Samstag, 2. Juni 2018

Erstkommunion & Arche


Dieses Jahr stand die Erstkommunionvorbereitung in der Pfarre Bad Sauerbrunn unter dem Motto „Arche Noah“. Jedes der elf Erstkommunionkinder setzte dazu ein Kuscheltier als Passagier auf eine aus hellem Holz gezimmerte, mit einem Podest erhöhte Arche. Ihre Maskottchen ließen die Kinder so auf der kleinen Arche jederzeit anwesend sein.
Mit gefalteten Händen, wie Ministranten und Ministrantinnen, zogen die Kinder vom Pfarr-garten herüber zur Kirche und behielten auch während des Gottesdienstes diese andächtige Fassung, die gleichzeitig jedem Kind hilft, bei sich zu sein. 

Ein Bub, Erstkommunikant vom Vorjahr und Bruder eines der Mädchen, trug neben Pater Kuruvila und Diakon Peter Zotti seinen nicht unwesentlichen Teil als Ministrant zu diesem Festgottesdienst bei.

Die Reihe hinter den Erstkommunionkindern gehörte den Taufpaten/Taufpatinnen. Das „zündende“ Prozedere mit den Taufkerzen löste man vortrefflich. Die Paten verwahrten die Taufkerzen bei sich. 
Während die Kinder hinter dem Altar einen Halbkreis gebildet hatten, entzündeten die Paten die Taufkerzen an der Osterkerze, stellten sich hinter ihren Täufling, der/die nun die brennende Kerze übernahm. Nach dem Taufversprechen gelöscht, nahmen die Paten die Kerzen wieder an sich.
Von den Stofftieren waren es Hund, Giraffe, Katze, Maus und Biene, die jeweils ihr Kind eine Fürbitte sprechen ließen und dazu hochgehalten wurden.


Mit den Opfergaben trug eines der Kinder die große bunt verzierte Erstkommunionkerze mit der Jahreszahl 2018 zum Altar.
Da stand sie nun mit ihrer Flamme und füllte die Lücke, die zwischen den elf von den Kindern verzierten, brennenden Kerzen auf sie gewartet hatte. Ein Wachsmotiv der Arche Noah zierte jede der Namenskerzen sowie auch die große Kerze.

Am Ende des Gottesdienstes wurden die Mütter nach vorne gebeten. Gerti Ankerl reichte den Kindern je eine langstielige cremeweiße Rose, die sie zum Dank an ihre Mamas überga-ben und dafür bebusselt wurden.
Blumensträuße zum Dank für ihr Engagement gingen noch an die Religionslehrerin Barbara Klawatsch, an die Seelsorgeraum-Sekretärin Susanna Rathmanner und an Gerti Ankerl, von der ich weiß, dass sie Vieles tut, organisiert und arrangiert, was man als selbstverständlich nimmt.

Lob und Dank gingen noch an die unterstützende Musikgruppe der Pfarre Wiesen. 

Wie im Vorjahr wurde auch heuer nach dem Festgottesdienst oberhalb der Kirche mit den Erstkommunionkindern ein Bäumchen gepflanzt.       
Für mich sind die variablen charakteristischen Details kirchlicher Feste immer wieder interessant, vergleiche gern und lasse mich davon inspirieren. Vor mehr als dreißig Jahren war ich selbst Tischmutter als unsere Tochter Erstkommunionkind war und heuer für sie, nun selbst Tischmutter einer der fünf EK-Gruppen unserer Wiener Wohnpfarre, die ihr assistierende Tischomi. Ich hatte den Wunsch, unseren Kindern zusätzlich zu ihren emaillierten Kreuzen ein Andenkenbildchen mitzugeben. Mein Lieblings-Jesus aus einem Kloster der Schulbrüder breitet darauf segnend seine Arme aus, was der Segensspruch darunter noch bekräftigt. Ich freue mich, dass das Bad Sauerbrunner EK-Team dieses Bildchen gern übernahm und eines davon nach der Erstkommunion jedem der Kinder mitgab.
01/06/2018                                                                                                                        Pia Klawatsch