Dienstag, 7. Dezember 2021

8. Dezember - Hochfest Mariä Empfängnis

 


Am 8. Dezember feiern wir Katholiken das „Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria“ („Mariä Empfängnis“). Dabei wird nicht – wie irrtümlich oft angenommen – die Jungfräulichkeit Mariens gefeiert, sondern die Überzeugung der Kirche, dass Maria ähnlich wie Jesus Christus seit Beginn ihrer leiblichen Existenz ohne Sünde gewesen ist.

 

In Österreich hat der Feiertag eine jahrhundertealte Tradition, die bis in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges zurück reicht. In der NS-Zeit wurde der Feiertag abgeschafft. Der Nationalrat beschloss im Jahr 1955 dessen Wiedereinführung als Dank für die wiedererlangte Freiheit Österreichs.

 

An diesem Tag findet in der Wiener Innenstadt traditionell der Marien-Umzug statt, den unser Kardinal Christoph Schönborn leitet. Dieser beginnt bei der Mariensäule vor der Kirche Am Hof, ehe die Mitfeiernden – darunter mehrere hundert Ministranten und Fackelträger aus der ganzen Erzdiözese Wien – mit Blasmusik-Begleitung über den Graben zum Stephansdom ziehen. Nach dem Einzug in den Dom mit der Maria-Pocs-Ikone folgt eine Marienvesper mit abschließendem Pontifikalsegen.


PATROZINIEN

Maria Unbefleckte Empfängnis (8. Dezember)

„Concepcion“, das Fest der Empfängnis der Gottesmutter Maria, bezieht sich auf die Empfängnis der Maria durch ihre Mutter Anna.

 

Neun Monate vor Mariä Geburt feiert die Kirche damit die Empfängnis der Gottesmutter.

 

1854 verkündete Papst Pius IX. das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis nicht nur des Gottessohnes Jesus durch Maria, sondern auch der Maria durch Anna. Bei der Empfängnis Christi ist nach katholischer Lehre das Entscheidende die Empfängnis durch die Kraft des Heiligen Geistes und die unversehrte Jungfrauschaft der Gottesmutter Maria vor, während und nach der Geburt.

 

Bei der Empfängnis der Maria durch Anna steht die Mitwirkung von Joachim außer Frage, die Besonderheit ist jedoch, dass Gott Maria vom ersten Augenblick ihres Daseins von der Erbsünde bewahrte. Das neue päpstliche Dogma stieß damals wie heute sowohl in der protestantischen wie in der orthodoxen Kirche auf Ablehnung.

 

Verehrung/Brauchtum

Die Ostkirchen feierten das Fest an manchen Orten schon seit dem 10. Bis 12. Jahrhundert als „Tag der Empfängnis der Allerheiligsten Gottesmutter durch Anna“, im Westen führte es Anselm von Canterbury um 1100 für seine Diözese ein. 1477 führte Papst Sixtus IV. das Fest in Rom ein, seitdem wird es am 8. Dezember mit Messe und Hochamt zelebriert. Unter Clemens XI. weitere sich das Fest als „Mariä Empfängnis“ 1708 auf die gesamte katholische Kirche aus.

 

Früher sollten an diesem Tag die Frauen nicht arbeiten, trotzdem war er nach alter Sitte der Tag des Beginns der weihnachtlichen Bäckereien.

 

Marien-Gebet

Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin.
Verschmähe nicht unser Gebet in unsern Nöten, sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren, o du glorreiche und gebenedeite Jungfrau.
Unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin.
Versöhne uns mit deinem Sohne,
empfiehl uns deinem Sohne,
stelle uns vor deinem Sohne.
Amen.

Montag, 6. Dezember 2021

Hl. Nikolaus

Nikolaus von Myra, den wir am 6. Dezember feiern, zählt neben Martin von Tours sicher zu den bekanntesten und beliebtesten Heiligen – nicht nur bei Kindern.


