativität zur Bewältigung der Krise: 
Das Titelbild des pfingstlichen Hirtenwortes ist bereits Programm© Hans Salcher
Eisenstadt – Zum Fest des Heiligen Geistes, dem Geburtsfest der Kirche, legen Österreichs Bischöfe ein den Nöten der Zeit entsprechendes Hirtenwort vor. Darin thematisieren sie u.a. den Geist der Freude, der sich gerade in Zeiten der Verunsicherung Ausdruck in kreativen Lösungsansätzen und in der Verstärkung von Resilienz bei der Krisenbewältigung durch die Menschen schafft.

Sieben Geistesgaben für eine erneuerte NormalitätDie entbehrungsreiche Akutphase der Krise zeigte, so die Bischöfe, "dass nichts selbstverständlich ist". Das müsse zu Dankbarkeit führen, die im Hirtenwort als Königsweg zu Gott bezeichnet und weiteren Geistesgaben (wie Solidarität, Versöhnung und Zuversicht) thematisch vorangestellt wird.
In ihrem Brief erinnern die Bischöfe auch an das 25-jährige Jubiläum der EU-Mitgliedschaft und an die Bedeutung der Europäischen Union als ein über nationale Grenzen hinausgehendes Zivilisations- und Friedensprojekt.

Geier: Wort der Bischöfe regt an, Zuhören und Hauskirche neu zu entdeckenIn einer aktuellen Stellungnahme zur Corona-Situation betont Richard Geier, Leiter der Hauptabteilung Pastorale Dienste, dass auch die Pastoral vor große Herausforderungen gestellt würde. Das Wort der Bischöfe gebe in dieser Situation wertvolle Hilfestellung, um vor Ort die richtigen Wege zu entwickeln: "In unserer Diözese wollen wir offen sein für die Überraschungen des Heiligen Geistes. In einer ersten Phase wird es darum gehen, den Menschen zuzuhören, wenn sie von ihren Erfahrungen in der Corona-Krise erzählen. Eine zuhörende Kirche ist das Gebot der Stunde. Aus dem Zuhören muss ähnlich wie in der Emmauserzählung ein Mitgehen werden. Die Menschen brauchen den Dienst und die Solidarität der Kirche. In einem dritten Schritt geht es darum, neue Formen des Miteinander-Feierns zu entwickeln. Gerade in der neu entdeckten "Hauskirche" liegen viele Chancen, den Gottesdienst der Gemeinde in Zukunft zu verlebendigen. Insgesamt schenkt uns die leidvolle Krise die Gelegenheit für eine geistvolle Vertiefung unserer Seelsorge!", so Geier.
Auf diese Weise könne im Sinne des Hirtenwortes eine "geistvoll erneuerte Normalität" geschaffen werden.