Freitag, 22. September 2017

SeelSorgeRaum - Treffen in der Pfarre Sigleß



Wir hatten lieben Besuch bei uns in Sigleß!




Die Pfarrgemeinderätinnen und Pfarrgemeinderäte unseres Seelsorgeraumes aus den Pfarren St. Nikolaus Pöttsching, 
Mariä Himmelfahrt Bad Sauerbrunn, 
St. Sigismund Krensdorf und Mariä Geburt Neudörfl besuchten uns am Freitag Nachmittag, 15. September 2017. Pater Kuruvila, Pater Jomon und Pater Jacob waren ebenfalls gekommen und sie alle wurden von den Mitgliedern des Pfarrgemeinderates Sigleß ganz herzlich begrüßt.




Danach führte uns Sr. Daniela durch den Sakramenteweg und erklärte uns die einzelnen Stationen mit den dazugehörigen Symbolen. Dieser Sakramenteweg wurde im Jahr 2007 vom damaligen Pfarrgemeinderat errichtet, als Erinnerung an das 200-jährige Bestehen der Pfarre Sigleß als eigenständige Pfarre. Mit bescheidenen Mitteln wurde ein ca. 200 Meter langer Rundweg im Pfarrgarten geschaffen. Jede der sieben Stationen ist mit einer Tafel versehen, auf der das Wesentliche des Sakramentes zu lesen ist. Der Sakramenteweg versteht sich auch als Platz zum Ausruhen, zum Nachdenken oder auch einfach um innerlich zur Ruhe zu kommen. Dazu steht neben jedem „Sakrament“ eine kleine Bank.


Der wirklich interessante und schöne Rundgang endete in die Kirche. Das ist auch deshalb erwähnenswert, weil der Sakramenteweg direkt zur Kirche hinauf führt. In der Kirche gab es dann noch nähere Informationen betreffend Glasfenster, Heiligenfiguren und der Kirchengeschichte.
Die erste Kirche entstand in Sigleß um 1675. Die noch bescheiden eingerichtete Kirche brannte beim Türkensturm auf Wien 1683 ab und konnte wieder aufgebaut werden. 1733 bekam der Bau einen Steinturm und einen Vorraum. Im Jahr 1913 ermöglichte Weihbischof Ernest Kutrovatz, gebürtig aus Sigleß, einen durchgreifenden Umbau der Kirche zu ihrer heutigen Gestalt. Die Kirche war vorher um einige Meter schmäler und hatte auch keine gewölbte Decke. Nach dem zweiten Vatikanischen Konzil wurde der Innenraum den liturgischen Vorgaben entsprechend gestaltet. Der Hochaltar wurde leider abgebaut, das Altarbild mit Maria blieb erhalten und in den jetzigen Altarraum eingebaut. Im Zuge der Vorbereitung auf die Kanonische Visitation im Jahr 2015 wurde eine Innen- und Außenrenovierung durchgeführt und mit der Segnung am 19. Oktober 2014 abgeschlossen.

In alten Verzeichnissen wird Sigleß als Wallfahrtsstätte geführt, allerdings sind die Wallfahrtsaktivitäten mittlerweile erloschen. Es gibt jedoch in Sigleß mehrere interessante Zeichen eines gelebten Glaubens, die anderswo sehr wohl in Wallfahrtsaktivitäten einbezogen sind, wie zum Beispiel eine alte Marienstatue vom Typus einer Mariazeller Gnadenmutter (Magna Mater Austriae), die in einem vergoldeten Schrein unter Glas an der linken Wand der Pfarrkirche zu sehen ist.
Die Pfarrkirche in Sigleß ist „Allen Heiligen“ geweiht und es sind demnach auch viele Heiligenfiguren und Heiligenfenster zu sehen. Ein Grund mehr die Kirche in Sigleß zu besuchen.

Zum Abschluss des Rundganges im Sakramenteweg und der Besichtigung der Kirche sangen wir gemeinsam ein Marienlied.




Im Pfarrkeller konnten wir uns dann bei einer kleinen Jause und gutem Wein aus Sigleß stärken und anregend unterhalten. Unseren Gästen hat es gefallen, so hoffen wir, uns jedenfalls hat dieser Besuch sehr viel Freude bereitet.
PGR Sigleß