Kein Wunder: Denn wer für viele Lebenslagen zuständig ist, wird auch oft angerufen. Und das obwohl man gar nicht so viel über den Heiligen Nikolaus weiß.

 

Am 6. Dezember feiert die katholische Kirche den Heiligen Nikolaus, den Bischof von Myra (heute: Demre) in Kleinasien in der heutigen Türkei. Die Bräuche rund um den Nikolaustag sind allseits bekannt: Der Nikolaus besucht mit seinem weißen Bart die artigen Kinder und beschenkt sie. Manch einer stellt auch den Nikolausstiefel vor die Tür und – siehe da – am nächsten Tag ist der Stiefel mit reichlich Süßigkeiten gefüllt. 

 

Teilen und Schenken

 

Die Legendenerzählungen rund um den Heiligen Nikolaus sind vielfältig und haben alle das Teilen und Schenken zum Inhalt – das erklärt auch die Bräuche rund um das Heiligenfest. Das Teilen als grundlegender Akt, Not zu lindern und faire Lebenschancen für alle bereitzustellen, wird mit dem Heiligen eng verbunden.

 

Nikolaus von Myra wird mit einem Buch – der Bibel – und drei goldenen Kugeln oder goldenen Säckchen dargestellt. Diese verweisen auf eine Legende, nach der Bischof Nikolaus mit Geldspenden in drei Säckchen eine Familie mit drei Töchtern aus der Armut gerettet habe.

 

Alte Wurzeln des Brauchtums

 

Der Brauch des Nikolausganges und Schenkens geht bis ins Mittelalter zurück. So durfte damals am Nikolaustag ein Schüler die Rolle des Bischofs spielen. Der Nikolaustag entwickelte sich auch zum Tag der Geschenke für Kinder. Erst nach der Reformation im 16. Jahrhundert wurde dieses Schenken vermehrt auf das Weihnachtsfest gelegt.

 

Myra oder Pinora?

 

Was aber hat es mit der realen Gestalt des Nikolaus auf sich? Man weiß nicht viel: Nikolaus von Myra wurde zwischen 280 und 286 in Patara (heutige Türkei) geboren. Der Überlieferung nach soll er mit 19 Jahren zum Priester geweiht worden und anschließend als Abt im Kloster von Sion in der Nähe seiner Heimat eingesetzt worden sein. Schließlich wurde Nikolaus nach dem Tod seines Onkels Bischof von Myra. Bald jedoch setzten die Christenverfolgungen ein, bei denen auch Nikolaus in Gefangenschaft geriet und schwer misshandelt wurde.

 

Schließlich soll Nikolaus 325 beim Konzil von Nicäa kämpferisch gegen die Lehre des Arianismus aufgetreten sein – von dort gibt es Überlieferungen, die seine Handschrift tragen. Damit neigt sich das Wissen über den Heiligen aber auch schon seinem Ende zu. Auch das Todesdatum ist nicht exakt bestimmbar: Er starb an einem 6. Dezember – irgendwann zwischen 345 und 351. Durch historische Forschungen weiß man heute, dass die Heiligenfigur auf Geschichten, Legenden und Brauchtum von zwei Personen zurückgeht, auf den Bischof von Myra, der im 4. Jahrhundert lebte, und den gleichnamigen Bischof von Pinora in Kleinasien, der 564 starb.

 

Patron für alle

 

Die starke Heiligenverehrung setzt mit dem sechsten Jahrhundert ein – ausgehend von Griechenland über die osteuropäischen Länder bis nach Russland (Nikolaus ist auch Patron von Russland). Etwas zaghafter war der Siegeszug in den west- und mitteleuropäischen Ländern, etwa ab dem zehnten Jahrhundert wird der Nikolaus auch in England, Frankreich und Deutschland verehrt. 

 

Der beliebte Bischof ist übrigens Patron für ganz schön viele Dinge, um nur einige zu nennen: Er ist Patron der Kinder, Schüler, Ministranten, Pilger und Reisenden, Seeleute und Brückenbauer, Kerzenzieher und Knopfmacher, Eigentümer und Bettler sowie der Gefangenen, Diebe und Verbrecher.


Gebet zum heiligen Nikolaus von Myra

Heiliger Vater Nikolaus, bitte Gott für uns.
Heiliger Nikolaus, vertrauter Diener des Herrn, unser freundlicher Beschützer, rascher Helfer in aller Trübsal. Hilf mir verzagtem Sünder im gegenwärtigen Leben, bitte den Herrn, unseren Gott, er möge mir Verzeihung aller meiner Sünden schenken, die ich in meinem ganzen Leben seit meiner Jugend begangen habe, in Gedanken, Worten, Werken und mit allen meinen Sinnen, und hilf mir Elenden am Lebensende, bitte den Herrn, unseren Gott, den Schöpfer des Alls, er möge mich erlösen von Seelenqual und ewiger Pein, damit ich auf immer den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist rühme sowie Deine gütige Fürsprache, jetzt und allezeit und von Ewigkeit zu Ewigkeit. 

Amen.

Sonntag, 5. Dezember 2021

Gedanken zum 2. Advent

 

Hilfe, Rettung und Heil




Maria ist schwanger! – Für Joseph muss das ein Schock sein! Lange war er mit ihr verlobt. Er liebt sie sehr, sie wollten heiraten, doch geschlafen hat er nicht mit ihr. Nicht er. Noch nicht. Aber sie ist schwanger! Wie konnte das geschehen? Wer ist der Vater? 

Was geht nun in Joseph vor? Wut, Zorn, Enttäuschung, Furcht, Angst? Ganz sicher! Doch das alles tötet die Liebe nicht, die er für Maria empfindet. 

Er könnte sie bloßstellen, womöglich anklagen, der Unzucht bezichtigen, sie mindestens aber in Schimpf und Schande aus dem Haus jagen – es fände sich wohl niemand, der Maria verteidigen und freisprechen würde. 

Und sich scheiden lassen? Scheiden lässt sich man sich meist schon aus weniger gewichtigen Gründen. Aber noch waren sie gar nicht verheiratet. Trennung also? Still und heimlich vielleicht? Ohne viel Aufhebens. Man könne ja erklären, dass es eben schon länger aus ist. Jetzt würde es offiziell. Man trennt sich. Maria zieht aus. Niemand würde Fragen stellen. Man nimmt es zur Kenntnis.

Ihn ihm brodelt es. Er kämpft mit sich selbst. Der Grund dafür ist einfach: Er liebt sie!

Er durchlebt schwere Tage und ganz sicher ebenso schwere Nächte. Er kann nicht einschlafen, und wenn die Müdigkeit endlich seine Augen schließen lässt, schütteln ihn schwere Träume. Es lässt ihn nicht los.

Doch dann, eines Nachts, als er sich wieder schweißgebadet hin und her wälzt, erscheint ihm im Traum ein Engel. Also jemand, der zu ihm steht. Der seine wahren Wünsche kennt und ihm seine Ängste nehmen will. Und das, was der Engel ihm sagt, ist gut! Tut gut! Er versteht es zwar nicht, aber es bestärkt ihn. Und Kraft würde er brauchen. Viel Kraft. 

Sie würde ein Kind bekommen, jedoch nicht von ihm. Niemand wird es wissen, nur sie beide. Die anderen werden sich über den frühen Geburtstermin die Mäuler zerreißen: »Die mussten heiraten!«, werden sie sagen, »Sie schliefen miteinander, noch vor der Ehe!«, werden sie tuscheln. 

Ob er das Kind so lieben können wird, wie sein eigenes? Doch! Da ist er sich sicher. Er legte es in Gottes Hände und gibt dem Kind sehr bewusst den Namen Jesus – es bedeutet »Gott ist Hilfe, Rettung und Heil!« . Das ist genau das, was er jetzt und in Zukunft braucht, um das alles durchzustehen. Hilfe, Rettung und Heil. Und genau das hat er gefunden. In sich selbst. Im Traum. Das Kind wird diesen Namen tragen. Damit sie es nie vergessen.

Seine Entscheidung war gefallen: Maria und Joseph – nur einfach verliebt, nun verlobt und irgendwann verheiratet. Er steht zu ihr und zu dem Kind. Nun warten sie gemeinsam auf das, was kommen mag. 

Sich geborgen fühlen 

Getrost erwarten, was kommen mag! Das erinnert mich an Dietrich Bonhoeffer, der im Dezember 1944, nur wenige Monate vor seiner Hinrichtung am 9. April 1945, einige Verse als Weihnachtsgruß an seine Verlobte schrieb. Der letzte Vers lautet:

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Hilfe, Rettung und Heil. In sich finden. Auch das meint Advent.

Freitag, 3. Dezember 2021

4. Dezember: Fest der Heiligen Barbara

 

Die Heilige  Barbara  stammte aus Kleinasien. Im Jahr 306 starb sie den Märtyrertod, weil sie Christin war. Am Tag ihres Todes soll ein Kirschzweig, den sie zuvor ins Wasser gestellt hatte, zu blühen begonnen haben. An ihrem Festtag, dem 4. Dezember, werden heute vielerorts Kirschzweige abgeschnitten und in eine Vase gestellt, damit sie zu Weihnachten blühen. Die Blüten dieser „Barbarazweige“ symbolisieren dabei die Geburt Jesu.

 

Für uns Christen ist Jesus das „neue Leben“. Die Heilige Barbara wird aber auch als eine der vierzehn Nothelfer und als Patronin der Bergleute und Architekten verehrt. In vielen Tunnel stehen heute Barbara-Statuen zum Dank für unfallfreie Arbeiten beim Bau der Strecke. Auch im Wiener U-Bahn-Netz. In Matzen im Nordvikariat hat seit vielen Jahrzehnten die Barbarafeier der OMV-Mitarbeiter Tradition.


Gebet Hl. Barbara

 

Lebensspendender Gott,

du hast Barbara in ihrer dunkelsten Zeit

des Eingesperrtseins und Verurteiltseins,

Hoffnung geschenkt.

Barbara hat in deiner Zusage

"Ich bin bei euch"

neue Kraft gefunden.

Sichtbar wurde das im Zweig,

der im Winter erblühte

und uns bis heute an diese mutige Frau erinnert.

Auch wir erleben in diesen Tagen ein Eingesperrtsein,

vielfach auch Einsamkeit und Mutlosigkeit.

 

Wenn wir diese Zweige jetzt ins Wasser stellen,

sollen sie uns jeden Tag daran erinnern,

dass du da bist.

 

So bitten wir -

Schenke du das lebendige Wasser, das uns belebt.

Gieße Wasser in die vorbereitete Vase.

Schenke du Licht in der Dunkelheit.

Steck den Zweig in die Vase mit Wasser.

Schenke du ein Aufblühen und Neuwerden, Freude und Zuversicht.

Stell die Vase an einen passenden Ort.

Sonntag, 28. November 2021

Advent?

Advent

Wenn dies beginnt, dann richtet euch auf

Advent, Advent ein Lichtlein brennt – die Adventszeit stimmt uns auf das wichtigste Weihnachtsfest im Westen ein: Weihnachten. Aber warum feiern wir eigentlich den Advent? 

Lesen Sie hier.


Traditionell ist der Advent die Zeit, in der sich Christen auf die Geburt Christi, die am 25. Dezember gefeiert wird, vorbereiten. Die Adventszeit beginnt mit dem Vesper am Tag vor dem ersten Adventssonntag und läutet das neue Kirchenjahr ein.

Vor allem die vier Sonntage vor Weihnachten werden gefeiert. An jedem Sonntag wird eine Kerze auf dem Adventskranz angezündet. Am vierten Advent brennen vier Kerzen auf dem Adventskranz. Dieser Kranz aus Tannenzweigen symbolisiert mit den Kerzen das Licht, das Jesus Christus in die Welt gebracht haben soll.

Die Adventszeit ist die perfekte Gelegenheit, sich auf Weihnachten einzustimmen. Die Menschen dekorieren ihre Häuser und Vorgärten, kaufen Weihnachtsgeschenke und backen Plätzchen.

An jedem Tag im Dezember dürfen Kinder bis Weihnachten ein Türchen ihres Adventskalenders öffnen und erhalten Schokolade oder ein kleines Geschenk – das steigert die Vorfreude auf den großen Tag, der mit gutem Essen und vielen Geschenken gefeiert wird. Die gesetzlichen Feiertage um Weihnachten werden im engen Kreis der Familie verbracht.

Die Besinnung auf die Ankunft des Herrn steht bei den religiösen Christen in der Adventszeit im Vordergrund. Sie besuchen an jedem Adventssonntag die Kirche, singen christliche Weihnachtslieder und lesen die Weihnachtsgeschichte der Bibel. Für Anhänger der orthodoxen Kirche ist die Adventszeit genau wie bei den ersten Christen vor Hunderten von Jahren auch heute noch eine strenge Fastenzeit.

Samstag, 27. November 2021

Wer hat den Advent erfunden?

 

Als die Menschen etwa Mitte des vierten Jahrhunderts begonnen Weihnachten zu feiern, war die Zeit vor Weihnachten eine strikte Fastenzeit. Die Anhänger der orthodoxen Kirche folgen noch heute den traditionellen Fastenregeln. Im sechsten Jahrhundert wurden die Sonntage vor Weihnachten zu Adventssonntagen.

Anfangs gab es noch zwischen vier und sechs Adventssonntagen. Papst Gregor setzte Ende des siebten Jahrhunderts dann eine einheitliche Regelung des Advents fest: Vier Sonntage vor Weihnachten sollten die Adventssonntage sein. Fällt der 24. Dezember auf einen Sonntag, können der vierte Advent und Heiligabend auf einen Tag fallen.

Nach dieser Regelung kann der erste Advent frühestens auf den 27. November und spätestens auf den dritten Dezember fallen. Der vierte Advent kann frühestens der 18. Dezember sein und spätestens der 24. Dezember. Seit dieser Regelung ist die Adventszeit manchmal vier, manchmal nur drei Wochen lang.

Freitag, 26. November 2021

Kann der 24.12. auch der vierte Advent sein?

 Fällt der erste Advent auf den dritten Dezember, wird am vierten Advent Heiligabend gefeiert. Der vierte Advent kann frühestens am 18. Dezember – eine Woche vor Heiligabend – stattfinden und fällt spätestens auf den 24. Dezember. Das kommt alle fünf bis elf Jahre vor.

Seit Beginn des gregorianischen Kalenders, der seit 1582 genutzt wird und heute das weltweit gebräuchlichste Kalendersystem ist, fiel der vierte Advent insgesamt 72 Mal auf Heiligabend. Alle fünf, sechs oder elf Jahre kommt es vor, dass der letzte Sonntag im Advent gleichzeitig auch der 24. Dezember ist.

Durch die Schaltjahre ist dieses Vorkommen nicht regelmäßig in jedem siebten Jahr. Pro Jahrhundert fällt der vierte Adventssonntag 14 Mal auf Heiligabend. Im Jahr 2023 fällt der vierte Advent das nächste Mal auf den 24. Dezember.

Donnerstag, 25. November 2021

Wie viele Tage dauert der kürzeste Advent und wie viele Tage der längste?

 Fällt der erste Advent auf einen 27. November, fällt der vierte Advent auf den 18. Dezember und die Adventszeit dauert bis Weihnachten insgesamt 28 Tage. Fällt der erste Advent auf den dritten Dezember, ist die Adventszeit nur knapp über drei Wochen lang.

Die längst möglichste Adventszeit zählt damit 28 Tage, die kürzeste nur 22 Tage. Für den Handel beginnt der Advent meist früher: Weihnachtsdekoration wird schon Anfang November verkauft, die ersten Weihnachtsmärkte öffnen schon vor dem ersten Advent Mitte November. Die Kirchen sehen die Kommerzialisierung der Adventszeit ungern.

Mittwoch, 24. November 2021

In welchen Ländern gibt es Advent?

 Der Advent ist eine westlich, christliche Erfindung. In Ländern, in denen Weihnachten nicht gefeiert wird, gibt es auch keine Adventszeit. Menschen christlichen Glaubens feiern die Vorweihnachtszeit jedoch weltweit. Früher durch Einhaltung der Fastenzeit, heute mit der Vorbereitung auf Weihnachten.

Weihnachtsmärkte und Adventskränze sind typisch deutsche Erfindungen, die sich mittlerweile in anderen christlichen Ländern verbreitet haben. In nordischen Ländern und in deutschen Nachbarländern wie der Schweiz, Österreich, Frankreich und Italien wird die Vorweihnachtszeit ähnlich wie in Deutschland nach katholischen und evangelischen Riten zelebriert.

In den Vereinigten Staaten von Amerika wird die Vorweihnachtszeit sehr offensichtlich gefeiert: Direkt nach Thanksgiving dekorieren viele Amerikaner ihre Häuser und Vorgärten mit bunten Lichtergirlanden, mit Rentieren, leuchtenden Schneemännern und einer übergroßen Jesuskrippe. Manche Vorgärten erstrahlen die gesamte Adventszeit durchgehend in buntem Winterglanz.

Adventskränze findet man dagegen selten. Dafür hängt ein Kranz aus Tannenzweigen mit einer roten Schleife an der Haustür und ein Mistelzweig darüber. Im Haus werden Weihnachtssocken am Kamin aufgehängt, damit Santa Claus diese mit Geschenken und Süßigkeiten befüllen kann. Rot und Weiß sind die bevorzugten Weihnachtsfarben in den USA.

In Osteuropa orientieren sich die Menschen noch an den traditionellen Bräuchen der orthodoxen Kirche. Nach dem julianischen Kalender der russisch-orthodoxen Kirche dauert die Fastenzeit vor Weihnachten bis zum 6. Januar. An diesem Tag – und nicht am 25. Dezember - wird in Russland auch Weihnachten gefeiert.

Dienstag, 23. November 2021

Wann beginnt die Adventzeit?

Die Adventszeit beginnt am Abend vor dem ersten Adventssonntag. Dieser fällt auf den vierten Sonntag vor Weihnachten. Die Adventszeit endet spätestens an Heiligabend. Je nach Kalenderjahr kann der erste Sonntag auf einen Tag zwischen dem 27. November und dritten Dezember fallen.

Der vierte Adventssonntag kann auf ein Datum zwischen dem 18. Dezember und Heiligabend fallen. Fällt Heiligabend, der 24. Dezember, auf einen Sonntag, werden der vierte Advent und Heiligabend am gleichen Tag gefeiert. Die Adventszeit fällt dann entsprechend kürzer aus. Der erste und zweite Weihnachtsfeiertag am 25. und 26. Dezember sind gesetzliche und kirchliche Feiertage in Deutschland.

Im Jahr 2020 ist die Adventszeit insgesamt 26 Tage lang. Die meisten Adventskalender richten sich jedoch nach dem Kalender und haben 24 Türen.

Adventskalender beginnen unabhängig vom Beginn des ersten Advents am 1. Dezember und reichen bis Heiligabend am 24. Dezember.